Als Websitebetreiber hat man es oft schon schwer genug seine Ausgaben zu refinanzieren. Viele Partnerprogramme tragen auch nicht dazu bei, es einem leichter zu machen.
Missbrauch erfolgsorientierter Vergütungsmodelle
Das Modell der erfolgsorientierten Vergütung ist alt bekannt und ebenso bewährt. Im Online-Geschäft erlangte es noch einmal neuen Aufwind und hilft den großen Marken ihre Bekanntheit beinahe kostenlos weiter auszudehnen. Da erhält man als “normaler” Websitebetreiber von einem bekannten Auktionshaus ein paar Euro für jedes neue Mitglied, dass man über die zahlreichen Werbemittel wirbt, die zur Förderung von Verkäufen beitragen sollen, an denen man nicht finanziell beteiligt wird. Dabei sollte es jedem klar sein, dass die Chance einen der Nutzer zu vermitteln, die noch nicht “dabei” sind, verschwindend gering ist. Wo Werbetreibende sonst sogar harte Währung auf Einblendungsbasis bezahlen müssen, erhalten nicht weniger wichtige Partner über Partnerprogramme mit Glück ein paar Cents pro Klick.
Beleidigend niedrige Klickvergütungen
Sie freuen sich, wenn Sie bei einem Partnerprgramm mal pro vermittelten Besucher, sprich je Klick, ganze fünf Cent bekommen? Dann setzen Sie sich hin und halten sich gut fest, wenn Sie gleich erfahren, was die selben Anbieter oft für jeden Klick über Suchmaschinen-Azeigen zu bezahlen bereit sind: Fünf Euro Maximalgebot ist da keine Seltenheit!
Aber offenbar trauen die Partnerprogrammbetreiber es uns nicht zu, dass wir unsere und ihre Zielgruppe passend ansprechen können, so dass ihnen das Risiko zu hoch ist, für Besucher, die wohl nicht ohne Grund auf ihre Werbemittel geklickt haben, entsprechend zu bezahlen. Dabei besteht sicher kein Unterschied zwischen einem Besucher, der über eine Suchmaschine zu meiner Seite gefunden hat und dann auf eine passende Anzeige klickt und einem, der auf einen der oft unzureichend als solchen gekennzeichneten Werbesuchtreffer geklickt hat. Bezahlt wird nur bei erfolgtem Klick, also mit geringem Risiko.
Banner für das Fussvolk
Ebenso lachhaft wie die meisten Vergütungen ist die Vertriebsunterstützung für die sogenannten Affiliates. Wenn man sich schon für die Werbewirtschaft prostituiert, muss man oft noch um anständige Unterstützung in Form von aktuellen Werbemitteln betteln. So müssen sich “echte” Vertriebspartner großer Internet-Provider immer noch mit überholten “Friedolin-Bannern” herumschlagen, während überall sonst über Online-Vermarkter längst neue Werbekampagnen für neue Produktgenerationen geschaltet werden.
Und auch sonst so kreative Kreditgeber, die im Fernsehen mit bunten, schrillen und interessanten Spots für Ihre Billigkredite werben, haben für das Internet gerade mal eine Hand voll langweilige, zweifarbige Banner mit ein paar Zeilen Text übrig. Aber das ist ja noch gar nichts gegen die Vielzahl der kleinen Partnerprogrammbetreiber, die über einen der “Werbediener” nicht selten mit einem einzigen Werbemittel Kunden beispielsweise für ihre Gewinnspiele werben wollen.
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(CBS | 21.06.03)



Hallo,
ich selbst partizipiere an Partnerprogrammen. Ich finde besonders affilinet und zanox hervorhebenswert, weil beide mit großen Firmen werben können und ich von beiden Netzwerken an sich nie enttäuscht wurde. Auch über die Sonderaktionen – besonders bei affilinet – habe ich schon einige Euros zusätzlich verdienen können. Ich hatte bisher nur eine einzige schlechte Erfahrung, womit ich auch gleich zu eurem ersten Absatz etwas sagen möchte: ich habe eine Leadvergütung von 0,50€ bekommen, bzw. bei affili.net heißt’s dann “in Aussicht gestellt” – jemand hatte sich über meine Website dort angemeldet. Wenn dieser die Registrierung bestätigt hätte, würde ich die 50 Ct. gutgeschrieben bekommen. Ich habe nach der Stornierung der 0,50€ diesen Menschen auffindig machen können und er hat mir bestätigt (auch mit eMail-Weiterleitungen etc.), dass er alles korrekt gemacht hat.
Das Ende vom Lead: solange der Erfolg laut Papier noch vom tatsächlichen Erfolg abweicht, können Webmaster oftmals dumm aus der Wäsche schauen. 0,00€ für Klicks im zweistelligen Bereich (in 24 Std.) und einen Lead. Nein, danke!
Evtl. werde ich später noch weitere Stellungnahmen verzapfen, hab aber im Moment nur dafür Zeit gehabt – Band 5 *gg*
Jonas
Ich habe in letzter Zeit sehr gute Erfahrungen mit Partnerprogrammen gemacht.
Wichtigster Punkt ist dabei je unaufdringlicher die Werbung, umso erfolgreicher ist sie. Die beste Akzeptanz haben Textlinks, z.B. Auktionen (Link zu eBay) od. Meinungen (Link zu Vocatus).
Als neuestes Projekt habe ich [Link entfernt] eine Seite erstellt, welche von einem Ladengeschäft (Arcor-Filiale) als zusätzliche Informations- und Einnahmequelle genutzt wird. Hier werden aus dem Verkaufsgespräch heraus, Begehrlichkeiten geweckt und der Kunde mit aktuellen Angeboten “gefüttert”.
Wer Interesse an einer Umsetzung dieser Idee hat oder Vorschläge machen möchte, kann sich mit mir in Verbindung setzen. info@strausbergnet.de
//Admin: Link entfernt, da er nicht zur inhaltlichen Diskussion beiträgt.
Letzte Änderung von Christian Boris Schmidt am 22.06.03, 12:16.
Ich persönlich finde Suchbegriffe-Klicks mit 5 WEuro überbezahlt, Die größenordnung kan ich aucn nur im Schmuddel-Milieu und zu Begriffen wie ‘SEX’ oder ‘kaufe Luxusgüter’.
Wieso in Affiliates weniger bezahlt wird, ist in der Tat verwunderlich. Insgesamt sind wohl Affiliates auf Klickbasis irgendwie veraltet…
Klickbasis nützt im Prinzip von vorne herein nur einem was, nämlich dem Bereitsteller der Werbefläche. Er verdient GARANTIERT an einem Klick. Deshalb ist es auch sicht der Anbieter auch Veraltet, viel besser sind da Leads und am allerbesten sogar Sales. Für mich ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis eBay z. B. von Leads auf Sales umsteigt, da eBay die Leads, die sie bezahlt, nicht von vorne herein gesichert zurückkriegt. Dabei geht’s ihr um Wahrscheinlichkeitsrechnung und “eventuell aktive Mitgliedschaft”.
Jonas
Ne, Jonas, ich glaube da bist Du auf dem Holzweg. Ebay bezahlt ja gerade nur für Leads, weil die Kosten so minimal sind. Wer meldet sich schon noch über Ebay-Werbung dort an? Aber kaufen tun Sie viel eher, dafür wirst du jedoch nicht bezahlt als (normaler) Partner.
Und auch die Vermittlung von Besuchern kann echtes Geld wert sein. Das Risiko trägt der Werbende nur bei Abrechnung nach TKP. ;-)
Nene, auf’m Holzweg bin ich da – generell – nicht. Generell gilt die Rechnung:
Kosten: 4,00€ / Lead
Genereller Nutzen: 0,00€ / Lead
Und dann kannst du eben noch Erfahrungwerte nehmen und DANN könnte es sich rechnen. DANN könnte ich auf dem Holzweg sein :-)
Gruß
Jonas
Wie gesagt, Du musst aus Sicht des jeweiligen Merchants rechnen. In diesem Fall haben die mehrere Millionen Mitglieder und verdienen anteilig durch die Verkäufe. Neue Mitglieder wird es wohl nur relativ wenige geben, Verkäufe aber durch die “kostenlose” Werbung eher. Ich kann mich zumindest an keinen Banner oder änliches erinnern, der direkt und primär zur Regisrierung auffordert, viel mehr sind es solche, die für die Auktionen selbst werben (vor allem die neuste Werbemittel-Generation). ;-)
Ich verstehe schon, in welche Richtung du zeigst, ausgehend davon, dass es aber trotzdem zu Neuregistrierungen kommt, stellen diese aber nach obiger Rechnung zunächst einmal ein Verlustgeschäft dar.
Jonas