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Die ICANN-Reform lähmt den Fortschritt des Internets

Vergangene Woche tagten die Mitglieder der sogenannten Internet-Verwaltung, Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN), in Shanghai. Das geschichtsträchtige Ergebnis lautet: Rückschritt!

Internet ohne Nutzerbeteiligung
Was bereits im Mai beschlossen wurde, setze man nun in die Realität um. Die restlichen fünf Direktoren, die die Internet-Community vertreteten, müssen demnach ihr Amt im Dezember aufgeben. So entledigt man sich auch dem ICANN-Kritiker Karl Auerbach, der Nord-Amerika als Direktor vertritt. Auerbach hatte unter Anderem Klage gegen die ICANN eingereicht, da ihm diese wichtige Unterlagen vorenthalten wollte. Das Gericht gab dem Kläger recht.
Bereits auf einer Tagung in Ghana im Mai diesen Jahres hatte ICANN-Präsident Stuart Lynn die Abschaffung der sogenannten “At Large” Internetwahlen durchgebracht. Als Begründung wurde angeführt, dass die “Fairness, Repräsentativität, Aussagekraft und Finanzierbarkeit” bei Online-Wahlen zu bezeifeln sei.

Reform als Schritt zurück
Durch eine Reform will Lynn frischen Wind in die ICANN bekommen. Die Fähigkeit der ICANN, die auch gern Internet-Regierung genannt wird, zu handeln war jedoch nicht durch die demokratische Verteilung einiger
Direktoriatsämter eingetreten.
Viel mehr lähmte der politische Einfluss auf die ICANN deren Entscheidungs-fähigkeit. So drohte das US-Handelsministerium zwischenzeitlich sogar mit Entzug der Verantwortung der ICANN zur technischen Administrierung des Internets. Dies macht den politischen Druck auf die noch private Non-Profit-Organisation deutlich.
  ICANN
Die Diktatur der Internet-Regierung

Mehr Regierungseinfluss
Im Gegensatz zur Nutzerbeteiligung wird der Einfluss des Regierungsbeirats (GAC), in dem nationale Regierungsvertreter repräsentiert sind, wachsen. Der politische Einfluss soll sich zwar auf Angelegenheiten von “öffentlichem Interesse” beschränken, jedoch ist dabei großer Spielraum für die Auslegung gegeben.
Die Stellung der ICANN als unabhängige private Organisation wird damit immer mehr angesägt. Im Endeffekt ist dies sogar das Ende der ursprünglich aus einer staatlichen Organisation hervorgegangenen ICANN als private Einrichtung. Bleibt die Hoffnung auf bessere Handlungsfähigkeit und stärkere Konzentration auf die Kernaufgaben, wie die Einführung neuer Top-Level-Domains (TLD). Die Internet-Regierung wird jetzt beweisen müssen, dass mehr politischer Einfluss förderlich zur Entwicklung des Internets beiträgt. Dies ist jedoch stark zu bezweifeln, denn schließlich hatte die Politik die Entscheidungen eher behindert.

Gewinner ist Europa
Einziger Vorteil dieser Entwicklung ist, dass auch Europa an Einfluss gewinnt. So wird das Sekretariat der GAC von der Europäischen Kommission gestellt werden.
Gerade in letzter Vergangenheit hatte sich Europa gegenüber der ICANN immer mehr emanzipiert. Die Vorbereitungen zur neuen europäischen TLD “.eu” laufen auf Hochtouren. Zudem gaben die Amerikaner gegenüber der DENIC nach langem Streit nach, als es um die Änderung der sekundären Namensserver ging.
Selbstbewusst wird auch an einem alternativen bzw. ergänzenden Root-Server-Netzwerk (ORSN) gearbeitet, um die Abhängigkeit von der ICANN weiter zu lösen.

Links zum Thema:
Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN)
Open Root Server Network (ORSN)
DENIC, Verwalter von “.de”

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Alles zur ICANN

(CBS | 09.11.02)

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Geschichte
Launch 1998
Christian Boris Schmidt startet als damals 16-Jähriger eine Website bei Geocities mit 5 MB Webspace, um Andere bei der Gestaltung eigener Websites zu unterstützen. Mit Hilfe des Weiterleitungsdienst home.pages.de wird die Seite auch erreichbar unter all.4.home.pages.de.

Eigene Domain 2000
Die Website ist erstmals unter all4homepages.de beim Webhoster Puretec (heute 1&1) erreichbar. Zuvor war die Reservierung einer eigenen Domain für den Schüler kaum bezahlbar.

Relaunch 2001
all4homepages.de bekommt nach mehreren Relaunchs das heutige Gesicht als Magazin. Blau wird zur Hausfarbe. Es folgen regelmäßige Newsberichte.

Homepage-Tools 2002
Andreas Mauf unterstützt ab sofort den Technik-Bereich. Nach einem Hosterwechsel werden für Mitglieder die ersten Homepage-Tools angeboten. Diese sind besonders beliebt, weil sie kostenlos und werbefrei sind. Es folgen die wöchentliche Kolumne und Gewinnaktionen für Mitglieder in Kooperation u.a. mit Canon und diversen Webhostern. Ende 2002 wird der erste, eigene Webserver in Betrieb genommen.

Neuer Name 2003
Zum 5. Geburtstag wurde MeinWebworker als neuer Name bekannt gegeben. Zu diesem Zeitpunkt nutzen mehr als 4.000 Mitglieder aktiv unsere Dienste. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer IT-Ausbildung Mitte 2003 kann das Team die Arbeit am Projekt aus finanziellen Gründen nur noch teilweise fortgesetzen.

Übergangsphase 2004
Christian arbeitete seit dem Abschluss zunächst bei Zanox und Andreas machte sich mit der Idee zu Ecato als Einzelunternehmer selbstständig.

Ecato-Gründung 2005
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