Als wäre die Spamflut nicht nervtötend genug, da wird man auch noch mit sinnlosem Geschwafel vollgemüllt. Schafft Autoresponder ab!
Danke für Ihre Nachricht
Mancher freut sich offenbar so sehr darüber, wenn ihn mal eine “Sau” anmailt, dass jede eintreffende Nachricht von einem Autoresponder “quittiert” wird. Als würde man es kaum erwarten können, wieder solch eine bekloppte Email zurückzubekommen. Richtig kriminell wird es jedoch erst, wenn man Newsletter versendet. Da bekommt man nicht nur zwei, drei solche sinnleeren Meldungen. Da ist die eigene Mailbox schnell mal voll. “Danke für Ihre Nachricht…”, “ich bin im Urlaub…”, “meine neue Emailadresse lautet…”. Als könnte man den drei Kontakten, die sich überhaupt für diesen Kram interessieren, nicht persönlich sagen, wenn man in den Urlaub geht oder eine neue Emailadresse hat.
Wenn der Spamschutz nach hinten los geht
Noch besser ist, wenn der Emailprovider im Namen seiner Kunden massenweise Kontaktdaten sammelt, Kontakte spielen heutzutage ja eine wichtige Rolle. Am Anfang füllt man das Adressbuchformular noch guten Willens aus. Beim zwanzigsten Mal macht es dann aber keinen Spaß mehr und ab der fünfzigsten Aufforderung artet das ganze in Belästigung aus. Das ganze wird dann im Rahmen eines “einzigartigen” Dreiwege-Spamschutz legalisiert, denn ohne Adressbucheintrag, kommen die Emails nicht mehr in den Posteingang. Welcher Unsinn mit den gesammelten Daten getrieben wird, möchte man lieber gar nicht wissen.
Datenstau durch Kettenreaktion
Noch “besser” wird es dann, wenn diese ach so wichtigen Autoresponder nicht als solche gekennzeichnet sind und somit vom Autoresponder am anderen Ende ebenfalls beantwortet wird. Dann bleibt nur eins: Einem von den beiden automatischen Schreiberlingen muss der Saft abgedreht werden. Anderenfalls müllen die beiden sich wohl bis zum nächsten Reboot gegenseitig voll. Der Schlauere gibt nach und der Spuk ist zuende, bis zum nächsten hirnlosen Ghostwriter.
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(CBS | 30.08.03)



Einen Kunden zu informieren, dass man nicht da ist – was spricht dagegen? Besonders, wenn man im Verkauf tätig ist. Aber innerhalb einer größeren Firma ist dieses Tool schon empfehlenswert. Man kann jan nicht über alles Bescheid wissen.
So gesehen: ich will auf den Responder nicht verzichten.
Schönen Abend, Iris
Autoresponder mögen in einzelnen Fällen durchaus ihren Sinn haben, aber in den allermeisten Fällen, in denen ich solche automatisierten Antworten erhalten habe, war dies nicht gegeben. Vollkommen sinnfrei werden Autoresponder dann, wenn Leute sie “just for fun” anwenden und dann die Nachricht “Vielen Dank für Ihre Nachricht” kommt. Dass ich gerade eine Mail abgeschickt habe, weiß ich ja schließlich selber.
Wer Autoresponder im Übermaß einsetzt, tut damit nicht zuletzt den Spammern einen Gefallen, weil der Autoresponder ja auch jedem Spammer antwortet und damit zugleich die Mailadresse verifiziert.
Wie mit allem, sollte man wohl auch mit diesem Feature möglichst sparsam umgehen und es nicht einfach einsetzen, weil es eben da ist. Und vor allem nicht vergessen, den Autoresponder nach dem Urlaub auch wieder auszuschalten. Als Verbesserungsvorschlag und Erinnerungsfunktion könnte ich mir vorstellen, dass der Autoresponder dem Autoresponder-Benutzer bei jeder Autoresponse ebenfalls eine Mail schickt, etwa mit dem Inhalt “Eine automatische Benachrichtigung wurde soeben gesendet an irgendwen@irgendwo”. — Ich glaube, das würde helfen, die übermäßige Benutzung dieser Funktion einzudämmen… ;D
>> Dass ich gerade eine Mail abgeschickt habe, weiß ich ja schließlich selber.
Lach, dass diese auch wirklich beim Empfänger angekommen ist, ist eine andere Sache. Mit dem Autoresponder wird sozusagen bestätigt, dass die E-Mail tatsächlich auf dem Mail-Server gelandet ist…
Das ganze ist nett, aber nicht wirklich vom Nutzen, besonders heutzutage: wo sowieso fast jede E-Mail als Spam bezeichnet wird.
Korrekt angewendet ist ein Autoresponder im Geschäftsleben (und nur da!) durchaus nützlich und sinnvoll, ob eine Urlaubsabmeldung ist m.E. blödsinn. Auf eine Geschäftsemailadresse hat persönlich-privates sowieso nicht zu suchen, also kann man im Urlaub das Email auf seine Urlaubsvertretung umleiten.
@ CBS: ja, nicht korrekt eingerichtete Autoresponder wenn sie auf einen Kollegen treffen, können nette Effekte haben. So ein paar hundert hin und her selbstantwortende Mails pro Tag machen das ganze doch erst lustig :-8
Besonders im Business-Bereich finde ich Autoresponder äußerst wichtig. Man wartet dort einfach ab und zu mal länger und da ist es schon beruhigend, wenigstens mal zu wissen, dass es überhaupt angekommen ist und die Thematik damit wohl als bekannt vorausgesetzt werden kann.
Aber diese Sache mit den “selbstantwortenden Autorespondern”, wie ihr sie bezeichnet, sollte wirklich mal verbessert werden. Habt ihr dazu auch einen Praxistest gemacht?
<zitat Jonas Hahn>
Aber diese Sache mit den “selbstantwortenden Autorespondern”, wie ihr sie bezeichnet, sollte wirklich mal verbessert werden. Habt ihr dazu auch einen Praxistest gemacht?</zitat>
Im Autoresponder muß IMHO einfach nur eine andere E-Mail-Adresse als Antwortadresse eingetragen werden.
ich gebe Chris Recht – eine andere E-Mail-Adresse reicht – nämlich die des Vertreters oder eine E-Mail-Adresse, die dem Empfänger vor Ort zugänglich ist.
Wenn ich unterwegs bin, leite ich auf eine Mail-Adresse um, die ich via Browser oder Web-Mail abfragen kann.
Ich kann mir also einen Autoresponder sparen.
mfg
Wilfried
> da ist es schon beruhigend, wenigstens mal zu wissen, dass es überhaupt angekommen ist
Dafür gibt es in jedem Mailprogramm eigentlich die Funktion “confirm delivery”. Die ist wesentlich sinnvoller, weil sie vom Absender initiiert wird, und er nur dann eine Eingangsbestätigung vom Server erhält, wenn dies auch gewünscht wird, während Autoresponder wahllos jedem antworten, der eine Mail schickt.
Also, ich muss dir ehrlich sagen, Alwin, damals, als ich noch T-Online-Abgezockter war, hat diese Funktion nicht funktioniert. Ich habe von info@irgendwas.de an meine@t-online.de geschrieben und eine “confirm delivery” angefordert – ich warte bis heute :-)
ohoh, Lesebestätigung ist eine (meist nicht funktionierende) Todsünde und ein nerviger Blödsinn. Leider meinen viele Emailschreiber alles was sie in die Welt ließen, sei wichtig und sie seien die einzigen . Und so haben viele es als Standard eingestellt eine Lesebestätigung für jedes Email einzufordern.
Würde man dies als Adressat automatisch(!) bestätigen lassen, hatte man die allerschönste Spy&Spam-Möglichkeit geschaffen!
Ein Absender würde nicht nur die Gültigkeit der Mailadresse bestätigt haben (ist auch schon gegeben durch das Fehlen eines Maildelivery-Errors), sondern er erfährt dass(!) die Emails geöffnet/gelesen werden (also keine toter Briefkasten), er erfährt wann sie gelesen wurden, mit welchem Programm (Sicherheitslücken!), und und und…
Also kein automatisches Bestätigen!
Macht man es manuell und erhält täglich dutzende bis hunderte Mails mit Lesebestätigung, weiß man es zu Schätzen ;D …das man dies in seinem Mailprogramm als Adressat meist ausschalten kann.
Abgesehen davon machen viele Mail-Clients diesen Unfug von vornherein zum Glück nicht mit.
War was wichtig, wird der Adressat schon drauf reagieren… ;)
Eine Lesebestätigung bedeutet ja auch in keinster Weise, dass der richtige Adressat dies geöffnet, geschweige denn gelesen hat.
Könnte ein anderer Computernutzer gewesen sein.
Die Entscheidung, ob ein Autoresponder für mich (dienstlich) wichtig ist, hat mir mein Arbeitgeber für mich und alle anderen 49999 Kollegen abgenommen: Autoresponder werden nur intern, nicht aber extern benutzt.
Lesebestätigungen benutze ich nicht mehr, nachdem eine wichtige Email in einem Projekt erst nach 8 Monaten, d.h. nach Abschluss des projektes geöffnet worden war.
Zu der Netzetikette gehört nach meinem Verständnis, das Netz von überflüssiger Post freizuhalten. Ich überlege mir sehr genau, was und an wen ich was schicke bzw. kopiere.
Hallo Chris!
> Lesebestätigung ist eine (meist nicht funktionierende) Todsünde und ein nerviger Blödsinn.
Da stimme ich Dir zu. Ich sprach allerdings auch nicht von Lesebestätigung (confirm reading), sondern von Lieferbestätigung (confirm delivery). — Lesebestätigung ist in meinem Mailclient auch abgeschaltet, aus den von Dir genannten Gründen.
Jonas mag Recht haben, dass evtl. auch “confirm delivery” bei manchen Providern nicht funktioniert. Aber bei den Geschäftskontakten, die ich habe, funktioniert’s erwiesenermaßen, und bei wichtigen Sachen benutze ich die Funktion schon mal (aber eher sparsam). Denn im Zweifelsfall ziehe ich es vor, einfach telefonisch nachzufragen.
Muss zugeben, ich habe mal wieder nicht deutlich gelesen :-|
Vermutlich auch weil es eh’ meistens nicht funktioniert.
Mir ist kein Webhoster bekannt dessen Mailserver dies unterstützen.
Was aber nicht viel bedeutet, außer dass Du im negativen Fall darauf nichts geben kannst.
Aber wozu dann?
Es ist wie mit allem, richtig angewendet macht ein Autoresponder durchaus Sinn. Im geschäftlichen Bereich ist es durchaus nützlich eine Info zu bekommen, falls der betreffende Mitarbeiter nicht da ist. Eilige Angelegenheiten landen so nicht für Tage oder Wochen in einem nicht beachteten Eingangsordner. Und schließlich sind ja heutzutage fast alle Angelegenheiten wichtig bzw. eilig.
Im privaten Bereich halte ich Infos wie “Vielen Dank für Ihre eMail.” o.ä. für unpassend.
Schlußendlich ist es aber wohl jedem selbst überlassen, wie er damit umgeht!
Einzig und allein Antworten auf meine Newsletter a la “Danke für deine Mail, ich werde sie demnächst bearbeiten” sind wirklich ein bisschen blöd. Sie kommen bei mir bzw. bei uns an, obwohl sie die form gibts@ja.gar.net.domain.de haben (wobei domain.de schon durch unsere projekte ersetzt werden).
Besonders nervig an Autorespondern ist, dass sie Spam anziehen, wie ein Magnet Eisenspäne. Deshalb musste ich das Ding auf der Homepage der FW Hallbergmoos abschalten – der Server ließ mich nach drei Wochen nicht mehr rein. Grund in zu installieren war die Umfrage einer Zeitung, die sämtliche Emailadressen der Parteien abgeklappert hatte. Leider war unser Vorsitzender zu der Zeit im Urlaub >>> negative Presse. Aber solange diese Funktion nicht “intelligent” geschaltet werden kann (z.B. Bouncer verhindern, oder Koppelung an einen Terminkalender mit wechselnden Texten, automatischer Spamfilter, etc.) lasse ich in Zukunft die Finger davon weg.:-8
Peter Dachgruber
Eigentlich sind “echte” Autoresponder *immer* intelligent geschaltet, d.h. im Header ist vermerkt dass die Mail eine Autoresponder-Mail ist, dies gibt es schon seit Jahren.
Es sind aber tatsächlich Mailserver vorhanden (welche weiß ich nicht) die dies NICHT kapieren. Definitiv kann ich nur sagen, dass u.a. einige Sparkassen solch ‘falsche’ (oder uralt?) Mailserver haben.
Ein korrekter Autoresponder wird von einem korrektem Mailserver niemals per Autoresponder beantwortet, für die schlechten Mailserver müsste man eine andere Antwortadresse eintragen können.
Den Zusammenhang mit Spam habe ich nicht verstanden.
Ein Autoresponder bestätigt natürlich einem Spammer die Echtheit der Adresse und legt dies sehr Nahe, dass die Adresse auch genutzt wird, sonstig wie gesagt verstehe ich keinen Zusammenhang mit Spam.
Genau darin liegt das Problem. Ein Autoresponder bestätigt dem Spamer, dass die Adresse aktiv ist. Dadurch landet sie in auf den vielen, vielen, Adress-CDs dieser Herrschaften und wird in Folge regelrecht zugemüllt. Bei einem manuell geführten Postfach passiert das nicht, da ja wohl kaum jemand auf Spams antworten wird.
@Peter Dachgruber:
Wer als Privatmann einen Autoresponder einrichtet ist selber schuld…
Bei einem “lebenden” Unternehmen kann man i.Allg. sowieso davon ausgehen dass eine E-Mail-Adresse lebt.
Wer sich mit einer Unternehmens-E-Mail-Adresse in “Gegenden” rumtreibt wo Spammer Adressen jagen handelt sowieso grob fahrlässig (wozu gibt es GMX & Co.?)
Normalerweise gilt eine E-Mail-Adresse die nicht gebounced wird als korrekt, IMHO ist dies ausreichend für Spammer.
Ein Unternehmen welches eine Autoresponder meint zu brauchen, muß halt auch in einen Spamfilter investieren und vorallem in dessen Pflege.
Die von mir betreuten Unternehmen mit Autoresponder haben auf diesen teilweise seit circa 8 Jahren existenten Mailadressen kein großes Spam-Problem, im Gegensatz zu den nicht benutzten T-Online-Adressen, auf denen täglich – garantiert niemals beantwortet – dutzende von Spam-Mails eingehen.