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Netscape ist tot!

Der einstmalige Marktführer und Vorreiter der heutigen Browser-Generation ist so gut wie vergessen. Keiner benutzt mehr Netscape, selbst sein Erfinder gibt den Patienten auf.

Wie alles begann…
Die Geschichte von Netscape ist die Geschichte des World Wide Web. Der damalige Student Marc Andreessen entwickelte die erste grafische Oberfläche für das WWW. Der erste moderne Browser “Mosaic” wurde 1993 allen Benutzern kostenlos zur Verfügung gestellt.
Der große Erfolg war wahrscheinlich der Anlass für Andreessen und seinem damaligen Partner 1994 Netscape ins Leben zu rufen. In diesem Jahr entstand auch das W3C, dass die Weiterentwicklung und Standardisierung von HTML weitertreiben sollte.
Der Browser von Netscape, der sogenannte “Netscape Navigator”, sollte eine vorbildlose Erfolgsstory vor sich haben. Durch immer neue Features trieb das Netscape-Team auch die Entwicklung von HTML-Standards, wie Frames, voran. Netscape schien noch 1996 mit einem Marktanteil von 75% unaufhaltbar.

Der Anfang vom Ende…
Nach der Fertigstellung von Windows 95 konzentrierte sich Microsoft immer mehr auf das Geschäft mit dem World Wide Web. Die zuvorigen Browserversionen waren noch recht erfolglos gewesen.
Doch mit der Einführung des Microsoft Internet Explorers 4, der auf die Funktionalität des Betriebssystems aufsattelte, vollzog sich eine für Netscape unaufhaltsame Umverteilung. Die Beliebtheit des Microsoft-Konkurrenten stieg rasant an. Mit der vollständigen Implementierung des Browsers in das Betriebssystem Windows 98, schien das Ende Netscapes absehbar. Der sogenannte Browser-Krieg war längst eingeleutet.
Vielzahlige Gerichtsprozesse und Auseinandersetzungen fanden zwischen dem Internet-Pionier und dem PC-Monopolisten statt. Den längeren Atem schien jedoch der Softwareriese Microsoft zu haben.
1999 wurde Netscape von AOL aufgekauft. Der Browser-Krieg sollte in eine neue Runde gehen, dachten Experten zumindest. Der größte Online-Anbieter der Welt setzte bisher auch auf die Browser von Mircosoft. Viele hofften nun auf einen erneuten Siegeszug von Netscape. Doch leider kam es nicht so. AOL setzt für die Zugangssoftware weiterhin, trotz harter Ausseinandersetzungen mit Microsoft, auf den Internet Explorer.

Heute ist Netscape bereits Geschichte…
Der Martkanteil von Microsoft auch im Browsergeschäft ist nicht mehr einzuholen. Mit teilweise über 90% führt der Monopolist unter der handvoll an Browsern. Netscape ist weitabgeschlagen, auch Alternativen wie Opera haben keine ernsthafte Chance.
Das OpenSource-Projekt Mozilla, das aus der Freigabe des Netscape-Sourcecodes hervorging, wird nur belächelt. AOL, die Netscape-Mutter, hält sich bei der Unterstützung des Projekts zurück. Auch eine Distribution durch den Internet-Riesen ist nicht zu erwarten.
So werden die zurückbleibenden Überreste des Netscape-Browsers wohl demnächst komplett den Bach heruntergehen.
Nicht einmal Netscape-Erfinder Andreessen sieht noch eine Chance gegen den Internet Explorer. So sagte er kürzlich in einem Interview: “Die Browser-Kriege kommen nicht zurück… Jeder sollte sich in seinem Leben nur einmal mit Microsoft messen. Nur einmal!” Auch der noch übrigbleibenden Alternative Opera verheißt er nicht Gutes. Vielmehr wünscht er den Entwicklern mit etwas Ironie: “Viel Glück beim Wettbewerb und viel Spaß.”

Links zum Thema:
Netscape – Der Internet-Pionier
Microsoft Internet Explorer – Der Sieger der Browser-Kriege
Opera – Die Alternative aus Norwegen
Mozilla – Der Erbe von Netscape
W3C – Das WWW Consortium
Netscape ist Geschichte – Interessante Zusammenfassung

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Weitere Kolumnen

(CBS | 22.06.02)

Diskussion zum Thema:

8 Kommentare zu “Netscape ist tot!”
  • eingeqed 13.09.02, 13:09

    ich hoofe ja immer noch auf eine rückkehr. spätestens wenn “mutter” aol die ankündigung netscape in die zugangssoftware zu integrieren anstelle des ie sollten sich die marktanteile wieder erhöhen.

    gruss rene

  • cbs 14.09.02, 11:58

    Der Meinung bin ich auch, jedoch scheint AOL keine Anstalten zu machen, dieses “Versprechen” einzulösen. Vor jeder neuen AOL-Version gibt es Gerüchte, aber bisher kam man doch immer wieder mit dem Internet Explorer als Zugangssoftware.

    Ich frage ich mich im Ernst, warum AOL Netscape dann überhaupt gekauft hat. Es macht doch nur Sinn, wenn Sie den Browser auch selbst verwenden oder will AOL Netscape nur in den Ruin treiben?

    Letzte Änderung von Christian Boris Schmidt am 14.09.02, 12:29.

  • wpi7_8 15.09.02, 02:35

    Netscape ist tot? Wie kommt es dann, dass mir Netscapes Navigator (v. 6.2) tagtäglich zuverlässig dient? Setzen 16% der Besucher meiner Website etwa einen Zombie in Gang??
    Aussagen wie “Netscape ist so gut wie vergessen. Keiner benutzt mehr Netscape.” sind schierer Unsinn, und wer über Mozilla (in den Versionen 1.0+) sich mokieren zu können meint, kann nicht als Experte in Browserfragen gelten.
    GECKO lebt, und das ist auch gut so.

  • cbs 15.09.02, 17:16

    Vielen Dank für den kritischen Kommentar. Sicher ist es etwas überspritzt – und das solle es auch sein – zu sagen, Netscape sei tot. Jedoch liegen dieser mit Absicht provokanten Aussage fundierte Studien zu Grunde. Im “Mainstream” ist Netscape kein Begriff mehr. Von Zielgruppe zu Zielgruppe ist dies jedoch extrem unterschiedlich. Wie ich auch schon in meiner späteren Kolumne erwähnt habe, ist es immer noch auch eine “Glaubenssache” und oft mit der Einstellung gegenüber Windows verbunden, welchen Browser man nutzt.
    http://all4homepages.de/?rubrik=magazin&thema=mozilla

    Parallel zu dieser Diskussion möchte ich auch auf die folgende Hnweisen:
    http://forum.all4homepages.de/?rubrik=magazin&kat=news&thema=3008021640

    Letzte Änderung von Christian Boris Schmidt am 15.09.02, 17:19.

  • animalclub 10.06.03, 14:14

    Also ich benutze schon seit ner Ewigkeit nur noch Netscape. Hat damit angefangen, dass irgendwann mal der Internet-Explorer seinen Geist aufgegeben hat und erst nach kompletter Windows-Neuinstallation wieder einigermassen funktioniert hat. Und in der Zwischenzeit hab ich mich so an Netscape gewöhnt, dass ich ihn nicht mehr hergebe…. Schon der Name klingt viel sympathischer *g*

  • hpfans 10.06.03, 14:54

    Ich muss sagen: es wurde Zeit!
    Diese ständigen Kämpfe waren ja nicht mehr auszuhalten.
    Außerdem frage ich mich, ob ein Browser mit 5% Anteil unter Webmastern, die mehrere Browser haben müssen, und nicht mal mehr 3% unter der Allgemeinheit, überhaupt ein Browser ist …

    Jonas

  • northlander 10.06.03, 15:36

    Mir fällt ein altes Sprichwort dazu ein:
    Totgesagte leben in der Regel länger als man glaubt.

    mvh // bernd

  • hpfans 10.06.03, 16:19

    Im Falle von Netscape werden aber wirklich bloß noch Erinnerungen an bessere Zeiten leben. Bei den Marktanteilen …

    Jonas


 
 
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Launch 1998
Christian Boris Schmidt startet als damals 16-Jähriger eine Website bei Geocities mit 5 MB Webspace, um Andere bei der Gestaltung eigener Websites zu unterstützen. Mit Hilfe des Weiterleitungsdienst home.pages.de wird die Seite auch erreichbar unter all.4.home.pages.de.

Eigene Domain 2000
Die Website ist erstmals unter all4homepages.de beim Webhoster Puretec (heute 1&1) erreichbar. Zuvor war die Reservierung einer eigenen Domain für den Schüler kaum bezahlbar.

Relaunch 2001
all4homepages.de bekommt nach mehreren Relaunchs das heutige Gesicht als Magazin. Blau wird zur Hausfarbe. Es folgen regelmäßige Newsberichte.

Homepage-Tools 2002
Andreas Mauf unterstützt ab sofort den Technik-Bereich. Nach einem Hosterwechsel werden für Mitglieder die ersten Homepage-Tools angeboten. Diese sind besonders beliebt, weil sie kostenlos und werbefrei sind. Es folgen die wöchentliche Kolumne und Gewinnaktionen für Mitglieder in Kooperation u.a. mit Canon und diversen Webhostern. Ende 2002 wird der erste, eigene Webserver in Betrieb genommen.

Neuer Name 2003
Zum 5. Geburtstag wurde MeinWebworker als neuer Name bekannt gegeben. Zu diesem Zeitpunkt nutzen mehr als 4.000 Mitglieder aktiv unsere Dienste. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer IT-Ausbildung Mitte 2003 kann das Team die Arbeit am Projekt aus finanziellen Gründen nur noch teilweise fortgesetzen.

Übergangsphase 2004
Christian arbeitete seit dem Abschluss zunächst bei Zanox und Andreas machte sich mit der Idee zu Ecato als Einzelunternehmer selbstständig.

Ecato-Gründung 2005
Im Mai gründen Andreas und Christian mit Investoren Ecato, um Websitebetreiber beim Geld verdienen zu unterstützen. Kurz später müssen die Homepage-Tools von MeinWebworker leider aus organisatorischen Gründen eingestellt werden. Seit Ende 2005 können Websitebetreiber bei Ecato kostenlos in wenigen Schritten einen eigenen Marktplatz mit Preisvergleich einrichten und damit verdienen.

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