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Warum für Online-Informationen zahlen?

Aktuelle Studien versprechen zwar eine steigende Zahlungsbereitschaft bei Online-Inhalten, doch schneiden die Informationsdienste immer noch recht mager ab. Für Online-Gedaddel will bald jeder Dritte kräftig in die Tasche greifen, bei redaktionellen Inhalten fallen gerade mal so ein paar Cent ab. Zeitungen sind auch nicht kostenlos!

Alles kostenlos? Sinnlos!
Die Zahlungsmoral im Internet ist entwicklungsbedingt schlecht – warum für etwas bezahlen, was man sonst “geschenkt” bekam!? Bei Internet-Auktionen kaufen die Leute zu oft überteuerten Preisen jeden Mist, der dann im Keller einstaubt. Warum kann man dann nicht auch verlangen, dass die Leser mal ein paar Cent für den einen oder anderen redaktionellen Fachartikel bezahlen? Zeitschriften sind immerhin auch nicht kostenlos, zudem bezahlt man da für jede Seite mit, die einen vielleicht gar nicht interessiert. Im Endeffekt hat man auch noch Scherereien damit, den Papiermüll ordnungsgemäß zu entsorgen, denn Druckerschwärze auf dem Butterbrot ist sicher auch nicht das Wahre.

Wenn man erstmal die Hand hinreicht…
Als die bunte Online-Werbewelt sich von ihren vernetzten Hochgefühlen erholt hatte, konnte man ein Online-Magazin nicht mehr mit stressenden Bannern finanzieren. Zudem laufen einem die Besucher weg, wenn man Sie zum Werbekonsum zwingen will. Also müssen neue Einnahmequellen her, um die radktionelle Arbeit zu finanzieren. Aber wenn man erstmal angefangen hat den Nutzern etwas zu schenken, wollen die gleich alles kostenlos. Jedoch bringt der ganze Protest gegen die Kommerzialisierung nichts, wenn man die liebgewonnenen Vorteile der Netzwelt irgendwann nicht mehr hat, weil man sich weigert zur Finanzierung beizutragen.

Wer nichts verkauft, den straft die Werbung!
Selbst wenn den meisten Nutzern eine Finanzierung ihrer Favoriten über Werbung lieber ist, als selbst etwas beizusteuern, lebt auch die Werbung nur von Verkäufen. Wer über seine Anzeigen keinen Umsatz mehr generiert, kann einpacken und seine Nutzer vor die Tür werfen. Auch “wir” Websitebetreiber sind letzlich Nutzer und verhalten uns nicht anders als die Allgemeinheit. Doch wer immer nur “abstauben” will, ohne in irgendeiner Form etwas zu leisten, steht bald vor verschlossenen Türen. Die Entscheidung liegt bei uns: Kaufen oder kaufen, das ist hier die Finanzierung!

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(CBS | 08.02.03)

Diskussion zum Thema:

Ein Kommentar zu “Warum für Online-Informationen zahlen?”
  • magistix 10.02.03, 08:25

    Eine sicherlich korrekt beobachtete aber leider sinnlose Entwicklung. Denn wenn man dies beispielsweise mit Radio oder Fenrsehen vergleicht, hieße dies ja auch, dass nur der wirbt, der nachweislich direkte Verkäufe durch die Werbung generiert hat.

    Und das ist ja absoluter Mist und keineswegs denkbar, wie jeder auf den ersten Blick bemerkt. Die Logik, die an das Internet angelegt wird, ist keine Logik und wird sich vielleicht bald auf gesunden Beinen umkehren (müssen).


 
 
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Geschichte
Launch 1998
Christian Boris Schmidt startet als damals 16-Jähriger eine Website bei Geocities mit 5 MB Webspace, um Andere bei der Gestaltung eigener Websites zu unterstützen. Mit Hilfe des Weiterleitungsdienst home.pages.de wird die Seite auch erreichbar unter all.4.home.pages.de.

Eigene Domain 2000
Die Website ist erstmals unter all4homepages.de beim Webhoster Puretec (heute 1&1) erreichbar. Zuvor war die Reservierung einer eigenen Domain für den Schüler kaum bezahlbar.

Relaunch 2001
all4homepages.de bekommt nach mehreren Relaunchs das heutige Gesicht als Magazin. Blau wird zur Hausfarbe. Es folgen regelmäßige Newsberichte.

Homepage-Tools 2002
Andreas Mauf unterstützt ab sofort den Technik-Bereich. Nach einem Hosterwechsel werden für Mitglieder die ersten Homepage-Tools angeboten. Diese sind besonders beliebt, weil sie kostenlos und werbefrei sind. Es folgen die wöchentliche Kolumne und Gewinnaktionen für Mitglieder in Kooperation u.a. mit Canon und diversen Webhostern. Ende 2002 wird der erste, eigene Webserver in Betrieb genommen.

Neuer Name 2003
Zum 5. Geburtstag wurde MeinWebworker als neuer Name bekannt gegeben. Zu diesem Zeitpunkt nutzen mehr als 4.000 Mitglieder aktiv unsere Dienste. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer IT-Ausbildung Mitte 2003 kann das Team die Arbeit am Projekt aus finanziellen Gründen nur noch teilweise fortgesetzen.

Übergangsphase 2004
Christian arbeitete seit dem Abschluss zunächst bei Zanox und Andreas machte sich mit der Idee zu Ecato als Einzelunternehmer selbstständig.

Ecato-Gründung 2005
Im Mai gründen Andreas und Christian mit Investoren Ecato, um Websitebetreiber beim Geld verdienen zu unterstützen. Kurz später müssen die Homepage-Tools von MeinWebworker leider aus organisatorischen Gründen eingestellt werden. Seit Ende 2005 können Websitebetreiber bei Ecato kostenlos in wenigen Schritten einen eigenen Marktplatz mit Preisvergleich einrichten und damit verdienen.

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