Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN), die internationale Internet-Verwaltung, wird ab nächster Woche von dem Australier Dr. Paul Twomey geführt. Zudem wolle man die Gebühren für Registries halbieren.
Dr. Twomey, derzeit Direktor im ICANN-Board, wurde zum neuen Präsident und CEO der ICANN berufen. Am 27. März 2003 löse er Start Lynn in seinem Amt ab, teilte die ICANN kürzlich mit. Twoney ist der bisher erste Nicht-Amerikaner an der Spitze der Internet-Verwaltung.
Der Australier vertrete sein Land seit 2000 offiziell in Belangen des Internets insbesondere der ICANN. Twomey sei schon seit Gründung der ICANN engagiert gewesen. Bis Ende 2002 war er Mitglied im Governmental Advisory Committee (GAC), das aus nationalen Vertretern besteht, welches das ICANN-Board berät.
Twomey “erbt” viele Probleme, wie zum Beispiel die Finanzierung der privaten nicht-kommerziellen Organisation. Die US-Regierung wolle zwar weiterhin die Kontrolle über die ICANN behalten, diese jedoch nicht finanzieren, berichtet der Branchendienst intern.de. Wichtige Einnahmen für die Verwaltung mit Sitz in Californien (USA) sind die Gebühren für Registry-Betreiber.
Da diese derzeit auf Grund fehlender Vertragsverhältnisse von kaum einem nationalen Top-Level-Betreiber (ccTLD) gezahlt werden, wolle man diese zeitweise halbieren. Damit erhoffe sich die ICANN die ccTLD-Betreiber dazu bringen, die seit Jahren strittigen Verträge mit der Internet-Verwaltung zu unterzeichnen, heißt es bei intern.de weiter.
Bisher habe die ICANN lediglich mit Australien, Kenia, Japan und Sudan ein entsprechendes Vertragsverhältnis. Die bedeutenden Verwalter, wie der deutsche TLD-Verwalter DENIC, hätten sich bisher erfolgreich gewehrt und ihre freiwilligen Zahlungen zur Finanzierung der ICANN z.T. als Druckmittel eingesetzt.
Links zum Thema:
ICANN
DENIC
intern.de
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(CBS | 22.03.03)


