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So werden Sie Spam endlich los!

Mit den folgend beschriebenen fünf Schritten, wird Ihr Posteingang mit Sicherheit noch heute unerreichbar für unerwünschte Email-Werbung und das ohne nur einen Cent dafür bezahlen zu müssen. Einen besseren Schutz gab es noch nie!

Die tägliche Belästigung hat ein Ende
Sie dachten auch, einen kompletten Schutz gegen Spam gibt es nicht? Ich auch! Wenn Sie die folgenden Maßnahmen ohne Kompromisse realisieren, erreicht Sie garantiert keine lästige Spam-Nachricht mehr. Nehmen Sie ich ein bisschen Zeit, mehr als eine Stunde sollte es Sie jedoch nicht kosten, um endlich bis auf weiteres Spam loszuwerden.

Schritt 1: Email-Adresse ändern
Dies ist der stärkste Eingriff in Ihre bisherige Email-Kommunikation, jedoch ohne geht es nicht. Ihre jetzige Emailadresse ist gewiss bereits in zahlreichen Spam-Listen und wird dort so einfach auch nicht mehr rauskommen. Bei der Wahl der neuen Email-Adresse müssen Sie zudem folgendes beachten: Verabschieden Sie sich von “webmaster@”, “postmaster@” oder “info@”. Vielen Spammern genügt es, wenn Sie Inhaber einer Domain sind. In der Regel erhalten Sie alle Emails, die an eine der eben genannten Adressen gesendet wurden. Am besten und auch weitesten verbreitet sind Initialien oder eine Kombination aus Vor- und Nachname, wie bei Christian Boris Schmidt z.B. “cbschmidt@”. Nachfolgend müssen Sie selbstverständlich alle wichtigen Kontakte in Ihrem Adressbuch über die Änderung informieren, mehr dazu auch noch später.

Schritt 2: Catch-All umkonfiguieren
Die meisten Provider ermöglichen es, dass Sie alle Email an beliebige Adressen Ihrer Domain weitergeleitet bekommen. Im Grunde eine nützliche Funktion, jedoch müssen Sie wegen der im ersten Schritt erwähnten Vorgehensweise vieler Spammer darauf verzichten. Zudem kann man davon ausgehen, dass diejenigen die ein “anständiges” Anliegen per Email an Sie richten möchten, nicht eine beliebige Adresse nutzen, sondern sicher gehen wollen, dass Sie die Nachricht auch wirklich erhalten.
Konfigurieren Sie also Ihre Catch-All-Funktion so, dass diese Emails nicht an Ihre persönliche Email-Adresse weiterreicht, sondern an eine dafür vorgesehene Adresse. Diese Catch-All-Adresse leiten Sie dann an Spamarchive (submitautomated@spamarchive.org) weiter, die Spam-Emails archivieren und analysieren, um zukünftig besseren Schutz gegen Spam zu ermöglichen. Zudem sollten Sie einen Autoresponder einrichten, der an jeden Absender eine automatische Benachrichtigung sendet, dass die entsprechende Email-Adresse nicht mehr vorhanden ist. Nennen Sie keinesfalls Ihre neue Emailadresse darin, sonder verwenden Sie möglichst folgenden Text mit dem Betreff “Undelivered Mail Returned to Sender” und ersetzen (ihredomain) entsprechend:

This is the Postfix program at host (ihredomain). I’m sorry to have to inform you that your message could not be delivered to one or more destinations. host (ihredomain) said: 550, User unknown.

Nun weiß der Absender in jedem Fall, dass die Email-Adresse nicht mehr funktioniert. Spammer werden diese Adresse also wahrscheinlich aus ihren Listen entfernen.

Schritt 3: Email-Adressen auf Webseiten schützen
Selbstverständlich können und müssen Sie zum Teil sogar Ihre Kontakt-Adresse auf Ihren Internetseiten publizieren. Dabei sollten Sie die Ausgabe jedoch nicht wie gewohnt mit dem “normalen” HTML-Tag realisieren, da dieser von einem sogenannten Spam-Spider leicht ausgelesen werden kann. Nutzen Sie das folgende JavaScript und einen Formmailer:

<script language=”javascript”>
var name = “meineadresse”;
var domain = “meinprovider.tld”; document.write(‘<a href=”mailto:’ + name + ‘@’ + domain + ‘”>Schreiben Sie mir!</a>’);
</script>
<noscript><a href=”formmailer.html”>Schreiben Sie mir!</a></noscript>

Genaue Erläuterungen dazu finden Sie in unserem Aktuellen KnowHow-Artikel “Email-Adressen auf Webseiten schützen”.

Schritt 4: Unerwünschte Mails an Spamgourmet verfüttern
Wenn Sie an Online-Gewinnspielen oder ähnlichem teilnehmen, erkundigen Sie sich, wie viele Emails Sie zur erfolgreichen Teilnahme erhalten müssen. Denn so können Sie mit Hilfe des kostenlosen Dienstes Spamgourmet eine Email-Adresse verwenden, die nur genau so viele Nachrichten an Ihre eigentliche Adresse weiterleitet, wie Sie möchten. Nach der einfachen Anmeldung und Bestätigung Ihres Accounts bei Spamgourmet erhalten Sie eine Email-Adresse wie “irgendwas.x.benutzername@spamgourmet.com”. Unter irgendwas geben Sie zum Beispiel “gewinnspiel” an, was jedoch nicht weiter von Bedeutung sein muss, und anstatt “x” die Anzahl der erwünschten Nachrichten, die Sie empfangen möchten. Anhand Ihres Benutzernamens kann Spamgourmet die erbetenen Mitteilungen an Ihre tatsächliche Adresse senden. Diesen Service können Sie auch nutzen, um die Spam-Sicherheit Ihrer Email-Adresse im Zusammenhang mit Ihren Internetseiten zu erhöhen. Mehr dazu lesen Sie im Artikel “Einweg-Email-Adressen für Ihre Website” in unserer Rubrik KnowHow.

Schritt 5: Spam-Filter verwenden
Zu guter letzt sollten Sie einen der zahlreich angebotenen kostenlosen Spam-Filter auf Ihrem PC verwenden. Diese überprüfen eingehende Nachrichten nach gewissen Kriterien und sortieren Spam automatisch aus. Sollte es also tatsächlich einem Spammer gelungen sein, an Ihre Email-Adresse heran gekommen zu sein, “frisst” der Filter auch noch diesen Spam.
Ein empfehlenswertes Tool aus dieser Reihe ist Spamihilator. Dieses filtert nach etwas Nachkonfiguration Email-Werbung recht zuverlässig. Eine ausfürhlichen Test finden Sie bei MeinWebworker un der Rubrik Resource im Artikel “Spamihilator: Hasta la vista, Spam?”.

Links zum Thema:
Spamgourmet – Verschlingt kostenlos unerwünschte Emails

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(CBS | 12.04.03)

Diskussion zum Thema:

11 Kommentare zu “So werden Sie Spam endlich los!”
  • lilo 28.04.03, 07:20

    Hi @all,

    > Verabschieden Sie sich von “webmaster@”, “postmaster@” oder “info@”.

    Hierüber hat sich jetzt in meiner Group eine kleine Diskussion ergeben. Ich wurde darauf hingewiesen, dass eine postmaster-Adresse erforderlich ist – und wurde dann auf folgenden Link verwiesen: http://www.rfc-ignorant.org/ .

    Nun bin ich ein wenig verwirrt :-| Weiss darüber jemand mehr?

    Der Link zu dem oben erwähnten Thread:
    http://groups.msn.com/LILOSHOME/onlinesicherheit.msnw?action=get_message&mview=1&ID_Message=3553

  • cbs 28.04.03, 15:20

    Alsi ich werde aus den Kommentaren nict wirklich schlau, einen Link zu meinem Artikel habe ich auch nicht gefunden. Ich weiß nur, dass diese Schritte ALLE sinnvoll und durchdacht sind. ;)

    Und: Nein, eine postmaster@ Ardesse wird von niemandem vorgeschrieben. Ja, der Mailserver gibt diese oft als Kontakt in Fehleremails an, aber das rechtfertigt für den Normaluser noch lange keine solche Adresse. ;D

  • cbs 28.04.03, 15:25

    Ach im Übrigen: Ich stehe der Unicode-Variante zum “Schutz” von Email-Adressen noch sehr skeptisch gegenüber, denn wenn ein Sipder nach ” suchen kann, schafft er es genauso nach der entsprechenden Codierung zu suchen! :-|

    PS: Siehe dazu auch folgende Diskussion:
    http://forum.meinwebworker.de/?rubrik=knowhow&kat=homepagetuning&thema=emailschutz

    Letzte Änderung von Christian Boris Schmidt am 28.04.03, 15:51.

  • bienenzaun 17.06.03, 09:55

    Hallo

    am einfachsten wird man die suchroboter los, wenn man mail und sonstige adressen als kleine grafik ablegt. da kann dann der roboter suchen, bis er schwarz wird ;D

    gruß
    Jörg

  • fred 01.07.03, 11:07

    Reicht es denn, wenn ich statt dem @-Zeichen den HTML-Code (@) verwende?
    JavaScript ist ja auch ganz ok, doch nicht alle haben dies aktiviert.
    Gibt es weitere einfache Varianten, denn ich hab eine Seite mit sehr vielen E-Mail-Adressen erstellt. Die Inhaber wollen keinen Spam bekommen.

  • cbs 01.07.03, 13:22

    Was meinst Du mit HTML-Code? Ich glaube es ist der Unicode gemeint? In diesem Fall ist es ebenfalls ein leichtes dies zu spidern, da man dann halt nur neben nach “@” auch dem entsprechedem Unicode suchen braucht. Mit Javascript wird dies wesentlich erschwert. ;-)

  • fred 01.07.03, 13:47

    Ja, da hast du recht. Danach kann genauso gesucht werden. Naja, ich werde die Adressen nicht anzeigen, einen Hinweis, dass man sie bei mir erfragen muss.

    Friedrich

  • semo 01.07.03, 14:26

    Für solche wichtigen Sachen, wie Email, würde ich nicht Javascript einsetzten. Auch wenn die Zahl recht klein ist, die Javascript deaktiviert haben, vielleicht ist gerade einer der wichtigsten Kunden dabei!

    EMail als Image halte ich für gut. Meistens sezte ich aber dann doch auf ganz gewöhnliche Weise meine Email auf den Webseiten ein, und hoffe das meine Spam-Filter das meiste herausfiltern.

    Wenn man andere Varianten einsetzt, sperrt man einfach Leute aus, und wenn da ein wichtiger dabei ist, ärgere ich mich nur. Da lösche ich lieber noch 100 Spam Mails per Hand. Mit genug Erfahrung, geht das auch recht flot.

  • cbs 01.07.03, 14:30

    Eine gute Alternative ist die im Artikel erwähnte: Emailadressen mit Javascript schützen und bei “noscript” einen Formmailer (z.B. werbefrei von MeinWebworker) einbinden. ;-)

  • semo 01.07.03, 14:45

    Formmailer schon klar. Formmailer sehe ich aber nicht nur als Alternative! Bei mir gibt es immer unter Kontakt ein Formular + Emailadresse. Schon desswege, da viele lieber den Weg per Email nutzen, als ein Formular auszufüllen.

    Ausserdem macht sich eine Emailadresse im Impressum auch ganz nützlich ;)

  • northlander 01.07.03, 14:54

    Gibt es Websurfer, die ohne Javascript-Aktivierung auskommen?
    Ich habe es letzte Woche versuchsweise ausprobiert und mit wundgeklickt.

    Auf meiner Motorradseite [Link entfernt] habe ich alle email-adressen durch ein Kombination aus Javascript und unicode dekodiert.

    Sollte ein Besucher ohne aktiviertes Javascript Kontakt aufnehmen wollen, so öffnet sich eine noscript-Seite, auf der er die Kontaktadresse ablesen kann. er muss sie halt abschreiben und in sein email-
    Programm übernehmen.

    An einen Formmailer hatte ich auch gedacht, aber ich benutze persönlich lieber email als Formmailer und habe meine Abneigung auf den Aufbau meiner Heimseite übertragen.

    mvh // bernd
    // bernd

    //Admin: Link entfernt, da unnütz, steht auch im Profil.

    Letzte Änderung von Christian Boris Schmidt am 01.07.03, 22:33.


 
 
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Geschichte
Launch 1998
Christian Boris Schmidt startet als damals 16-Jähriger eine Website bei Geocities mit 5 MB Webspace, um Andere bei der Gestaltung eigener Websites zu unterstützen. Mit Hilfe des Weiterleitungsdienst home.pages.de wird die Seite auch erreichbar unter all.4.home.pages.de.

Eigene Domain 2000
Die Website ist erstmals unter all4homepages.de beim Webhoster Puretec (heute 1&1) erreichbar. Zuvor war die Reservierung einer eigenen Domain für den Schüler kaum bezahlbar.

Relaunch 2001
all4homepages.de bekommt nach mehreren Relaunchs das heutige Gesicht als Magazin. Blau wird zur Hausfarbe. Es folgen regelmäßige Newsberichte.

Homepage-Tools 2002
Andreas Mauf unterstützt ab sofort den Technik-Bereich. Nach einem Hosterwechsel werden für Mitglieder die ersten Homepage-Tools angeboten. Diese sind besonders beliebt, weil sie kostenlos und werbefrei sind. Es folgen die wöchentliche Kolumne und Gewinnaktionen für Mitglieder in Kooperation u.a. mit Canon und diversen Webhostern. Ende 2002 wird der erste, eigene Webserver in Betrieb genommen.

Neuer Name 2003
Zum 5. Geburtstag wurde MeinWebworker als neuer Name bekannt gegeben. Zu diesem Zeitpunkt nutzen mehr als 4.000 Mitglieder aktiv unsere Dienste. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer IT-Ausbildung Mitte 2003 kann das Team die Arbeit am Projekt aus finanziellen Gründen nur noch teilweise fortgesetzen.

Übergangsphase 2004
Christian arbeitete seit dem Abschluss zunächst bei Zanox und Andreas machte sich mit der Idee zu Ecato als Einzelunternehmer selbstständig.

Ecato-Gründung 2005
Im Mai gründen Andreas und Christian mit Investoren Ecato, um Websitebetreiber beim Geld verdienen zu unterstützen. Kurz später müssen die Homepage-Tools von MeinWebworker leider aus organisatorischen Gründen eingestellt werden. Seit Ende 2005 können Websitebetreiber bei Ecato kostenlos in wenigen Schritten einen eigenen Marktplatz mit Preisvergleich einrichten und damit verdienen.

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