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Overture tritt mit Google in Konkurrenz (Update)

Der Vermarkter von Suchtreffern Overture hat durch die Übernahme zweier bekannter Suchtechnologie-Lieferanten in den letzten Wochen Schlagzeilen gemacht. Mit den letzten Käufen tritt Overture in direkte Konkurrenz mit Google, die gerade versuchen mit einem erneuertem Patent Ihre Marktführerschaft zu sichern.

Mit dem Kauf von AltaVista, wir berichteten, und des norwegischen Suchanbieters Fast, der die Suchmaschine AllTheWeb betreibt, konnte Overture seine Reichweite stark ausbauen. Für Overture stehe dabei die Vermarktung von Suchergebnissen sowie die Weiterentwicklung seiner Techniken im Vordergrund, gab das Unternehmen bei den Übernahmen bekannt.

AltaVista und Alltheweb, technisch einer der größten Konkurrenten von Google, generieren pro Monat viele Millionen Seitenabrufe, berichtet Netzeitung. Diese kann Overture nun direkt vermarkten. Bislang war der Anbieter der “Pay-per-Performance”-Technik ausschließlich auf die Kooperation mit Portalen wie MSN oder T-Online angewiesen.

Durch die Strategie von Overture wird der Vermarkter immer mehr zum ernstzunehmenden Konkurrenten für Google. Auch Google bietet Werbekunden die Möglichkeit, Suchtreffer auf Erfolgsbasis zu “ersteigern”. Die sogenannten Google AdWords sorgten im vergangenen Jahr bereits für einen Rechtsstreit zwischen Google und Overture. Overture sieht sich als alleiniger Besitzer der Technologie zur Auslieferung von kostenpflichtigen Links in Suchmaschinen und klagte bereits gegen weitere Unternehmen. Ob das allgemeine Patent von Overture vor Gericht standhalten wird, stellt sich wohl möglich erst in einigen Jahren heraus. Patentstreits erlangen in den USA nicht selten ungeahnte Dimensionen.

Auch Google setzt auf das amerikanische Patentrecht. Das US Patent- und Markenamt sprach Google vor Kurzem ein neues Patente zur Sicherung seiner Ranking-Technologie zu. Für Google sei dies bereits das dritte zentrale Patent, berichtet Netzeitung. Es decke eine weitere Verbesserung des so genannten PageRank-Systems ab, das Suchergebnisse nach einer Benutzeranfrage anhand der Anzahl von Links auf die Trefferseite gewichtet.

Overture ist das weltweit führende “Pay-For-Performance” Suchnetzwerk im Internet. Die Werbekunden bieten über eine Online-Auktion für ihre Platzierung in relevanten Suchergebnissen, bezahlen Overture aber erst, wenn der potenzielle Käufer den jeweiligen Link anklickt. Im vierten Quartal 2002 ermöglichte Overture weltweit mehr als 563 Millionen bezahlte Kontakte zwischen Interessenten und den über 80.000 aktiven Werbekunden.

Google ist seit Gründung 1998 zu einem festen Bestandteil des Internets geworden. Google AdWords ist das Online-Anzeigenprogramm auf Selbstbedienungsbasis der “beliebtesten Suchmaschien der Welt”. Google AdWords Anzeigen sind textbasiert und erscheinen als gesponserter Link rechts von den Suchergebnisliste. Die eigentlichen Suchergebnisse bleiben davon unbeeinflusst. Der sogenannate PageRank ist Googles Maßstab für die Relevanz einer Internetseite.

Update (06.03.03)
Nicht nur Overture drängt immer mehr in Googles Marktumfeld, auch Google in das des Vermarkters. Vor kurzem gab Google im Zusammenhang mit seinem AdWords-Programm bekannt, Themenportale mit Sponsoren-Links zu versorgen. Auf diese Weise wolle Google seinen Werbekunden eine noch größere Präsenz und Reichweite bieten. Diese Art der themenorientierten Anzeigen würden derzeit jedoch nur auf englischsprachigen Websites erscheinen.
Mit der Vermarktung von Portalen erweitert Google sein Geschäftsmodell um einen bedeutenden Bereich und könnte Overture und ähnlichen Anbietern, deren Kerngeschäft die Vermarktung von Portalen ist, starke Konkurrenz machen.

Links zume Thema:
Overture Deutschland
Google Deutschland

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(CBS | 03.03.03)

Diskussion zum Thema:

5 Kommentare zu “Overture tritt mit Google in Konkurrenz (Update)”
  • limazwo 03.03.03, 14:57

    Guter Artikel, muß man schon sagen. Nur finde ich Overture übertreibt ein wenig – nicht aus wirtschaftlicher sicht, sondern in seiner Markteinschätzung. Ich glaube nicht daß Overture sich gegen Google durchsetzen wird. Abgesehen davon, ist Google mit der Abfrage immer noch schneller und übersichtlicher.

    Grusz,
    L2

  • hpfans 03.03.03, 15:49

    Es gibt einen Unterschied zwischen Google und Overture, der entscheidet, ob Overture zu Google überhaupt eine Konkurrenz sein kann: Overture versteift sich langsam aber sicher auf die kommerzielle Einbindung von Suchergebnissen, wie ihr es ja auch angesprochen habt, und Google bietet sämtlichen Website-Betreibern die Chance, auf Platz 1 zu kommen!

    Ein sehr schöner Artikel, dankeschön!

    Jonas

  • cbs 04.03.03, 12:12

    Ich muss Jonas leicht korrigieren, denn Overture konzentrierte sich seit Anfang an ausschließlich auf die Vermarktung von kommerziellen Suchtreffern. Erst jetzt beginnt Overture Suchmaschinen-Technologie bzw. -Indizes aufzukaufen und diese für Ihre Zwecke zu nutzen. ;-)

  • hpfans 04.03.03, 15:03

    Ich habe mich nicht getraut, das zu sagen, weil ich mir darüber nicht sicher war. Gut, danke für die Korrektur, ich denke meine Aussage wird dadurch doch bekräftigt!

    Jonas

  • helmi 06.03.03, 13:36

    Ich persönlich finde es sehr gut, dass Google endlich mal (vermeindlich) ernstzunehmende Konkurrenz bekommt. Durch das Rotating neigt google immer mehr dazu ihre “Alleinstellung” auszunnützen.

    “und Google bietet sämtlichen Website-Betreibern die Chance, auf Platz 1 zu kommen!”

    das ist alles relativ – werden doch bei google ebenso “werber” bevorzugt und Suchmaschinenoptimierte Seiten mit nichtoptimierten seiten in der Ergebnisrotation einfach mal vermischt. Stand gestern meine optimierte Seite bei guten Suchbegriffen noch auf platz 1 oder 2 steht sie ne halbe stunde später nicht mal mehr auf der ersten Seite. Statt dessen steht an erster Stelle eine Seite, bei der der Suchbegriff weder in URL noch Meta-Tag vorkommt sondern lediglich 2 mal im Fließtext der Seite….

    …also wie steht’s nun mit den Chancen?

    Ergo: Konkurrenz belebt das geschäft ;)

    Gruß
    Helmi :-)


 
 
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Launch 1998
Christian Boris Schmidt startet als damals 16-Jähriger eine Website bei Geocities mit 5 MB Webspace, um Andere bei der Gestaltung eigener Websites zu unterstützen. Mit Hilfe des Weiterleitungsdienst home.pages.de wird die Seite auch erreichbar unter all.4.home.pages.de.

Eigene Domain 2000
Die Website ist erstmals unter all4homepages.de beim Webhoster Puretec (heute 1&1) erreichbar. Zuvor war die Reservierung einer eigenen Domain für den Schüler kaum bezahlbar.

Relaunch 2001
all4homepages.de bekommt nach mehreren Relaunchs das heutige Gesicht als Magazin. Blau wird zur Hausfarbe. Es folgen regelmäßige Newsberichte.

Homepage-Tools 2002
Andreas Mauf unterstützt ab sofort den Technik-Bereich. Nach einem Hosterwechsel werden für Mitglieder die ersten Homepage-Tools angeboten. Diese sind besonders beliebt, weil sie kostenlos und werbefrei sind. Es folgen die wöchentliche Kolumne und Gewinnaktionen für Mitglieder in Kooperation u.a. mit Canon und diversen Webhostern. Ende 2002 wird der erste, eigene Webserver in Betrieb genommen.

Neuer Name 2003
Zum 5. Geburtstag wurde MeinWebworker als neuer Name bekannt gegeben. Zu diesem Zeitpunkt nutzen mehr als 4.000 Mitglieder aktiv unsere Dienste. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer IT-Ausbildung Mitte 2003 kann das Team die Arbeit am Projekt aus finanziellen Gründen nur noch teilweise fortgesetzen.

Übergangsphase 2004
Christian arbeitete seit dem Abschluss zunächst bei Zanox und Andreas machte sich mit der Idee zu Ecato als Einzelunternehmer selbstständig.

Ecato-Gründung 2005
Im Mai gründen Andreas und Christian mit Investoren Ecato, um Websitebetreiber beim Geld verdienen zu unterstützen. Kurz später müssen die Homepage-Tools von MeinWebworker leider aus organisatorischen Gründen eingestellt werden. Seit Ende 2005 können Websitebetreiber bei Ecato kostenlos in wenigen Schritten einen eigenen Marktplatz mit Preisvergleich einrichten und damit verdienen.

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