Der Goldrausch im Domainhandel ist lange vorbei, dennoch werden immer wieder einprägsame Domains zu hohrenden Preisen gehandelt. Das zeigt auch das aktuelle Geschäft mit der einschlägigen Domain sex.com in den USA.
So berichtet ein US-amerikanisches Online-Portal für “Erwachsenen-Wirtschaft”, dass die umstrittene Domain mit “den drei Buchstaben” kürzlich für umgerechnet knapp 11,6 Millionen Euro den Besitzer gewechselt habe. Der bisherige Inhaber Gary Kremen hat sie an die Bostoner Firma Escom übertragen. Die Domain sex.net ist weiter in Besitz des ehemaligen sex.com Betreibers.
Kremen habe nach Medienberichten in den vergangenen Jahren fast 4 Millionen Euro für einen Rechtsstreit aufgebracht, nachdem er kurzzeitig um seine ehemalige Domain sex.com gebracht wurde. Der Domain-Napper Michael Cohen sei 2001 zu Schadensersatz in Höhe von 65 Millionen US-Dollar verurteilt worden. Cohen sei jedoch kurz danach nach Mexiko geflüchtet und wurde erst Ende 2005 verhaftet. Bis heute habe Kremen daher noch keinen Cent für den entstandenen Schaden erhalten. Mit dem Verkauf hat er nun offenbar zumindest einen lukrativen Ausgleich gefunden.
Links zum Thema:
Artikel über Verkauf bei XBiz (engl.)
(CBS | 20.01.06)


