Ab 1. Juli wird die Zahl der Whois-Abfragen, mit der beispielsweise der Domaininhaber ermittelt werden kann, in einem bestimmten Zeitintervall begrenzt. Mit dieser Maßnahme will man es Domainjägern schwerer machen, die systematisch auf Kosten aller nach freien Domainnamen suchen.
Derzeit beantworten die Server der Domainregistrierungsstelle nach eigenen Angaben minütlich bis zu 7.000 Anfragen. Allerdings diene nicht einmal jede zehnte Abfrage dem eigentlichen Zweck, einmalig den Status einer Domain oder den Inhaber festzustellen. Über 90 Prozent der Anfragen würden nach einer Untersuchung der DENIC dazu genutzt, um zum Teil regelmäßig in kurzen Zeitintervallen zu ermitteln, ob eine oder eine ganze Liste an Domains wieder frei geworden sind, um diese dann ggf. wieder sichern zu können.
Bei mehr als sechs Millionen gesicherten Domains, werden noch freie immer knapper. Daher erfreuen sich Dienste, die die erneute Verfügbarkeit bereits vergebener Domains prüfen, derzeit starker Beliebtheit. Aus technischer Sicht sei dies weniger ein Problem für die Registrierungsstelle. Jedoch würden durch die exzessive Inanspruchnahme des Whois-Dienstes durch einzelne Nutzer Kosten verursacht, die derzeit von allen Domaininhabern gemeinsam getragen werden müssten. Die Beschränkung der DENIC wird Domainjägern nun jedoch das Leben schwer machen, denn diese müssen jetzt zunächst neue Vereinbarungen mit der Domainverwaltung treffen, die sich wohl auch finanziell auswirken werden.
Auch der Service von Domainfundus vereinfacht das Aufspüren noch freier oder wieder frei gewordener Domainnamen. Die Datenbank von Domainfundus beinhaltet mehr als 360.000 freie Domainnamen und kann nach gewissen Suchkriterien durchsucht werden. Für diesen Dienst stelle die neue Einschränkung der DENIC jedoch kein Hindernis da, weil Domainfundus die Verfügbarkeit einer Domain anhand einer eigens entwickelten Technik prüft, die unabhängig von der Whois-Datenbank der DENIC arbeite, erklärt Lutz-P. Ebert Zecha, Betreiber von Domainfundus. “Mit Hilfe dieser Technologie können wir derzeit täglich bis zu 1.000 neue Wortkombinationen generieren, die sich als Domainname eigenen”, so Ebert Zecha weiter.
Die DENIC will sich durch die Begrenzung der maximal möglichen Anfragen aus einem Adressblock auch gegen Missbrauch schützen. Durch den freien Zugang zu den Verzeichnissen der Domainverwaltung gehe eine große Gefahr durch verteilte Hack-Angriffe, sogenannte Distributed Denial of Service Attacks (DDoS), aus. Auch der Schutz der Inhaberdaten spielt eine große Rolle für die DENIC. So würden neben der erwähnten Beschränkung, Inhaberdaten künftig nur noch bei Angabe zusätzlicher Parameter ausgegeben. Für solche Abfragen werde die Anzahl der möglichen Anfragen pro Zeiteinheit noch einmal reduziert, um die Domaininhaber besser vor einer automatisierten Verwertung ihrer Adressdaten zu schützen.
Links zum Thema:
DENIC
Domainfundus
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Alles zur DENIC
(CBS | 25.06.03)



Hallo,
heißt das das MeinWhois dann auch unter Umständen nicht mehr funktioniert? Das wäre doch ziemlich doof…
Mfg, Markus
Ja, das heißt es wahrscheinlich, mehr dazu bitte hier nachlesen und schreiben:
http://forum.meinwebworker.de/?rubrik=resource&kat=software&thema=whois
Denic stoppt jede Abfrage:
<zitat>
Diese Seiten sind zur Zeit nicht erreichbar, da das System gewartet werden muss. Die Wartungsarbeiten beginnen am Montag, 30. Juni 2003, 12.00 Uhr und enden voraussichtlich am Montag, 30. Juni 2003, um 16.00 Uhr.
</zitat>
wobei sie schon seit ca. 11 Uhr nicht mehr erreichbar waren >:-|
aber meinWhois funktioniert trotzdem noch! ;D
Letzte Änderung von Chris V. Der Osten am 30.06.03, 12:57.
“So würden neben der erwähnten Beschränkung, Inhaberdaten künftig nur noch bei Angabe zusätzlicher Parameter ausgegeben.”
Tatsächlich?
Bisher habe ich von den Einschränkungen nichts gemerkt, MeinWhois 1.0 funktioniert prima, auch ohne “neue” Parameter. ;D