Wenn es nach den Liberalisierungskräften des Internets geht, können bald auch Städte und Regionen eigene Domainendungen erhalten. Eine Berliner Firma setzt sich mit lokaler Unterstützung für die Top-Level-Domain “.berlin” ein. Doch wer braucht diese neuen Internetadressen?
Wohl auch aus wirtschaftlichem Antrieb, setzt sich die Berliner dotBerlin GmbH & Co. KG für die Hauptstadt-Domainendung ein. Die damit verfügbaren lokalen Adressen seien prägnant und schufen Identität für Bürger, Unternehmen und Institutionen, so die Vision der Geschäftsführer. Unterstützt wird die Initiative vor allem von der Lokalwirtschaft, aber auch von Vertretern aus Poltik und internationaler Wissenschaft.
Ob jedoch wirklich durch solche Internetadressen intuitiv Anbieter und Nachfrager von Informationen, Waren und Dienstleistungen besser zueinander finden würden, ist fraglich. So hat die Hauptstadt mit Portalen wie www.berlin.de, www.berlinonline.de und www.meinberlin.de ausreichend Informationsangebote im Internet. Auch finden sich dort bereits wie unter www.polizei.berlin.de lokale Institutionen. Zahlreiche weitere Städteangebote sind außerdem auch in Kombination mit “berlin” im Domainnamen online, wie z. B. www.tourismus-berlin.de.
Vergeben werden Domainendungen, die sogenannten Top-Level-Domains (kurz TLD), von der internationalen Internet-Verwaltung, ICANN (Internet Corporation For Assigned Names and Numbers). In dieser brodelt es derzeit hinsichtlich einer weiteren Liberalisierung. Einige Vertreter der Verwaltung fordern eine flexiblere Vergabe von Domainendungen. Bislang weltweit einzigartig, hatte in diesem Jahr die spanische Provinz Katalonien eine eigene Endung, “.cat”, bekommen. Ob dieses Modell nun Schule macht, ist noch offen.
Links zum Thema
Die Domain-Endung für die Berliner Community
Offizielle Seite der Hauptstadt Deutschlands
Unterwegs in Berlin zu ausgewählten Zielen
Internet Corporation For Assigned Names and Numbers
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(CBS | 18.12.05)


