Endlich kommt wieder ein bisschen Bewegung in den Hosting-Markt. Nachdem sich die beiden Großen zu letzt um ein Karlsruher Rechenzentrum “gestritten” hatten, bricht jetzt der “große” Preiskampf aus. Ich hab mir das mal genauer angeschaut…
Einfache Homepage für 2,99?
Die neue Generation des Webhosting hat 1&1 auf der diesjährigen CeBIT angekündigt. Also schauen wir uns doch mal dieses revolutionäre Hosting-Spektakel an. Das kleinste Paket, abgesehen von der einfachen Domainregistrierung, ist das Basis-Paket 4.0. Das von einer hübschen jungen Dame auf der 1&1 Website beworbene Paket soll es ohne Vorkenntnisse schnell und einfach ermöglichen eine eigene Internetseite selbst zu erstellen und schon nach kurzer Zeit im weltweiten Internet zu präsentieren. Im Leistungsumfang enthalten sind eine Domain (unter “.de”, “.com”, “.net” oder “.org”), bis zu 500 @-Domains, die man im übrigen ohne jede Einschränkung auch selbst “bauen” kann, 10 Email-Postfächer, 25 MB Webspace, einen FTP-Zugang und 4 GB Trafficvolumen. Dazu bekommt man noch Features wie einen neuen 1&1 WebChat, die Möglichkeit zwei Websites mit dem hauseigenen Websitecreator zu bauen und PopUp-Werbebanner – ohne müsste man nochmal 1 Euro jeden Monat draufpacken. Das Ganze kostet dann 2,99 Euro monatlich, 6 Monate im Vorraus zu zahlen, zzgl. 9,60 Euro einmalige Einrichtung. Macht 27,54 Euro auf der ersten Rechnung, also für das erste halbe Jahr, bzw. insgesamt 45,48 Euro im ersten Jahr. Die Folgejahre kosten dann “nur” noch je 35,88 Euro, weiterhin mit Werbung versteht sich.
Die bessere Wahl?
Mit einer Preisoffensive will Strato Kunden werben und vor allem “besser” als 1&1 da stehen. Also habe ich mir mal ein vergleichbares Paket von Strato angesehen. Da wäre die von einer mindestens ebenso hübschen Frau beworbene Webvisitenkarte M für monatlich 2,49 Euro. Bei Strato bekommt man für 50 Cent weniger pro Monat, drei Domains (lediglich unter “.de”), unlimitiert viele @-Domains, dafür nur 10 MB Webspace, jedoch ganze 50 Email-Postfächer, einen FTP-Zugang und ebenfalls 4 GB Trafficvolumen. Auch bei Strato kann man mit Hilfe des Homepage-Baukasten ohne Vorkenntnisse Internetseiten erstellen, jedoch nur für eine Website. Der Realtime-Chat fehlt, den bekommt man jedoch auch mit ein wenig “mehr Aufwand” kostenlos im Internet gestellt, falls man ihn denn überhaupt braucht. Bei Strato bezahlt man für dieses Hosting-Paket im Gegensatz zu 1&1 ohne zusätzliche Werbeeinblendungen monatlich 2,49 Euro, ein Jahr im Vorraus zu zahlen, zzgl. einmaliger Einrichtung von stolzen 19,90 Euro. Das macht im ersten Jahr ebenso beträchtliche 49,78 Euro. Ab dem zweiten Jahr kostet “der Spaß” dann nur noch 29,88 Euro.
Wo ist also der Unterschied?
Von einem echten Preisvorteil für den Kunden kann man hier also nicht sprechen, wenn man heute Einsteiger-Pakete bei einem der beiden Marktführer mieten will. Der Eine kostet im ersten Jahr ein paar Euro mehr, der Andere in den Folgejahren, falls man dann überhaupt noch mit dem Leistungsumfang auskommt, der bei beiden in etwa gleich ist.
Der Erfolg beruht bei Strato als auch bei 1&1 Webhosting auf dem Massenmarkt. Durch geschickte Promotion und auf den ersten Blick kleine Preise konnten sich die beiden Hoster mit Abstand am Markt behaupten.
Das große Neukundengeschäft in Deutschland ist sicherlich vorbei. Das bekommen auch die beiden Großen der Branche zu spüren. Nun geht es darum Kunden abzuwerben. Mit immer “neuen” Angeboten, wie den Live-Chat oder den Website-Baukästen kommen nun auch die “einfachen” Kunden in den Genuss längst bekannter Webservices. Bei der Webhosting-Suche lohnt der Vergleich alle mal. Jedoch sollte man sich dabei nicht nur auf den Vergleich zwischen den beiden bekannten Hostern, sondern mehr auf die kleineren Anbieter konzentrieren. Diese bieten oftmals mehr, für weniger Geld.
Links zum Thema:
Strato – Der Berliner Webhoster mit Rechenzentrum in Karlsruhe
1&1 Webhosting – Die 4. Generation im neuen Karlsruher Rechenzentrum
Hosting Preis-Vergleich.de – Vergleichen lohnt sich alle mal
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Alles zu Webhosting
(CBS | 29.03.03)



Tja… mittlerweile kann halt jeder, der nur einen PC sowie einen Internetanschluss hat eine eigene Homepage haben :-8
Ich finde, das Vorgefertigte Designs, welche in Webvisitenkarten o.ä. angeboten werden überhaupt nicht eindrucksvoll wirken, da man die besten Designs eh schon zig mal gesehen hat. (Daher sind bei meiner Award-Verleiung auch keine Seiten die von Beepworld oder so stammen zu gelassen…)
Auch werden diese meist für “Familien-Pages” genutzt, aber wen interessiert das denn eigentlich? -> niemanden!
Denn Bekannte / Verwandte kennen die Person schon, und Außenstehende werden sich bestimmt nicht dafür interessieren ob der neue Goldfisch im Aquarium Fritz oder Hugo heißt ;-)
Für was soll man diese “Visitenkarten” also nun nutzen?
Was mir noch auffällt, wozu zahle ich für eine Domain + Webspace wenn ich auch noch Werbung dafür hinnehmen muss?
Da bei MASSENhostern der Support eben auch nur MASSENabfertigung ist, und sowieso nur MASSENhoster solche Visitenkarten anbieten, würde ich sowieso keinem empfehlen, eine solche anzulegen. :-D
Da macht es doch auch viel mehr Spaß sich selber im HP-Bau zu versuchen, am Design zu basteln etc.
Zu der Frage “Wer gewinnt den Preiskampf der großen Webhoster?” reicht es sicher nicht, nur zwei Hoster zu vergleichen ;), denn auch andere bieten gute Tarife zu günstigen Konditionen…
MfG,
Max
Letzte Änderung von Christian Boris Schmidt am 23.10.04, 15:11.
Keiner wird “diesen Preiskampf” gewinnen oder verlieren.
Sollte 1&1 etwas an Strato liegen, hätte man die Chance der Übernahme bereits nutzen können, siehe Beispiel “Rechenzentrum Karlsruhe”…!
1&1 war natürlich überaus interessiert am Rechenzentrum in Karlsruhe, es war aber halt so, dass der Strato-Freund und KPNQwest-Chef doch lieber seinem Geschäftspartner verkauft, als einem Konkurrenten. Von daher ist deine Aussage “Sollte 1&1 etwas an Strato liegen …” nicht ganz richtig.
Jonas
Ja kann man nichts machen, was soll man dazu sagen! Das sehe ich genau so wie Maik Erdmann, denn wenn dann hätten sie schon übernommen!:-|
Zum Thema kleine Webhoster, die zu besseren Preisen mehr bieten: Da kann man auch gehörig “auf die Schnauze fallen”. Ich für meinen Teil z.B. war bis vor kurzem bei dem meiner Ansicht nach wohl günstigsten Anbieter, XT Server inc., der allerdings dann auch san- und klanglos Pleite gegangen ist. Da war dann halt von einem Tag auf den anderen alles weg, und ich musste für meine Domain kämpfen…
Aber mal abgesehen von solcherlei Überraschungen sind die Kleinen meist schon eine bessere Wahl, insbesondere, wenn man kein absoluter Neuling auf dem Gebiet ist.
@Thomas Stach:
Ob das Rechenzentrum an 1&1 oder an Strato ging, lag aber nicht im Ermessen von 1&1 … denn der Besitzer war – wie ich oben schon gesagt habt – eher zu Strato geneigt – und DA kann man dann nix machen :-)
@Rapahel Speck:
Sicherlich sollte man auch auf den finanziellen sowie technischen Background einer Firma achten, so wie es die Denic auch macht. Von daher informiere ich mich immer bei der Denic-Mitgliederliste, ob mein gewünschter Hoster überhaupt kompetent genug für mein Geld ist ;D
Jonas
@Max: Richtig, man sollte nicht nur die beiden Großen vergleichen, darauf habe ich auch am Ende der Kolumne hingewiesen. Jedoch sollte die Kolumne lediglich zeigen, dass man von einem signifikaten Unterschied bei den beiden Großen nicht sprechen kann, was diese jedoch gern versuchen hervorzuheben. ;D
@Maik Erdmann: Der Kauf des Strato Rechenzentrum lief etwas anders ab. Meiner Meinung nach hat 1&1 so nur versucht den Preis, den Strato im Endeffekt zahlen musste, hochzutreiben. 1&1 hat bereits ein eigenes neues Rechenzentrum und sicher kein Interesse daran, noch eines für viel Geld dazuzukaufen. Auch halte ich es für unwahrscheinlich, dass 1&1 die Konkurrenz (oder umgekehrt) aufkaufen wollte geschweige denn könnte! ;-)
@Jonas: In wie fern da private Belange hineispielten kann ich nicht nachvollziehen, jedoch stand auf jeden Fall das Kartellamt noch im Wege, wodurch die Übernahme nicht möglich war (falls überhaupt angestrebt, siehe oben). :-)
@Raphael Speck: Ich denke nicht, dass Größe nun eine bessere Garantie gegen Insolvenz bietet, eher umgekehrt. Wer weiß, ob nicht Strato oder 1&1 durch Ihre Investitionen in den letzten Monaten tief in der Kreide stehen. Wenn das Geschäft dann nicht so läuft, wie geplant, kann auch/oder gerade ein großer Hoster auch schnell dicht machen. :-|
“@Jonas: In wie fern da private Belange hineispielten kann ich nicht nachvollziehen, jedoch stand auf jeden Fall das Kartellamt noch im Wege, wodurch die Übernahme nicht möglich war (falls überhaupt angestrebt, siehe oben).”
Persönliche Belange sind zwar nicht offiziell nachgewiesen, aber da Strato einer der größten Kunden von KPNQwest und dessen Rechenzentrum war, war es ja klar, wer zwischen den beiden Massenhostern das Rennen machen würde, wenn es darauf ankäme.
Jonas
@Jonas: Ich glaube in diesem Fall spielte nur das höhste Gebot eine Rolle, da der Insolvenzverwalter auf die Rettung von möglichst viel Kapital aus ist. ;-)
PS: Da du unmittelbar geantwortet hast, hätte ein “@Christian” gereicht…;D
Na, da ich so ziemlich bei beiden von Anfang an dabei bin, kann ich nur sagen das die Leistung im ganzen nicht nach gelassen hat. Nur die Peerformens von Strato ist etwas schlechter geworden (na ja, die hat halt etwas nach gelassen).:-(
Man muss auch dazu sagen das sie auch zum Web-Paket Software an bieten, was andere nicht machen, die billiger sind. Den wenn man vergleiche zieht sollte das auch dabei sein, den die kosten ja auch Geld, das man unter umstände ja noch extra bezahlen muss.
Natürlich für einen der schon soweit alles an Software hat ist das dann kein Aspekt mehr und kann dann sich auf andere Sachen konzentrieren.
gruss, :-|
mike
Software zum Paket ist nur ein Kundenfänger, sonst nichts. Ich finde es ehrlich gesagt ein bisschen sehr schlecht, wenn man sich eine Domain kauft nur um an die – speziell für den Hoster angefertigte / bzw. umgefertigte – Software zu kommen.
Sicherlich ist es eine günstigere Möglichkeit, daran zu kommen, aber man sollte sich doch überlegen, was man dann mit der Domain anfängt, wenn man sie schon mal hat …
Jonas
Wie ich schon sagte, wenn man schon Domains und Software hat ist es ein anderer Aspekt ;-)
Die andere Möglichkeit ist das man mehrere Domains dazu bekommt, man hat eine und bekommt noch welche dazu. Was auch billiger ist als bei Denic (DE) zu bezahlen.
@Jonas;
Was heißt eigentlich “angefertigte / bzw. umgefertigte – Software” ??
Es ist das Original denn das kann ich nur so bestätigen, denn ich habe die Software von beiden (vom Hersteller und vom Hoster).
gruss, :-|
mike
Sicherlich sind es Vollversionen oder zumindest (auch zeitlich) uneingeschränkte Versionen, die du bekommst, aber viele Hoster kaufen sich immer spezielle Lizenzen (z. B. Strato kauft sich einige SonderEditionen von Programmen), um diese dann an die Kunden weiterzugeben.
Jonas
@Jonas;
Na dann sagen wir es mal so um alles auf einen Nenner zu bringen, bei den Hostern ist es nicht anders wie, als wen man einen neuen PC kauft wie bei Aldi, Saturn, Promarkt, …;-)
gruss, :-|
mike
Ja, in gewisser Weise eine interessante und richtige Abstraktion :-)
Den Vergleich muss ich mir unbedingt merken.
Jonas