MeinWebworker
   MeinWebworker


   
Seit 1998   
 
GIA: Bitte lächeln, Mr. President

Es darf zurück gespitzelt werden: Dass die amerikanische Regierung seit dem 11. September bei der Überwachung ihrer Bürger nicht gerade zimperlicher geworden ist, ist hinlänglich bekannt. Jetzt schlagen Studenten aus Massachusetts mit gleichen Mitteln zurück.

Unter dem wohlklingenden Titel „Open Government Information Awareness“, kurz GIA, wächst im besten Behörden-Akten-Stil eine umfassende Personendatenbank über politische Entscheidungsträger, aber auch den Richter von nebenan oder den eigenen Arbeitgeber.

Die „Inspiration“ fanden die Studierenden der “Computing Culture group” vom Massachusetts Institut of Technologie im TIA, dem geplanten „Terrorism Information Awareness“ Überwachungssystem der US-Regierung, dessen erstes Wort auf der Website auch gerne einmal viel sagend durch „Total“ ersetzt wird. Ganz offiziell soll der Werdegang und die Gewohnheiten eines jeden US-Bürgers bis ins kleinste Detail erfasst werden. Das GIA dreht den Spieß nun im Vorfeld schon einmal um.

Die Daten dazu werden aus den unterschiedlichsten Quellen zusammengetragen. Für ständig aktualisiertes Bildmaterial ist ebenfalls gesorgt. Zwei US-Fernsehsender, die sich auf die Übertragung von politischen Reden spezialisiert haben, werden rund um die Uhr überwacht. Findet der Computer auf dem Bildschirm einen ihm bekannten Namen wird ein Screenshot gemacht, der anschließend direkt ins WWW wandert. Vom „Secretary of Defense“ D. Rumsfeld haben sich so beispielsweise seit Ende März bereits über 60 „Spitzelbilder“ angesammelt. Fein säuberlich in Unterkategorien sortiert wird man zu nahezu allem fündig.

Wie in der eigenen Geheimdienst-Zentrale darf sich der interessierte Bürger fühlen, wenn er „CodeOrange“ herunterlädt. Kein Virus, sondern das Monitor-Tool, um sofort informiert zu werden, wenn sich auch nur irgendetwas ereignet. Natürlich in Echtzeit und unzensiert.

Die Intention: Dem Bürger die gleichen Mittel in die Hand zu geben, wie seiner Regierung. Das “Open GIA” soll die Diskrepanz zwischen der Möglichkeit der Regierung ihre Bürger zu Überwachen und die Möglichkeit eines jeden Einzelnen seine Regierung zu überwachen deutlich machen.

Wenn das der gute alte Washington geahnt hätte. Der ist übrigens auch drin, in der Datenbank. Alter: 271.

Links zum Thema:
Open Government Information Awareness
The Computing Culture Group (MIT)
Massachusetts Institute of Technology

(Gast | 09.09.03)

Diskussion zum Thema:

Ein Kommentar zu “GIA: Bitte lächeln, Mr. President”
  • moeppikf 07.10.03, 07:04

    Da zeigt sich doch wieder einmal zu was man dank des technologischen Fortschritts heute fähig ist.

    Die USA wird zu einem Überwachungsstaat und viele Nationen werden das sogar noch kopieren und wahrscheinlich die Technik verfeinern.:-(

    Wenn man sich mit Geschichte befasst hat und weiß welche Ursprünge die USA tatsächlich haben, dann denke ich mir das sich die Gründungsväter im Grabe herumdrehen würden.


 
 
Shopping
Preisvergleich!
Vergleichen Sie jetzt die Preise vieler Produkte und sparen Sie durch den Einkauf im Preisvergleich bei namhaften Händlern. Mehr
       
 
Geschichte
Launch 1998
Christian Boris Schmidt startet als damals 16-Jähriger eine Website bei Geocities mit 5 MB Webspace, um Andere bei der Gestaltung eigener Websites zu unterstützen. Mit Hilfe des Weiterleitungsdienst home.pages.de wird die Seite auch erreichbar unter all.4.home.pages.de.

Eigene Domain 2000
Die Website ist erstmals unter all4homepages.de beim Webhoster Puretec (heute 1&1) erreichbar. Zuvor war die Reservierung einer eigenen Domain für den Schüler kaum bezahlbar.

Relaunch 2001
all4homepages.de bekommt nach mehreren Relaunchs das heutige Gesicht als Magazin. Blau wird zur Hausfarbe. Es folgen regelmäßige Newsberichte.

Homepage-Tools 2002
Andreas Mauf unterstützt ab sofort den Technik-Bereich. Nach einem Hosterwechsel werden für Mitglieder die ersten Homepage-Tools angeboten. Diese sind besonders beliebt, weil sie kostenlos und werbefrei sind. Es folgen die wöchentliche Kolumne und Gewinnaktionen für Mitglieder in Kooperation u.a. mit Canon und diversen Webhostern. Ende 2002 wird der erste, eigene Webserver in Betrieb genommen.

Neuer Name 2003
Zum 5. Geburtstag wurde MeinWebworker als neuer Name bekannt gegeben. Zu diesem Zeitpunkt nutzen mehr als 4.000 Mitglieder aktiv unsere Dienste. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer IT-Ausbildung Mitte 2003 kann das Team die Arbeit am Projekt aus finanziellen Gründen nur noch teilweise fortgesetzen.

Übergangsphase 2004
Christian arbeitete seit dem Abschluss zunächst bei Zanox und Andreas machte sich mit der Idee zu Ecato als Einzelunternehmer selbstständig.

Ecato-Gründung 2005
Im Mai gründen Andreas und Christian mit Investoren Ecato, um Websitebetreiber beim Geld verdienen zu unterstützen. Kurz später müssen die Homepage-Tools von MeinWebworker leider aus organisatorischen Gründen eingestellt werden. Seit Ende 2005 können Websitebetreiber bei Ecato kostenlos in wenigen Schritten einen eigenen Marktplatz mit Preisvergleich einrichten und damit verdienen.

Hier geht es weiter

   
Anzeige
Shopping



 
     

Ecato
Das Marktplatz-Netzwerk

© 1998-2012 MeinWebworker. Alle Rechte vorbehalten.
Ein Projekt von Christian Boris Schmidt und Andreas Mauf.
Eine Verwendung der Inhalte in anderen Publikationen, auch auszugsweise,
ist ohne ausdrückliche Zustimmung des Autors nicht gestattet. Impressum


againstchildporn.org - Zusammen gegen Kinderpornographie und Kindermissbrauch im Internet und weltweit!
Kinder sind die Zukunft!