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Das rosa Sommerspektakel

Einige Unternehmen versprechen einem ja “das blaue vom Himmel”. Während des Sommerlochs ist die Presse für solche Meldungen offenbar sehr empfänglich. Unser lieber Robert war besonders fleißig.

Sonnenstich in der Computer-Redaktion
Besonders aktiv trommelten die rosanen Buschmänner dieses Jahr. Ganz nach dem US-Vorbild wird die Verunsicherung der Bürger durch eine Drohkullisse gefördert, um ihnen eine “Sache zu verkaufen”. Um Online-Zugänge zu verhökern, schlachtete die rosa T-ochter die diesjährigen “Horrorszenarien” fein-säuberlich aus. Ganz “exklusiv” berichtete man gegenüber der Presse, dass die Rechner Deutschlands von der steigenden Hitze bedroht seien. “Spontane Abstürze, Datenverlust und sogar irreparable Hardware-Schäden” könnten die Folge sein, berichtet die Computerredaktion vom immer fröhlichen Robert. Aber welcher Nutzer kennt das nicht, der sich täglich – egal bei welcher Temperatur – durch die virtuellen Fenster seines Computers klickt? Für das Innere der Daddelkiste seien die maximal zulässigen 40 Grad derzeit schnell erreicht. Im schlimmsten Fall helfe nur eins: Ausschalten – am Besten das Gehirn auch, denn das wird durch die sengende Sonne schnell auf über 37 Grad erhitzt.

Wenn Computerviren die Welt bedrohen
Da hat man gerade noch so die große Hitze überlebt, stört die nächste Horrornachricht die heimische Ruhe. Ein neuer Wurm macht unsere geliebten Heimrechner zu Cyberterroristen. Das FBI schlägt Alarm und macht sich auf Verbrecherjagd. Das Ziel der Attacke sind – wie soll es anders sein – die USA. Um genau zu sein ein “recht bekannter” Softwarehersteller. Einmal infiziert, greifen die Schläfer an bestimmten Tagen das Herzstück der digitalen Nachschubversorgung an: Den Windows-Update-Server. Dieser wurde mittlerweile evakuiert. Dennoch kennt Deutschland “das” Allheilmittel gegen die virtuelle Bedrohung. Es kostet monatlich “nur” rund fünf Euro und wird vom wiederum “beliebtesten” Konzern Deutschlands – nach der Bahn – zur Verfügung gestellt. Durch die ebenso einfache wie auch geniale Komposition aus AntiVirus- und Firewall-Software kann den Deutschen nichts mehr erschüttern. Wenn er denn die “rosa Brille” trägt.

Der Terror geht weiter
Als wäre das noch lange nicht alles gewesen, gehen in New York plötzlich die Lichter aus. Ein Zufall? Nein! Schlaue Redakteure setzen all ihr journalistisches Feingespühr ein und finden heraus, was schon jeder vermutete: Der Terror-Virus ist schuld. Das haben “die” davon. Wenn Amerika OnLine geht, ohne die rosa Power. In T-eutschland kann so etwas nicht geschehen, wir haben ja “zum Glück” die rosa Wunderwaffe mit professionellem Sicherheitspaket. Was wäre die Welt nur ohne T-Dummline und seine hervorragende Marketing-Maschinerie. Ein Unternehmen, in dem der eine nicht weiß, was der andere macht, rettet die Welt vor dem digitalen Untergang. Wieder ein Sommertheater, dass in die Geschichte der Belanglosigkeit eingehen wird. Bis zum nächsten Sommer…

Links zum Thema:
Was die Welt bewegt

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“San, I love you!” und alles steht Kopf

(CBS | 16.08.03)

Diskussion zum Thema:

3 Kommentare zu “Das rosa Sommerspektakel”
  • matzen 16.08.03, 19:19

    Dagegen werden treue Kunden dieses rosaroten “Unternehmens” häppchenweise mit Einschränkungen der Dienste gestraft. Es begann u.a. damit, den einst kostenfreien SMTP-relay Server jetzt gegen Entgeld nutzen zu dürfen.
    Als dann der, beim ersten Vertragsabschluß zur Verfügung stehende, 10Mb Webspeicher auf 2Mb reduziert wurde und ich mit der labidaren Bemerkung “wir haben eine großartige Möglichkeit geschaffen, gegen weitere Kosten die fehlenden Mb wieder aufzurüsten”, hatte ich endgültig die Nase voll und wechselte nach mehr als zehnjähriger Zugehörigkeit zu einem anderen Provider…

    Die Krönung kam aber nach meinem Kündigungsschreiben per e-mail, in der ich aufgefordert wurde, wegen angeblich fehlender Angaben, eine Service-Nr. mit 12c/Min. anzurufen. Dies tat ich natürlich nicht, sondern wählte die kostenfreie Kunden-Telefonnummer und wollte mich nach den fehlenden Angaben erkundigen. Hier sagte mir die “freundliche” Stimme, das mit der Kündigung alles in Ordnung wäre und man nicht wisse, wer aus diesem Unternehmen die e-mails absenden würde. Na ja, schwacher Versuch, weitere Gelder einzustreichen…

    Letzte Änderung von Matthias Scharff am 16.08.03, 19:33.

  • hpfans 17.08.03, 10:48

    Die weitere Vernachlässigung bzw. das Entgegenwirken gegen die Kunden beginnt bei mir schon bei der ständigen Erhöhung sowohl der einmaligen wie auch der laufenden Kosten: Erhöhung der Grundgebühr für T-Net (2 x in den letzten Jahren, Deutsche Telekom AG), Erhöhung der Minutenpreise für den Internetzugang (T-Online International AG), Erhöhung der Einrichtungsgebühren für DSL-Zugänge (“nochmal 100% drauf”, Deutsche Telekom AG).

    Wirtschaftlich gesehen mag diese Preispolitik ziemlich korrekt sein, dass es aber zu dieser Preispolitik kommen muss, ist so richtig scheiße.
    Kunden sind Könige, bis die Privatisierung kam. Wenigstens besitzen wir als Staat noch 100% der Aktien, sonst hätten wir ja gar nichts von den Verlusten der Telekom.

    Zum Artikel selbst: ist mir alles gar nicht so aufgefallen, ich hab nur den Grinskopf Robbie T. mal gesehen, mit nem klasse rosa Mikro.

    Mich wundert nur, dass man die Firmenzentrale nicht auch nach Berlin gelegt hat, das schicke rosa Logo hätte dem Wowereit bestimmt gefallen.

  • cbs 17.08.03, 12:38

    Wir scheifen doch nicht schon wieder ab?! ;D

    Die Meldungen von Rob-T findest Du unter dem Link am Ende des Artikels. Als Redakteur wird man damit vollgeklatscht. :-|


 
 
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Geschichte
Launch 1998
Christian Boris Schmidt startet als damals 16-Jähriger eine Website bei Geocities mit 5 MB Webspace, um Andere bei der Gestaltung eigener Websites zu unterstützen. Mit Hilfe des Weiterleitungsdienst home.pages.de wird die Seite auch erreichbar unter all.4.home.pages.de.

Eigene Domain 2000
Die Website ist erstmals unter all4homepages.de beim Webhoster Puretec (heute 1&1) erreichbar. Zuvor war die Reservierung einer eigenen Domain für den Schüler kaum bezahlbar.

Relaunch 2001
all4homepages.de bekommt nach mehreren Relaunchs das heutige Gesicht als Magazin. Blau wird zur Hausfarbe. Es folgen regelmäßige Newsberichte.

Homepage-Tools 2002
Andreas Mauf unterstützt ab sofort den Technik-Bereich. Nach einem Hosterwechsel werden für Mitglieder die ersten Homepage-Tools angeboten. Diese sind besonders beliebt, weil sie kostenlos und werbefrei sind. Es folgen die wöchentliche Kolumne und Gewinnaktionen für Mitglieder in Kooperation u.a. mit Canon und diversen Webhostern. Ende 2002 wird der erste, eigene Webserver in Betrieb genommen.

Neuer Name 2003
Zum 5. Geburtstag wurde MeinWebworker als neuer Name bekannt gegeben. Zu diesem Zeitpunkt nutzen mehr als 4.000 Mitglieder aktiv unsere Dienste. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer IT-Ausbildung Mitte 2003 kann das Team die Arbeit am Projekt aus finanziellen Gründen nur noch teilweise fortgesetzen.

Übergangsphase 2004
Christian arbeitete seit dem Abschluss zunächst bei Zanox und Andreas machte sich mit der Idee zu Ecato als Einzelunternehmer selbstständig.

Ecato-Gründung 2005
Im Mai gründen Andreas und Christian mit Investoren Ecato, um Websitebetreiber beim Geld verdienen zu unterstützen. Kurz später müssen die Homepage-Tools von MeinWebworker leider aus organisatorischen Gründen eingestellt werden. Seit Ende 2005 können Websitebetreiber bei Ecato kostenlos in wenigen Schritten einen eigenen Marktplatz mit Preisvergleich einrichten und damit verdienen.

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