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Zu dumm zum Spammen?

Wenn man täglich unzählige unerwünschte Werbebotschaften per Email erhält, will man dem “bunten” Treiben auch mal auf den Grund gehen. Also habe ich mich auf die Suche nach einem der Übeltäter gemacht und war erfolgreicher, als ich das erwartet hatte. Nicht jeder Spammer verwischt seine Spuren gründlich, um nicht erkannt zu werden.

Der schnelle Erfolg?
Spam ist man nun schon gewöhnt, doch manchmal sind die Versender offenbar “dümmer”, als man denkt. Es gibt auch noch Spammer, die “.de”-Domains für ihr “Mediendesign- und Vertriebsunternehmen” über Strato registriert haben und mit ihrem Newsletter “reich” werden wollen.
So wie der Herr S. mit Anschrift in G. und K. sowie einem Postfach in M., der in der verganenen Woche offenbar tausenden Empfängern eine einmalige Chance angeboten hat.
So hieß es im Newsletter: “Diese Chance bekommen Sie nur einmal von mir.” Schön wär’s gewesen, aber es sollte anders kommen. Allein ich habe diese Nachricht mit PDF-Anhang neun mal erhalten. Und auch Andreas, dessen Adressen selbstverständlich ebenfalls auf unserer Website stehen, bekam diese Mail mehrfach.

Kein Märchen!
Dass wir die Email des Herrn S. an all unsere bei MeinWebworker veröffentlichten Email-Adressen erhalten haben, hat wenig mit Magie zu tun. Da steckt eine einfache, wohl bekannte Methode hinter. Mit den hier schon oft angesprochenen Email-Robots – auch Spider genannt – kann man ohne großen Aufwand tausende Adressen anhand des typischen HTML-Codes von etlichen Websites einsammeln lassen.
So war es wohl auch hier der Fall. Mit dem Haken, dass der Versender ebenso kinderleicht ausfindig gemacht werden konnte. Die Email-Adresse war bei einer “.de”-Domain eingerichtet, was die Recherche erheblich erleichterte. Mit Hilfe unseres kostenlosen Tools MeinWhois, habe ich also den Namen und eine Adresse des Domaininhabers mit wenigen Klicks herausgefunden. Noch einfacher machte es einem Herr S. bei der Suche nach der Telefonummer, die veröffentlichte er nämlich stolz auf der zur Domain gehörenden Internetpräsenz.

Das “aufklärende” Gespräch
Also habe ich da mal angerufen. Zunächst bekam ich komischerweise den Falschen ans Rohr, jedoch kannte der Herrn S. offenbar gut und notierte meinen Namen und meine Nummer. Kurz danach rief Herr S. voller Sorge bei mir an. Er habe von meinem Anliegen gehört und wolle sich für die Unannehmlichkeiten entschuldigen. Es folgte ein “interessantes” Gespräch, in dem Herr S. seine Unwissenheit deutlich zu machen versuchte.
Danach hatte er sogar noch eine, für einen Anfänger einleuchtende Erklärung parat. So versuchte er mir per Email klarzumachen, dass ein Virus über 18.000 Email-Adressen in das Outlook-Adressbuch seines Windows-Servers kopiert und dann an diese automatisch den (eigentlich für nur etwa 50 Empfänger) vorbereiteten Newsletter verschickt habe. Das alles natürlich ohne das Wissen von Herrn S. Um seine Glaubwürdigkeit zu untermauern, gab er noch an, diese Information von einem Informatiker bestätigt bekommen zu haben. Die einzige Möglichkeit diesem Virus zu entkommen sei eine Neuinstallation des Systems. Hoffen wir nun auf die Versprechung in den unerwünschten Werbemails des Herrn S.: “Danach gibt es keine Erinnerungsmail mehr.”

Links zum Thema:
MeinWhois – Alle Domain-Daten auf einen Klick!

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Alles zu Spam
Weitere Kolumnen

(CBS | 26.04.03)

Diskussion zum Thema:

19 Kommentare zu “Zu dumm zum Spammen?”
  • hpfans 26.04.03, 16:01

    Ist ja absolut klasse … komisch, dass sogar der Titel des Informatikers für solche Aktionen vergewaltigt werden. Ich hoffe, wir finden noch mehr solche lustigen beispiele

    jonas

    ps: hast du etwa eine 0190er wählen müssen, um ihn zu erreichen? Ich hoffe doch nicht, auch wenn es mich nicht gewundert hätte :-)

  • cbs 26.04.03, 16:23

    Nein, ich kann Dich beruhigen! Es war eine “stink” normale Telefonnummer. Und dadurch, dass ich ja auch noch zurückgerufen wurde, bin ich eh kostengünstig weg gekommen. ;)

  • xschmitz 26.04.03, 18:45

    na jetzt bin ich aber mal gespannt, ob da nicht wieder Mails kommen??

    Und dass ein Virus über 18.000 Email-Adressen verschickt hat, frage ich mich, wo her es das so genau weiß wobei es doch ein Virus war, sowie in den Email-Adressen eure Mailadresse drin sind, wobei ihr euch doch bei dieser Firma gar nicht angemeldet habt. Komisch!! :-(

    gruss, :-|
    mike

  • olli_d 26.04.03, 18:45

    hier auch meine Meinung zum Thema Spam:

    Leider nimmt diese Flut nie ab, sodaß selbst die Regelerstellung in OE nur einen kleinen Teil der Arbeit abnimmt. Ein Löschen von Hand bleibt immer als trauriger Rest übrig.

    Ich frage mich nur: Laut Gesetz ist die Erstkontaktaufnahme per Fax und eMail verboten. Es muß immer eine Einverständniserklärung des Empfängers vorliegen.

    Warum lassen sich dann solche Sendungen nicht so einfach verhindern?

    Und wenn man dann doch mal den Absender erwischt – wie im vorliegenden Fall – dann erlebt man immer die gleichen dummen Ausreden.

    Schade daß man die unerwünschten Mails nicht automatisch zum Absender zurücksenden kann ;-)

    Grüße und ein schönes Wochenende

    Oliver

    Letzte Änderung von Oliver Decker am 26.04.03, 18:50.

  • maxv 26.04.03, 18:56

    “Ich frage mich nur: Laut Gesetz ist die Erstkontaktaufnahme per Fax und eMail verboten.”

    Spammer verhindern ja meistens ;-) das man deren wahre Identität herausfinden kann, zudem kann das Klagen bei 15 Spam-Mails pro Tag schon länger dauern ;D

    “Schade daß man die unerwünschten Mails nicht automatisch zum Absender zurücksenden kann”

    Du kannst ja einen Autoresponder einrichten, aber wenn’s dem Spammer dann reicht schickt er dir eine Mailbombe an die Adresse, und du hast dann doppelt soviele Mails :-|

  • xschmitz 26.04.03, 19:09

    @Max; hast du das schon mal mit dem Autoresponder ausprobiert??

    Weil es hört sich so an, als wenn du aus Erfahrung sprichst. ;-)

    gruss, :-|
    mike

  • maxv 26.04.03, 19:25

    Nein, zum Glück nicht :-)

    Aber das ist mir jetzt so eingefallen, und stimmen tut’s ja ;D

  • xschmitz 26.04.03, 19:33

    @Max; das mit dem Autoresponder ja, aber mit der Mailbombe das weißt du nicht !!

    gruss, :-|
    mike

  • maxv 26.04.03, 19:38

    Ich kenn’ mich da zwar nicht sonderlich aus, aber meines Wissens kann man ja auch einen Absender angeben, und wenn Absender = Empfänger, würde ich bei einem Autoresponder doppelt so viele Mails bekommen ;-)

  • xschmitz 26.04.03, 19:59

    Also ein Autoresponder ist:
    Ein Autoresponder ist eine automatische Abwesenheitsschaltung, eine Art Auftragsdienst für die eigne E-Mail Adresse. Das man nur soweit ich dass weiß, bei Hoster machen kann. Wenn man sein Konto mal nicht abfragen kann, z.B. weil man in Urlaub ist, versendet der Autoresponder eine automatische Antwort an den Absender einer eingehenden E-Mails. So weiß derjenige, aha, meine E-Mail ist angekommen, wird aber erst in einigen Tagen beantwortet. Oder man teilt dem Autoresponder mit, wie man zu erreichen ist.

    Das Problem dabei ist, dass jedes E-Mail was an die Adresse gerichtet ist so ein Mail bekommt. So kenne ich das, ich dachte du kennst da ein Trick wie man es anders machen könnte. Was dann hier auch für alle sehr Interessant wäre. ;-) ;D

    gruss, :-|
    mike

  • cbs 26.04.03, 20:21

    Also ich hab jetzt nur quer gelesen, aber ich rate euch mal etwas mehr bei uns über Spam zu lesen! In einer News habe ich schon einmal darüber berichtet, wie schwierig es derzeit ist, gegen Spammer – falls Identität bekannt – schnell gerichtlich vorzugehen:
    http://meinwebworker.de/?rubrik=magazin&thema=1004031703

    Und wie man Spam effektiv bekämpft, mit Autoresponder usw. gab es in einer der letzten Kolumnen zu lesen:
    http://meinwebworker.de/?rubrik=magazin&thema=spamblocker

    Zu zu guter letzt noch mal der Link zu allen Spam-Artikeln: ;-)
    http://meinwebworker.de/?action=suchen&begriff=Spam&in=alle

  • noelle 26.04.03, 21:03

    Hallo Leute;-)
    Wenn ich am Tag etwa 30 E-Mail bekomme und davon 10 in die Rubrik Spam einzuordnen sind frage ich mich, weil ich von mir ausgehe, ob das so schlimm ist.Sicher wird zum Beispiel bei Webworker mit 30 Mails noch nicht Schluß sein. Jedenfalls stören mich diese bei mir wenigen unerwünschten Mail´s nur selten.Ich lösche diese einfach.;-)

  • lwd_rdl 27.04.03, 00:40

    Hallo,
    eine gute Seite zu diesem Thema ist http://robinsonlist.de/
    Die Robinson-Liste schützt vor unerwünschten Mails (aber nur innerhalb Deutschlands). Ich bekomme im Durchschnitt nur 2-3 Spams pro Monat, weiß aber nicht ob das nur dem Eintrag in der Liste zu verdanken ist. Eine Anmeldung wird sicherlich nicht schaden… ;-)
    Gruß,
    Thomas

  • maer 27.04.03, 01:20

    Im Magazin “tomorrow” gibt es einen Bericht namens “Spamjäger”, dieser greift das Thema gut auf.

  • cbs 27.04.03, 10:58

    Ja, muss ich mir die Zeitschrift jetzt kaufen? Vielleicht kannst Du ja mal wie Highlights (in eigenen Worten) wiedergeben…;D

  • tcmengen 27.04.03, 11:06

    Wenn wir schon dabei sind: Ich habe die Thematik (Spam) auf meiner Homepage auch mal zusammengefasst, inkl. Maßnahmen dagegen.

    Wer interessiert ist: http://www.az-real.net/interessen/edv/spam.shtml

    @CBS: Ich habe es mir erlaubt, einen Link auf die Spam-betreffenden Artikel von meinwebworker.de zu setzen…

  • hpfans 27.04.03, 12:44

    Die Inhalte von Spammails stört mich auch am wenigsten, mehr die verwendete Technik in den Mails, die sehr lange Ladezeiten in meinem OE hervorruft oder einfach die obszönen Betreffs, was ich selbst nicht als Inhalt zähle.

    Summa summarum: Spam ist für persönlich mehr an der Technik festzusetzen und dadurch von anderen Mails zu unterscheiden, was aber nicht heißt, dass der Inhalt ganz unwichtig ist!

    Jonas

  • maer 27.04.03, 13:50

    Thema Robinsonliste: ihr glaubt doch wohl nicht im ernst, dass sich ein Spammer die Mühe macht, sich diese Liste durchzusehen. Im Gegenteil: auch über diese Liste kommt man an funktionierende eMail – Adressen.

  • hpfans 27.04.03, 14:22

    Genauso habe ich auch über die Robinsonliste gedacht und mich deshalb auch nicht eingetragen. Das Motto “Wenn du keine Mails mehr haben willst, veröffentliche deine Adresse hier” kam mir ein wenig komisch vor …

    Jonas


 
 
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Geschichte
Launch 1998
Christian Boris Schmidt startet als damals 16-Jähriger eine Website bei Geocities mit 5 MB Webspace, um Andere bei der Gestaltung eigener Websites zu unterstützen. Mit Hilfe des Weiterleitungsdienst home.pages.de wird die Seite auch erreichbar unter all.4.home.pages.de.

Eigene Domain 2000
Die Website ist erstmals unter all4homepages.de beim Webhoster Puretec (heute 1&1) erreichbar. Zuvor war die Reservierung einer eigenen Domain für den Schüler kaum bezahlbar.

Relaunch 2001
all4homepages.de bekommt nach mehreren Relaunchs das heutige Gesicht als Magazin. Blau wird zur Hausfarbe. Es folgen regelmäßige Newsberichte.

Homepage-Tools 2002
Andreas Mauf unterstützt ab sofort den Technik-Bereich. Nach einem Hosterwechsel werden für Mitglieder die ersten Homepage-Tools angeboten. Diese sind besonders beliebt, weil sie kostenlos und werbefrei sind. Es folgen die wöchentliche Kolumne und Gewinnaktionen für Mitglieder in Kooperation u.a. mit Canon und diversen Webhostern. Ende 2002 wird der erste, eigene Webserver in Betrieb genommen.

Neuer Name 2003
Zum 5. Geburtstag wurde MeinWebworker als neuer Name bekannt gegeben. Zu diesem Zeitpunkt nutzen mehr als 4.000 Mitglieder aktiv unsere Dienste. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer IT-Ausbildung Mitte 2003 kann das Team die Arbeit am Projekt aus finanziellen Gründen nur noch teilweise fortgesetzen.

Übergangsphase 2004
Christian arbeitete seit dem Abschluss zunächst bei Zanox und Andreas machte sich mit der Idee zu Ecato als Einzelunternehmer selbstständig.

Ecato-Gründung 2005
Im Mai gründen Andreas und Christian mit Investoren Ecato, um Websitebetreiber beim Geld verdienen zu unterstützen. Kurz später müssen die Homepage-Tools von MeinWebworker leider aus organisatorischen Gründen eingestellt werden. Seit Ende 2005 können Websitebetreiber bei Ecato kostenlos in wenigen Schritten einen eigenen Marktplatz mit Preisvergleich einrichten und damit verdienen.

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