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Business as usual, dem Irakkrieg sei Dank!

Neben grenzenloser Solidarität zum irakischen Volk, das seit Jahrzehnten unter Diktator und Bomben leiden muss, sprießen weltweit auch die Geschäftemacher wieder aus allen Ecken, die das Leid anderer für ihre kommerziellen Zwecke ausnutzen.

Ist das der Google Zeitgeist?
Wer derzeit bei Google nach “Irak Krieg” sucht, findet mal wieder merkwürdiges bei den Sponsoren-Links. Unter der berechtigten Anzeige der SOS-Kinderdörfer stößt man auf “www.irak-krieg.biz”, die ihrem Namen alle “Ehre” macht. Der Klick auf die vielversprechende Anzeige führt auf eine amateurhaft gestaltete Brückenseite eines offenbar selbsternannten Grafikdesigners aus München. In, an ein Plakat erinnernd, großer Schrift werden “aktuelle Informationen und Diskussionen zum Irak Krieg” im dafür eingerichteten Forum “zum Nachdenken” suggeriert. Das Forum, eine einfache Filesharing-Community zu Kazaa und Co, gibt bezüglich des Irakkrieges widererwartend nicht mehr her, als ein paar Moderatoren die über den Krieg plaudern und von Nachrichten-Magazinen kopierte News ins Forum stellen.

Jeder Klick ein Gewinn!
Im Fordergrund stehen offensichtlich kommerzielle Gedanken, wie der Handyshop, der als “wichtige Ankündigung” noch über den zwei Themen zum Irakkrieg gelistet wird, und mehrere überdimensionierte Links zu Dialerprogrammen verdeutlichen. Irgendwie müssen sich die 3822 Klicks, die gestern über “www.irak-krieg.biz” zum Forum-Zauberer gekommen sind, der immerhin 39 Euro für seine neue Business-Domain – die Domainenendung “.biz” steht für Business (dt. Geschäft) – berappt hat, ja bezahlt machen. Schließlich hatte er die Domain mit großer Vorraussicht bereits vor genau zwei Monaten bei seinem Provider Hosteurope registriert. Bis zur nächsten Rechnung 2005 hat sich diese Investition bestimmt rentiert, dem Golfkrieg sei Dank. Ein kleiner Tipp noch nebenbei, klicken Sie ruhig auf die Anzeige von “www.irak-krieg.biz” bei Google. Jeder Klick dürfte etwas unter 10 Cent für den Werbenden kosten, er hat es ja so gewollt!

Links zum Thema:
Google Deutschland – Suche nach “Irak Krieg”

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Alles zum Irak-Krieg und seinen Folgen auf das Web

(CBS | 22.03.03)

Diskussion zum Thema:

3 Kommentare zu “Business as usual, dem Irakkrieg sei Dank!”
  • krone 23.03.03, 13:49

    Sehr viele deutsche heuchlerische Unternehmen stehen in den Startlöchern für den Tag nach dem Krieg um dort wiederum Geschäfte machen zu können. Viel von denen habe die jetzige Kriegssituation massiv herbeigeführt, durch den Verkauf von chemischen, bakteriologischen Materialien und durch den Verkauf von atomarem Knowhow an den Irak. Deutschland stand an erster Stelle bezüglich dieser hässlichen Machenschaften und der Staat, vertreten durch einen Schröder, hat kräftig durch die Steuereinnahmen daran mit verdient. Dieser Mann spricht mit einer gespaltenen Zunge, wenn er sagt, er ist gegen diesen Krieg. Dieser Schröder, einschließlich seine grünen, grauen und farblosen Regierungsmitglieder sind mit daran Schuld, dass es zum Geschäftemacher- Krieg kam, denn er hat es seinerzeit nicht verhindert, oder wollte es vielleicht gar nicht, dass diese skrupellosen Firmen diese perversen Geschäfte machen konnten. Vielleicht war er irgendwo selbst daran mit beteiligt. Schade, dass man so ins Grübeln kommt und dass die Bevölkerung im Irak jetzt darunter leiden muss.

    (Jürgen Krone):-(

  • hpfans 23.03.03, 14:09

    Man erkennt sehr stark, dass diese Kolumne an die News “God Bless America ..” anknüpft. So ist es dann auch kein Wunder, dass man eigentlich zu beiden Artikeln nur das selbe schreiben kann :-)

    Jonas

  • cbs 23.03.03, 15:43

    @Jürgen: Ich bin der Auffassung, dass diese Geschäfte in der Ära Kohl gemacht wurden! Ich erinnere mich auch an einen Herrn Chirac, der Saddam die Atomtechnik händeschüttelnd verkaufte. Die Schuld ist also eher in der Vergangenheit zu suchen, weniger in der Gegenward, aber das ist (nur) meine persönliche Auffassung.

    Dass die jetzige Regierung nicht ganz ohne Verantwortung bleibt, möchte ich allerdings nicht sagen, schließlich dürfen die Bomber aus US und UK munter über unser Land flattern und auf diesem landen, wann sie wollen.

    Ich finde es sehr bedenklich, dass man (auf internationaler Regierungsebene) nur noch aus politischen Erwägungen für oder gegen den Krieg ist und nicht aus menschlichen! Bestes Beispiel ist die Türkei, die solange gegen die Nutzung der Stützpunkte der USA in ihrem Land waren, bis man ihnen erlaubt hat in den kurdischen Teil des Iraks (Nord-Irak) einzumarschieren.

    Aber ich denke, die Diskussion führt an dieser Stelle zu weit. Wir wollen uns mehr auf die Auswirkungen im Web beschränken… :-|


 
 
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Geschichte
Launch 1998
Christian Boris Schmidt startet als damals 16-Jähriger eine Website bei Geocities mit 5 MB Webspace, um Andere bei der Gestaltung eigener Websites zu unterstützen. Mit Hilfe des Weiterleitungsdienst home.pages.de wird die Seite auch erreichbar unter all.4.home.pages.de.

Eigene Domain 2000
Die Website ist erstmals unter all4homepages.de beim Webhoster Puretec (heute 1&1) erreichbar. Zuvor war die Reservierung einer eigenen Domain für den Schüler kaum bezahlbar.

Relaunch 2001
all4homepages.de bekommt nach mehreren Relaunchs das heutige Gesicht als Magazin. Blau wird zur Hausfarbe. Es folgen regelmäßige Newsberichte.

Homepage-Tools 2002
Andreas Mauf unterstützt ab sofort den Technik-Bereich. Nach einem Hosterwechsel werden für Mitglieder die ersten Homepage-Tools angeboten. Diese sind besonders beliebt, weil sie kostenlos und werbefrei sind. Es folgen die wöchentliche Kolumne und Gewinnaktionen für Mitglieder in Kooperation u.a. mit Canon und diversen Webhostern. Ende 2002 wird der erste, eigene Webserver in Betrieb genommen.

Neuer Name 2003
Zum 5. Geburtstag wurde MeinWebworker als neuer Name bekannt gegeben. Zu diesem Zeitpunkt nutzen mehr als 4.000 Mitglieder aktiv unsere Dienste. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer IT-Ausbildung Mitte 2003 kann das Team die Arbeit am Projekt aus finanziellen Gründen nur noch teilweise fortgesetzen.

Übergangsphase 2004
Christian arbeitete seit dem Abschluss zunächst bei Zanox und Andreas machte sich mit der Idee zu Ecato als Einzelunternehmer selbstständig.

Ecato-Gründung 2005
Im Mai gründen Andreas und Christian mit Investoren Ecato, um Websitebetreiber beim Geld verdienen zu unterstützen. Kurz später müssen die Homepage-Tools von MeinWebworker leider aus organisatorischen Gründen eingestellt werden. Seit Ende 2005 können Websitebetreiber bei Ecato kostenlos in wenigen Schritten einen eigenen Marktplatz mit Preisvergleich einrichten und damit verdienen.

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