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Domaingo darf nicht mehr mit “all inclusive” werben

Das Landgericht Köln habe der Domainfactory GmbH untersagt seine Marke Domaingo mit den Begiffen “all inclusive hosting” und “unlimitiert” zu bewerben. Die Homepage von Domaingo wurde dementsprechend “zensiert”.

Auf Grund des richterlichen Beschlusses, der dem Antrag eines Mitbewerbers des Kemptener Hosters gefolgt sei, wurde die gesamte Website von Domaingo entsprechend überarbeitet. Bisher baute die gesamte Markenkommunikation des Angebots auf die in der Reisebranche für pauschale Angebote bekannte Bezeichnung “all inclusive” auf.

Das “all inclusive”-Konzept wurde auf dem Urlaubsmarkt lange erprobt und ermöglicht dem Reisenden im unterschiedlichen Umfang einen günstigen Pauschalurlaub. “Was in der Reisebranche möglich ist, soll im Hostingbereich leider nicht gehen. Die dafür angeführten Begründungen können wir leider nicht nachvollziehen”, kritisiert Tobias Marburg, Geschäftsführer der Domainfactory GmbH, das Urteil.   Domaingo zensiert
Domaingo zensiert


Unter der Marke Domaingo bietet Domainfactory Hosting zum Pauschalpreis an. So berechne Domaingo für den Datenverkehr, auch Traffic genannt, keine gesonderten Kosten. Auch Emailaccounts sind laut Domaingo ohne Begrenzung der Stückzahl bereits im Preis enthalten. Dementsprechend wurden diese Leistungen bisher als “unlimitiert” ausgewiesen. Dies ist in der Branche durchaus üblich.

Trotz des Rückschlages wolle Marburg an dem Konzept festhalten. Unter der Marke Domaingo werde man weiterhin Hosting mit besonders hoher Kostensicherheit und günstigen Pauschalpreisen anbieten. Das Unternehmen bemühe sich nun umsomehr unmissverständliche Formulierungen zu finden, um seinen Kunden auch weiterhin innovative Angebote machen zu können.

Links zum Thema:
Domaingo “zensiert”
Landgericht Köln

(CBS | 17.07.03)

Diskussion zum Thema:

18 Kommentare zu “Domaingo darf nicht mehr mit “all inclusive” werben”
  • maxv 23.07.03, 08:22

    Ich weiß nicht ob sich dieser Mitbewerber damit wirklich etwas gutes getan hat… Denn durch die Artikel in den Medien, in welchen nur domain*go genannt wird, ist domain*go nur noch bekannter geworden.

    Ich würde erher sagen: gute Publicity für domain*go :-|

  • chriso 23.07.03, 08:33

    Ja, dass ist immer das Problem bei sowas.
    (vergleiche auch Ryanairs Strategie in der Luftfahrt)
    Man sagt in der Werbung was Unwahres was einem Vorteile verschafft.
    Platz einem Konkurrenten der Kragen und er zieht vors Gericht hängt man das an die große Glocke und bekommt super PR, die Gerichtskosten sind im Vergleich zu den Kosten einer reinen PR-Aktion meist nicht mal Peanuts. Dies verschaft einem auch wieder Vorteile gegenüber der Konkurrenz.
    >:-|

  • cbs 23.07.03, 08:45

    Also ich glaube ihr fahrt hier auf der völlig falschen Schiene! Domaingo hat meines Erachtens nach weder mit “Unwahrem” geworben, noch einen tollen Vorteil aus solch einer Rechtsstreiterei. Immerhin ist die gesamte Markenkommunikation und -strategie mal eben “über den Haufen” geworfen worden. Aber Domaingo lässt sich nicht einschüchtern, sondern geht damit an die Presse, so hätte (und habe) ich es auch gemacht! :-|

    PS: Wenn es rechtlich nicht immer mit Risiko verbunden wäre, könnte man auch den Konkurrenten nennen. Aber so schütz man ihn noch, denn “Abmahner” genießen heute keinen “guten” Ruf, zu recht! >:-|

  • chriso 23.07.03, 09:49

    Nein CBS, natürlich hat Domain!Go die Unwahrheit gesagt!
    Es ist NICHT alles inklusive! (Womit ich kein Problem habe denn ich glaube ein bisschen Ahnung von der Materie zu haben.)
    Man darf bzw. soll auf den mit “All Inclusive” wegen der “fair use policy” nicht alles betreiben, also ist das ganze schon mal exklusive:
    -Chatsysteme
    -Bannercommunities
    -Download-Archive
    -gewerbliche und ungewerbliche Nutzung durch dritte

    DomainGo verschweigt was passiert wenn man <<testet, wie weit Sie denn “gehen können”>>

    Das ist alles voll nachvollziehbar für mich und voll in Ordnung, nur die Werbung dafür stimmt nicht.

    Das Werben mit einer günstigen Monatspauschale und dem gleichzeitigen (dortigen) verschweigen der sogenannten “Set-Up-Pauschale” ist wirklich sehr unsauber und könnte IMHO jederzeit abgemahnt werden!
    Ich schaue natürlich immer zuerst ob da nicht irgendwo eine Anschlußgebühr noch dazu kommt, aber der durchschnitts HeinBlöd sicher nicht.

    Wobei ich tatsächlich übersehen habe, die Kosten für die Werbung die jetzt geändert werden muß, sorry @ Domain!Go, danke an CBS für Korrektur!
    Hier hinkt auch mein Vergleich den ich mit Ryanair gezogen habe, denn bei Ryanair war die Presseresonanz doch etwas anders ;D und auch das Interesse der Öffentlichkeit.

    Was mir übrigens abgeht ist eine Angabe der Zugesicherten Bandbreite und verfügbarkeit, kann aber sein dass ich dies blos nicht gefunden habe, denn wirklich hoch interessieren tut Domain*Go mich nicht ;D

  • cbs 23.07.03, 21:15

    Also lieber Chris: Hast du schonmal einen “all inclusive” Urlaub gebucht? Da bekommst Du auch nicht alles dazu, sondern es ist halt alles im Preis enthalten, was der Anbieter definiert. Wenn Du jetzt auf den Bahamas auch noch mit den Haien tauchen gehen willst und das nicht im Pauschalpreis enthalten ist, musste blechen. Das sollte jedem klar sein! :-|

  • chriso 23.07.03, 22:34

    Nein, mache nie All-Inklusive Urlaub, mache gar keinen Urlaub bin selbständig. 5 Tage Urlaub in den letzten 20 Jahren, noch fragen? ;-)

    Ist schon klar, deshalb habe ich ja auch nicht alles aufgezählt was es geben kann (Windsurfen am Nanga Parbat, Whalewatching auf der Zugspitze, Tiefschneefahren auf den Osterinseln).

    Die Sachen sind aber teilweise absolut üblich auf bezahlten(!) Seiten, zumindest ist es bei bezahlten Webspace üblich, dass ich diese Platz mit beliebigen legalen Bits füllen kann, wie ich will!
    Domaingo (ist ja in sich verständlich!) sagt aber deutlich dass z.B. Downloadarchive “nicht erwünscht” sind.
    Wäre so ähnlich wie wenn ich bei Pauschalurlaub sage: “Übernachten nicht erwünscht” oder “bitte benutzen sie das Bad nicht”

    Zeige mir einen bezahlten Webspace eines seriösen Providers der mir deutlich nahelegt, ich dürfe/solle meinen Webspace aber bitte nicht als HD-Backup oder als Downloadarchive nutzen. (Also alles was wirklich kostet!)
    Bitte verstehe mich nicht falsch (auch DomainGo-Men falls sie hier lesen) ich will damit Domain*Go auch nicht unseriösität oder sonstwas unterstellen.
    Ich finde diese FairUse-Policy durchaus einen tollen Gedanken (ob das klappt? ) und ICH habe/hätte damit auch kein Problem. Nur mit einer solchen Werbung ist halt ein Ausschluß einer ÜBLICHEN Leistung nicht machbar, auch wenn dieser Ausschluß nicht als direktes Verbot dasteht. Aber auch nur die “Drohung” es nicht auszutesten ist schon kritisch.

    Außerdem gibt es im Wettbewerbsrecht durchaus Gewohnheitsrechte!
    So bescheuert es klingt, aber _weil_ in der Reisebranche kein auch nur noch viertelwegs vernünftiger Mensch glaubt “All-Inklusive” würde alles erdenkliche oder auch nur alles landestypische beinhalten, sondern “jeder” weiß, es ist eine hübsche Umschreibung von “Futter und Bett vorort” und “überleben ist möglich”.
    Deshalb und nur deshalb kann diese(!) Branche damit werben und im Kleingedruckten schreiben, alles was nicht expliziet zugesichert ist, ist NICHT inklusive.

    Letzte Änderung von Chris von der Osten am 23.07.03, 22:36.

  • cbs 23.07.03, 23:02

    Also ich kenne kaum einen, wie Du sagst, “serösen” Hoster, der nicht Bannertauschdienste, Chats oder auch Downloadarchive untersagt, weil es einfach zu viele Ressourcen verbraucht. Domaingo macht nur fairerweise deutlich darauf aufmerksam und versteckt diese Einschränkungen nicht nur in den AGB als “Beeinträchtigung des Regelbetriebsverhalten” oder so. Von daher zieht dieses Argument nicht.

    Auch und gerade weil “all inclusive” aus der Reisebranche bekannt ist, sollte der Kunde dasmit “umgehen” können. Das ist zumindest meine Meinung. Von daher verstehe ich die Argumentation hier auch nicht.

  • chriso 24.07.03, 13:47

    @CBS: öh ich kenne eigentlich nur Anbieter die geben bei BEZAHLTEM (schrieb ich auch oben) Webspace feste Werte vor, Inhalt egal. Feste Größe Webspace, feste Größe Transfervolumen.
    Erst seit kurzem bietet Domain*Go + jetzt auch “Mama” Domainfactory “TrafficUnlimited” an.
    Würde mich aber interessieren, ich lasse mich gern eines besseren belehren.

    Und Werbung bzw. das Wettbewerbsrecht IST eben Branchenspezifisch.

    Und wenn ich mir die Fair-Use-Policy von Domainfactory so ansehe, kann ich nur sagen: Leut’, werdet Rechtsanwalt

    Letzte Änderung von Chris von der Osten am 24.07.03, 14:10.

  • limazwo 24.07.03, 14:19

    Im Übrigen darf man bei Domaingo nen Chat installieren, als JavaApplet. Nur keine GetChats, die ja auch ressourcen Fressen ohne Ende. (siehe Forum) Und mit Downloadarchiv mag doch wohl eher Riesige Sammlungen a la download.com oder treiber.de gemeint sein und nicht die Pluginsammlung für die eigene Software…

    und nochwas zu den Einrichtungspauschalen: die sind ja wohl im Vergleich zu anderen Hostern unschlagbar günstig – satte 10 Eu….
    <Stammtischmode ON>
    Neenee, ich sag Euch das Urteil ist unfair.<Stammtischmode OFF>
    Grusz,
    Malte

  • cbs 24.07.03, 15:24

    @Malte: Endlich mal einer, dem ich mich anschließen kann.

    @Chris: Schau Dir mal z.B. Strato an, da gibt es schon seit längerem “unlimitiert Traffic” und den oben zitierten AGB-Zusatz. Und das ist (leider) der Regelfall!

  • chriso 24.07.03, 15:48

    war bevor ich das schrieb bei Strato, nix “traffic unlimited” gesehen, aber ich schau noch mal

    <edit>
    Gut. einen(!) Tarif gefunden mit unlimitiertem Traffic
    Power-Web-M, zwar nur einer von über einem dutzend aber du hast recht.

    @Malte: wo bitte steht geschrieben, dass das Leben fair sein sollte?
    Ist nicht, vergiß’ es.
    *Das Leben ist hart, aber dafür auch unfair*

    @CBS: wer war eigentlich der Kläger?

    Letzte Änderung von Chris von der Osten am 24.07.03, 15:59.

  • cbs 24.07.03, 16:19

    @Chris: Wie gesagt, das ist üblich so! Nächstes Beispiel: Host Europe. Hier ist in den AGB nachzulesen, dass sich der Kunde verpflichtet, bei Gestaltung seiner Internet-Präsenz auf Techniken zu verzichten, die eine übermäßige Inanspruchnahme der Einrichtungen des Providers verursachen, insbesondere CGI- und PHP-Skripte. Also ähnlich wie bei Strato. Und siehe da: Hier gibt es auch teilweise “unlimited Traffic”. :-|

  • chriso 24.07.03, 16:24

    jaja ich habe mich in diesem Punkt doch schon geschlagen gegeben :-(:-(:-(
    *wer recht hat, zahlt a maß*
    ;D

  • rubens 26.07.03, 08:57

    Nun habe ich mal eine Frage an Euch:

    Ich habe durch die letzte Aktion hier auf ‘MeinWebWorker’
    so ein Standart-Paket gewonnen.
    Darf man denn dort ein php-basiertes Forum betreiben?
    Z.B. eines à la WBB oder PHPKit.

    Ich bin jetzt richtig verunsichert und bin am Überlegen
    ob ich überhaupt das Standart-Paket nutze oder ob ich
    es zum Verkauf anbiete, wobei ich noch nicht weiss,
    ob ich das überhaupt machen kann und darf.

    lg
    Stefan:-|

  • maxv 26.07.03, 09:03

    @Stefan Glaus: Obwohl das nicht hier her gehört – Das Standard Paket enthält kein PHP & MySQL… Daher würde beides nicht laufen.

  • cbs 26.07.03, 10:22

    Diese Frage gehört hier definitiv nicht her. Gewinne verkauft man auch nicht. Eine Email an Domaingo ist da wohl eher angebracht! :-|

    Vielleicht schafft es ja noch jemand seine Meinung zum Gerichtsentscheid gegen Domaingo zu posten?! ;D

  • chriso 26.07.03, 11:53

    Nachtrag, bzw. für alle Domain*Go – Gewinner (sorry auch nicht ganz OnTopic)

    Die “Mutter-Firma” von Domain*Go (DG) ist DomainFactory (DF), bzw. es gibt ein Unternehmen Domainfactory GmbH welches unter den Marken Domainfactory und Domaingo unterschiedliche Angebote bereithält.
    DF bietet auf ihre Billig-Angebote auch eine Fair-Use-Policy an, hier gilt dies aber NUR für Privatsites, während DG alle anspricht.
    Interessant finde ich die Aussage eines DF-Mitarbeiters (Kundendienst):
    “der Traffic bei Domain*Go ist nicht unlimitiert, es entsehen lediglich keine Extrakosten für den Traffic, da die Kosten hierfür bereits im Pauschalpreis enthalten sind.”
    Tatsächlich habe ich auch den Begriff “unlimitierter” Traffic nirgends bei DG gefunden. Wo das Limit ist bringt man aber schwer raus, außer man würde es austesten :P (muß aber wirklich nicht sein!).

    Mit unlimitiertem Traffic wirbt nur DF, aber eben unter generellem Ausschluß nicht-privater Sites.

    Letzte Änderung von Chris von der Osten am 26.07.03, 11:54.

  • cbs 26.07.03, 12:50

    Ohne Worte. :-|


 
 
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Geschichte
Launch 1998
Christian Boris Schmidt startet als damals 16-Jähriger eine Website bei Geocities mit 5 MB Webspace, um Andere bei der Gestaltung eigener Websites zu unterstützen. Mit Hilfe des Weiterleitungsdienst home.pages.de wird die Seite auch erreichbar unter all.4.home.pages.de.

Eigene Domain 2000
Die Website ist erstmals unter all4homepages.de beim Webhoster Puretec (heute 1&1) erreichbar. Zuvor war die Reservierung einer eigenen Domain für den Schüler kaum bezahlbar.

Relaunch 2001
all4homepages.de bekommt nach mehreren Relaunchs das heutige Gesicht als Magazin. Blau wird zur Hausfarbe. Es folgen regelmäßige Newsberichte.

Homepage-Tools 2002
Andreas Mauf unterstützt ab sofort den Technik-Bereich. Nach einem Hosterwechsel werden für Mitglieder die ersten Homepage-Tools angeboten. Diese sind besonders beliebt, weil sie kostenlos und werbefrei sind. Es folgen die wöchentliche Kolumne und Gewinnaktionen für Mitglieder in Kooperation u.a. mit Canon und diversen Webhostern. Ende 2002 wird der erste, eigene Webserver in Betrieb genommen.

Neuer Name 2003
Zum 5. Geburtstag wurde MeinWebworker als neuer Name bekannt gegeben. Zu diesem Zeitpunkt nutzen mehr als 4.000 Mitglieder aktiv unsere Dienste. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer IT-Ausbildung Mitte 2003 kann das Team die Arbeit am Projekt aus finanziellen Gründen nur noch teilweise fortgesetzen.

Übergangsphase 2004
Christian arbeitete seit dem Abschluss zunächst bei Zanox und Andreas machte sich mit der Idee zu Ecato als Einzelunternehmer selbstständig.

Ecato-Gründung 2005
Im Mai gründen Andreas und Christian mit Investoren Ecato, um Websitebetreiber beim Geld verdienen zu unterstützen. Kurz später müssen die Homepage-Tools von MeinWebworker leider aus organisatorischen Gründen eingestellt werden. Seit Ende 2005 können Websitebetreiber bei Ecato kostenlos in wenigen Schritten einen eigenen Marktplatz mit Preisvergleich einrichten und damit verdienen.

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