Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) stimmte nun überraschend bedingungslos einer Änderung der sekundären Namensserver für “.de” nach monatelangem Streit zu.
Die ICANN, die sogenannte Internet-Verwaltung, habe gestern die nötigen Änderungen im Root-System vorgenommen, berichtet intern.de. Eine weitere Erläuterung zu der plötzlichen Umorientierung habe es nicht gegeben und sei auch der DENIC, die Verwaltung der deutschen Top-Level-Domain (TLD) “.de”, nicht bekannt.
Die DENIC forderte nach der Pleite des Internet-Carriers KPNQwest die Eintragung neuer Namensserver in das Root-System der ICANN, wir berichteten. Die ICANN hielt die DENIC jedoch hin und machte hingegen aus Sicherheitssicht bedenkliche Forderungen. Darauf einzugehen verweigerte die DENIC jedoch bis zu letzt.
Die Änderung der Einträge im Root-System der ICANN war nötig, um die redundante Verfügbarkeit der Namesserver zu gewährleisten. Die Namensserver halten die nötigen Daten zur Umsetzung einer “.de”-Domain in die entsprechende IP-Adresse des Webservers bereit.
Eine möglicher Grund für das Einlenken der amerikanischen Internet-Verwaltung könne eine in Kürze stattfindende Tagung der ICANN-Mitglieder sein, so intern.de.
Der kürzlich stattgefundene massive Hackangriff auf das Root-Server-System könne auch eine Begründung sein. Unbekannte hatten mit einer sogenannten “Distributed Denial of Service” (DDoS) Attacke neun der dreizehn Root-Server ausfallen lassen, die den weltweiten Datenverkehr im Internet gewährleisten. Die Eintragung der neuen Namensserver der DENIC trägt also eher zur Stabilität des Internets bei.
Links zum Thema:
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intern.de
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(CBS | 24.10.02)


