Wie schnell man ungewollt zum Spammer wird, mussten wir kürzlich lernen. Genauso einfach geht es mit ernsten Absichten.
Jeder kann ungewollt Spammer werden!
Es ist ja nichts neues, dass Spammer in der Regel mit gefälschten Email-Adressen arbeiten. Meist erhält man dann also Emails von Freemail-Adressen, die es unter Umständen nicht einmal gibt. Meist wissen die angeblichen Absender der unerwünschten Werbemails gar nichts von dem Missbrach ihrer Adresse. Man wundert sich vielleicht zunächst über Fehlermitteilungen oder Autoresponder, die man bekommt, denkt sich aber nichts böses dabei. Nimmt die Masse dieser Nachrichten jedoch zu oder erhält man die ersten Drohbriefe wütender Spamopfer, hört der Spaß auf. Das kann so weit gehen, dass der Mailserver, der die eigene Email-Adresse verwaltet, täglich von Email-Müll aus aller Welt überflutet wird. Wie bereits berichtet war dies am 1. Mai bei mir der Fall. Unter dem Druck von mehr als 25.000 Emails dieser Art, die innerhalb weniger Stunden bei mir ankamen, brachen zwei Email-Server zusammen. Das schlimmste ist, dass man sich dagegen nicht schützen kann. Die erste und wichtigste Maßnahme war es, die sogenannte “Catch-All”-Funktion zu deaktivieren, so dass Emails, die nicht direkt an eine eingerichtete Email-Adresse gesandt werden, wiederum abgewiesen werden. So werden die eigenen Postfächer wenigstens nicht mehr durch den Datenmüll verstopft.
So einfach kann man spammen!
Dem, der im eigenen Interesse Werbemails versenden will, wird es mal wieder besonders einfach gemacht. In Internet gibt es zahlreiche kostenlose Programme zum Sammeln zahlreicher Email-Adressen. Zum “grabben” von Email-Adressen gibt man entweder ein Stichwort ein, nach dem die Software dann in Suchmaschinen sucht und auf den gefundenen Seiten alle Adressen abgreift. Man kann jedoch meist auch eine konkrete Startseite angeben, von der der Spider dann Mailadressen sammeln soll. Nach Wunsch verfolgt das Programm auch alle externen Links, um dort wiederum zu suchen.
| Die gesammelten Daten kann man dann bequem abspeichern und beliebig einlesen. Tools zum Aufspüren offener Email-Server, über die man dann wiederum mit einem kostenlosen Spam-Tool mit falschen Email-Adressen spammen kann, findet man ebenso schnell. Das ganze ist einfacher, als man sich das denkt. Die entsprechende Software findet man innerhalb | ![]() Email-Adressen sammeln leicht gemacht! |
weniger Minuten über die Suche populärer Suchmaschinen und die Bedienung der Werkzeuge ist kinderleicht. Manchmal gibt es sogar deutschsprachige Versionen und umfassende Anleitungen, wie man denn “richtig” spammt.
Wie kann man sich schützen?
Auch wenn die Politik immer wieder versucht diesen Geschäften einen Riegel vor zu schieben, wird es wohl nie gelingen eine internationale Verfolgung zu bewirken. Daher bleibt wohl nur noch der Selbstschutz, wobei man gegen den Missbrauch der eigenen Email-Adresse leider machtlos ist. In harten Fällen sollte man jedoch trotz aller Schwierigkeiten die Polizei verständigen, denn manchmal ist der Täter doch gar nicht so weit entfernt, wie man es gedacht hat. Nachhaken lohnt, gerade wenn der Spammer “blauäugig” gearbeitet hat und seine deutsche Domain bewirbt oder mit der eigenen Email-Adresse gespammt hat. Für den Umgang mit persönlichen Daten, wozu auch die Email-Adresse zählt, gilt äußerste Vorsicht. Wer seine Kontaktadresse auf einer Website veröffentlicht, muss damit rechnen, dass diese eingesammelt wird. Kleine Tricks, wie die codierte Ausgabe, erschweren dem Spammer das Leben. Und ein kostenloser Spamfilter fischt dann den restlichen Email-Schund aus der Mailbox.
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(CBS | 14.06.03)




So ähnlich scheint es bei uns auch nun zu werden. Angeblich (!) seien in den letzten Tagen insgesamt 400 emails von irgendwelchen @hp-fans.de – Adressen an einen einzigen Menschen verschickt worden. Ich bin grad dabei, das zu prüfen. Ehrlich gesagt kann ich es mir aber kaum vorstellen, aber wie gesagt – ich bin noch dabei.
Gruß
Jonas
Sobald Du irgendwelche Infos oder “Beweise” hast wende Dich an uns!
Offensichtlich gehen Spammer dazu über, real-existierende EMail-Adressen als Absenderangabe zu verwenden. Das lenkt Spam-gegner erst einmal ab und schafft den Spammern einen Zeitvorsprung, innerhalb dessen sie ihr Tun erst einmal fortsetzen können.
// bernd
Hi, hab dir ne Mail geschrieben wegen der Angelegenheit.
Es hat sich alles ein wenig entschärft,weiterhin scheint es sich nicht gerade um einen Profil gehandelt zu haben, da ich mindestens eine seiner echten Mail-Adressen habe, sowie seinen Nachnamen und einige IPs und Webadressen, über die verschickt wurde.
Jonas