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Domains lernen deutsche Umlaute

Wie die deutsche Domainverwaltung, DENIC, vor kurzem mitteilte, werde man noch bis Ende des Jahres die Registrierung von Domains mit Umlauten ermöglichen. Müller und Schröder bekommen dann endlich eine “richtige” Internetadresse, jedoch wohl nicht ohne Folgen.

Nachdem die ICANN, die offizielle Internet-Verwaltung, Richtlinien für die Internationalisierung von Domainnamen verabschiedet hat, kommen auch wir Deutschen dem Ziel unsere Umlaute auch in Internetadressen einsetzen zu können, immer näher. Die DENIC arbeite bereits intern daran, Umlaute in deutschen Domains realisieren zu können. Bis zum Ende des Jahres soll es dann soweit sein und die Domainanbieter freuen sich, endlich mal wieder einen Run auf deutsche Domains.

Immerhin sind die Deutschen beim Hamstern von Domains im europäischen Vergleich Spitzenreiter. Über sechs Millionen Domains wurden bis Anfang 2003 bereits registriert, auch ohne Umlaute. Und wer es nicht mehr abwarten kann, seinen Namen auch im Internet “korrekt” geschrieben im Internet zu verewigen, kann natürlich bei seinem Hoster vorbestellen. Ob er die Domain im Endeffekt bekommt, steht jedoch auf einem anderen Blatt geschrieben.

Eine wirkliche Bereicherung?
Gerade rechtlich gesehen ist die vermeintliche Ausweitung des Namensraumes unter “.de” kein wirklicher Gewinn. Rechtsanwälte und Abmahnvereine können sich wohl genauso wie Webhoster über die neue technische Errungenschaft freuen. Das Problem liegt auf der Hand: Rein technisch gesehen sind beispielsweise www.boerse.de und www.börse.de zwei völlig verschiedene Adressen, jedoch die Verwechslungsgefahr wird den einen oder anderen Richter sicher noch beschäftigen. Und deshalb sind die neuen Domains zwar ein Gewinn für Linguisten, aber nur mit äußerster Vorsicht zu genießen.

Denn wenn sich Herr Schröder international präsentieren möchte, ist er sogar gezwungen, beide Domains, also www.schroeder.de und www.schröder.de zu sichern. Auf zum Beispiel einer amerikanischen oder französichen Tastatur werden Sie ein “ö” trotz technischem Fortschritt mit Sicherheit nicht finden. Auch wenn es eine “codierte” Variante jeder Umlaut-Domain gibt, die auf Grund der kryptisch wirkenden Buchstabenkombination jedoch schlecht kommunizierbar ist. Die Tücke liegt also im Detail und die neuen “Umlautdomains” werden sicher ein Kassenschlager, in jeder Hinsicht.

Links zum Thema:
Richtlinien für internationalisierte Domains (engl.)
Deutsche Domainverwaltung DENIC

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Alles über DENIC und ICANN

(CBS | 23.08.03)

Diskussion zum Thema:

3 Kommentare zu “Domains lernen deutsche Umlaute”
  • bida 31.08.03, 18:33

    Hallo,
    ich frage mich immer wieder, wer auf solche tolle “neue” Ideen kommt??! ;-)
    Das bringt nur Durcheinander statt Klarheit. Jeder hat sich an die Schreibweise ohne Umlaute gewöhnt.

    Nun……..mal gespannt, ob nicht wirklich die Abmahnvereine und Rechtsanwälte die Gewinner dabei sind. (sind vielleicht auch diejenige, die das ganze vorangetrieben haben!!)

    Gruß
    bida

  • ffwbettbrunn 10.09.03, 12:38

    Es ist schon etwas dumm, wenn man deutsche Umlaute einsetzt. Welcher Bürger eines anderen Staates kommt denn drauf, dass man die Internet-Adresse mit Umlaut schreibt, die kennen doch teilweise gar nicht das “ö ä ü ß”. Einer internationalen Firma, die “Schröder” heißt, nützen die Umlaute höchstens dem Deutschen Nutzer und dort auch nur dem Anfänger. Alle anderen wissen doch in den nächsten 2 bis 3 Jahren nichts von der Neuregelung.

  • chriso 10.09.03, 13:35

    [Zitat entfernt]
    1. geht es nicht nur um Umlaute sondern allgemein um länderspezifische Sonderzeichen, also auch å oder so
    2. Haben die Türken auch Umlaute ;-)
    3. Profitieren nur die Anfänger weil die Nichtanfänger es nicht mitbekommen? Glaube nicht:
    - jeder VollDAU der ComputerBLÖD, CHIP, PC-Welt & Co. liest dürfte damit zugeknallt werden => also bekommt es jeder Dau mit der ein Computerschmierblatt liest
    - selbst in seriösen Zeitschriften wie c’t steht es drin, also bekommen es auch Leute mit denen obige Zeitschriften zu blöd sind.
    Von daher sehe ich kein Problem.
    4. Eine Sonderzeichendomain kann AFAIR nur zusätzlich zu einer “normalen” Domain beantragt werden, also muss >>Schröder.de<< primär schon als >>FirmaSchroeder.de<< oder so eingetragen sein.
    5. Natürlich wird >>Schröder.de<< eigentlich unter ihrem Punycode gespeichert und kann entsprechend aufgerufen werden.
    Schröder habe ich nicht gefunden aber mal 1minus1 zitierend:
    “So lautet die codierte Version von http://www.müller.com beispielsweise xn--mller-kva.com”
    6. Halte ich es auch für einen relativ großen Blödsinn
    7. Warum muß der kleine Computer-Händler Schröder aus Hannover außerhalb Deutschlands überhaupt erreichbar sein?

    //Admin: Zitat entfernt, da unnötig!

    Letzte Änderung von Christian Boris Schmidt am 10.09.03, 14:38.


 
 
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Geschichte
Launch 1998
Christian Boris Schmidt startet als damals 16-Jähriger eine Website bei Geocities mit 5 MB Webspace, um Andere bei der Gestaltung eigener Websites zu unterstützen. Mit Hilfe des Weiterleitungsdienst home.pages.de wird die Seite auch erreichbar unter all.4.home.pages.de.

Eigene Domain 2000
Die Website ist erstmals unter all4homepages.de beim Webhoster Puretec (heute 1&1) erreichbar. Zuvor war die Reservierung einer eigenen Domain für den Schüler kaum bezahlbar.

Relaunch 2001
all4homepages.de bekommt nach mehreren Relaunchs das heutige Gesicht als Magazin. Blau wird zur Hausfarbe. Es folgen regelmäßige Newsberichte.

Homepage-Tools 2002
Andreas Mauf unterstützt ab sofort den Technik-Bereich. Nach einem Hosterwechsel werden für Mitglieder die ersten Homepage-Tools angeboten. Diese sind besonders beliebt, weil sie kostenlos und werbefrei sind. Es folgen die wöchentliche Kolumne und Gewinnaktionen für Mitglieder in Kooperation u.a. mit Canon und diversen Webhostern. Ende 2002 wird der erste, eigene Webserver in Betrieb genommen.

Neuer Name 2003
Zum 5. Geburtstag wurde MeinWebworker als neuer Name bekannt gegeben. Zu diesem Zeitpunkt nutzen mehr als 4.000 Mitglieder aktiv unsere Dienste. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer IT-Ausbildung Mitte 2003 kann das Team die Arbeit am Projekt aus finanziellen Gründen nur noch teilweise fortgesetzen.

Übergangsphase 2004
Christian arbeitete seit dem Abschluss zunächst bei Zanox und Andreas machte sich mit der Idee zu Ecato als Einzelunternehmer selbstständig.

Ecato-Gründung 2005
Im Mai gründen Andreas und Christian mit Investoren Ecato, um Websitebetreiber beim Geld verdienen zu unterstützen. Kurz später müssen die Homepage-Tools von MeinWebworker leider aus organisatorischen Gründen eingestellt werden. Seit Ende 2005 können Websitebetreiber bei Ecato kostenlos in wenigen Schritten einen eigenen Marktplatz mit Preisvergleich einrichten und damit verdienen.

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