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Zahlungsbereitschaft für Webinhalte wächst beständig

Bereits 66 Prozent der regelmäßigen Internetnutzer könnten sich vorstellen, für bestimmte Online-Inhalte Geld zu bezahlen. Dies ergab eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens Smart-Research.

Am höchsten sei die Zahlungsbereitschaft bei Online-Spielen bzw. Spieleplattformen (37%), gefolgt von Musikdiensten (35%), Videodiensten (32%) und Informationsdiensten (31%). „Die Umfrage zeigt, dass auch Nutzer, die das Internet als Medium mit kostenlosen Inhalten kennen gelernt haben, unter bestimmten Voraussetzungen kostenpflichtige Dienste akzeptieren und nutzen würden“, fasst Sascha Theismann, Geschäftsführer des Kölner Online-Marktforschungsunternehmens Smart-Research GmbH, die Ergebnisse der Befragung zusammen.

Die Zeiten, in denen man aktuelle Informationen und Dienste grundsätzlich kostenlos im Internet beziehen konnte, seien mittlerweile vorbei. Auf immer mehr Internetseiten würden solche Angebote nur noch gegen ein entsprechendes Entgelt präsentiert. Fraglich sei, wie die Internetnutzer auf diesen Wandel reagieren.

Aktuelle Nachrichten und Nachrichtenarchive liegen laut Studie bei Informationsdiensten in der Gunst der Nutzer vorn. Spätestens seit in den letzten Monaten die Einnahmen aus der Online-Werbung bei vielen Internetdienstleistern eingebrochen seien, rückten kostenpflichtige Informationsinhalte und -services stärker in den Mittelpunkt zukünftiger Geschäftsmodelle. Eine Reihe von Unternehmen wie z.B. Der Spiegel, die FAZ oder die Financial Times Deutschland bieten bereits seit längerem kostenpflichtige “Premium”-Dienstleistungen an.

Als wichtigste Aspekte für die Nutzung solcher Dienste würden eine hohe Aktualität der Informationen (89%), eine einfache Bedienbarkeit der Dienste (77%) sowie ein niedriger Preis für den Abruf der Informationen (74%) erachtet. Bei den Abrechnungsmodellen zeige sich eine leichte Tendenz zu Gunsten eines monatlichen Abos. 56% der Befragten bevorzugten ein monatliches Abo gegenüber 44%, die sich für eine Abrechnung pro Artikel aussprechen würden.

Inhaltlich würden bei Nachrichtendiensten schwerpunktmäßig Nachrichten aus dem Inland (79%) und der Politik (78%) erwartet. Bei Wirtschaftsdiensten seien Informationen aus dem Wirtschafts- und Finanzwesen (80% bzw. 78%) sowie die Möglichkeit, Studienergebnisse abzufragen (76%), als wichtige Bestandteile des Angebotes angegeben worden.

Der optimale Preis pro Artikel liege nach Nachrichtengattung zwischen 50 Cent (bei Nachrichten und Sportnews) und 70 Cent (bei Wirtschaftsinformationen). Die akzeptierten Unter- und Obergrenzen liegen bei 10 Cent bzw. 1,50 €.

Im Rahmen der Studie seien 1000 Personen aus dem Online-Access-Panel „Panopia“ der Smart-Research GmbH befragt worden. Eingeladen wurden regelmäßige Nutzer von Online-Diensten. Der Untersuchungszeitraum lag zwischen dem 19. Dezember 2002 und 10. Januar 2003.

Links zum Thema:
Smart-Research GmbH

(CBS | 07.02.03)

Diskussion zum Thema:

2 Kommentare zu “Zahlungsbereitschaft für Webinhalte wächst beständig”
  • hpfans 07.02.03, 18:27

    Passt doch perfekt ins Konzept der “großen”. Genau solche Umfragewerte bestätigen, dass Web.de, T-Online und Co. auch langfristig mit ihren neuen Methoden Erfolg haben werden!

    Ich auf jeden Fall gehöre zu den 33%, für die das Internet weiterhin komplett kostenlos bleiben sollte. Da muss ich leider auf alten Erfahrungen, also dem alten Internet-System bleiben (auch wenns konservativ erscheint, aber frühers war in dem Moment doch alles besser).

    Jonas

  • limazwo 07.02.03, 22:01

    Ich finde es echt unfair, daß ich als armer Student dann nicht mal mehr kostenlos an meine Nachrichten kommen soll. Dann kann ich besser die Tageszeitung abonieren, da kann ich dann wenigstens noch das Wurstbrot drin einpacken oder den Grill anmachen…. Und wer glaubt die P2P-Netzwerke mit kostenpflichtigen Portalen in die Knie zu zwingen hat sich auch gewaltig geschnitten. Das funktioniert so nicht, denn warum Zahlen, wenn mans auch für Lau kriegt – just my 0,02€

    Vielleicht sollte man das Geld gleich ganz abgeschafft (Hab gestern schon damit angefangen :-/

    Grusz,
    L2


 
 
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Geschichte
Launch 1998
Christian Boris Schmidt startet als damals 16-Jähriger eine Website bei Geocities mit 5 MB Webspace, um Andere bei der Gestaltung eigener Websites zu unterstützen. Mit Hilfe des Weiterleitungsdienst home.pages.de wird die Seite auch erreichbar unter all.4.home.pages.de.

Eigene Domain 2000
Die Website ist erstmals unter all4homepages.de beim Webhoster Puretec (heute 1&1) erreichbar. Zuvor war die Reservierung einer eigenen Domain für den Schüler kaum bezahlbar.

Relaunch 2001
all4homepages.de bekommt nach mehreren Relaunchs das heutige Gesicht als Magazin. Blau wird zur Hausfarbe. Es folgen regelmäßige Newsberichte.

Homepage-Tools 2002
Andreas Mauf unterstützt ab sofort den Technik-Bereich. Nach einem Hosterwechsel werden für Mitglieder die ersten Homepage-Tools angeboten. Diese sind besonders beliebt, weil sie kostenlos und werbefrei sind. Es folgen die wöchentliche Kolumne und Gewinnaktionen für Mitglieder in Kooperation u.a. mit Canon und diversen Webhostern. Ende 2002 wird der erste, eigene Webserver in Betrieb genommen.

Neuer Name 2003
Zum 5. Geburtstag wurde MeinWebworker als neuer Name bekannt gegeben. Zu diesem Zeitpunkt nutzen mehr als 4.000 Mitglieder aktiv unsere Dienste. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer IT-Ausbildung Mitte 2003 kann das Team die Arbeit am Projekt aus finanziellen Gründen nur noch teilweise fortgesetzen.

Übergangsphase 2004
Christian arbeitete seit dem Abschluss zunächst bei Zanox und Andreas machte sich mit der Idee zu Ecato als Einzelunternehmer selbstständig.

Ecato-Gründung 2005
Im Mai gründen Andreas und Christian mit Investoren Ecato, um Websitebetreiber beim Geld verdienen zu unterstützen. Kurz später müssen die Homepage-Tools von MeinWebworker leider aus organisatorischen Gründen eingestellt werden. Seit Ende 2005 können Websitebetreiber bei Ecato kostenlos in wenigen Schritten einen eigenen Marktplatz mit Preisvergleich einrichten und damit verdienen.

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