Einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg einer Internetpräsenz ist der Domainname. Wir helfen auf dem Weg zum perfekten Namen für Ihr Projekt. Die wichtigen Regeln auf einen Blick.
Ohne gute Domain geht nichts
Wenn Sie keine Domain für Ihr Onlineprojekt besitzen, wird es sehr schwer für dieses in der Vielfalt der Internetangebote aufzufallen und bemerkt zu werden. Daher reicht eine kostenlose Adresse, wie die beliebten “.de.vu”-Domains, für ernsthafte Präsenzen nicht aus.
Aber auch irgend ein Domainname ist eher hinderlich und kann Sie unter Umständen in rechtliche Schwierigkeiten bringen. Daher sollten Sie die folgenden Tipps und Richtlinien beachten, wenn Sie sich auf Namenssuche machen. Schließlich prägt der Domainname den ersten Eindruck Ihrer Besucher.
Schwachstelle Mensch
Sie haben sich ein “cooles” Kunstwort einfallen lassen und wollen dieses nun als Domainname für Ihr neues Projekt sichern? Damit sollte man vorsichtig sein, denn wenn nur Sie wissen, wie man Ihre Domain richtig schreibt, nutzt Ihnen das wenig. So haben sich Namen wie “Yahoo” oder “Google” zwar auch in Deutschland durchgesetzt, dies aber auch nur wegen der massiven Medienpräsenz. Bei unerfahrenen Nutzern bleibt Ihnen das Buchstabieren dieser Kunstmarken anfangs nicht erspart. So lautet ein nützlicher Tipp beim Testen eines Domainnames: Sprechen Sie den Namen zunächst auf den Anrufbeantworter eines Bekannten und lassen ihn diesen dann buchstabieren. Kommt dabei nicht das erwünschte Ergebnis raus, sollten Sie den Namen verwerfen. Auch “all 4 homepages.de” besteht diesen Test leider nur bei versierten Internetusern, die das “all 4″ bereits von anderen Bezeichnungen im Netz kennen.
Ein weiterer Gesichtspunkt ist die Einmaligkeit Ihres Namens, die durch den ersten Punkt etwas eingeschränkt wird, jedoch sollte man sich Ihren Name leicht merken und nur mit Ihrer Präsenz verbinden können. Dies spricht gegen Namen, die wegen Ihrer allgemeinen Bedeutung, wie “computer”, oft auf gut Glück eingetippt werden. Solche Domains könnte man als Ergänzung nutzen, um zusätzlichen Traffic auf die Seiten zu ziehen.
Der Domainname, das wichtigste eines Online-Projekts, sollte zudem nicht zu lang sein. Niemand hat die Zeit oder Lust eine unendliche Zeichenkette, wie “ich-bin-jetzt-mit-meinem-shop-online.de”, in die Adressezeile des Browsers einzutippen. So verlieren Sie einen Großteil potenzieller Besucher. Auch von sogenannten Schmuckdomains, wo die einzelnen Buchstaben wie bei “c-o-m-p-u-t-e-r.de” durch einen Bindestrich getrennt sind, ist aus diesem Grund abzuraten.
Zudem muss Ihr Name passend zur Zielgruppe und Ausrichtung des Projekts ausgewählt werden. Ein Nachrichtenmagazin sollte mit einem seriös wirkenden Namen bezeichnet werden, ein Teenie-Magazin kann wiederum schon einen “ausgeflippteren” Namen tragen.
Formal wichtige Gesichtspunkte
Zu beachten sind auch bestimmte Dinge für Suchmaschinen und Kataloge, die je nach Sparte, einen großen Anteil des Besucherstroms zu Ihnen leiten werden. So sollte Ihr Name möglichst ein relevantes Stichwort, ein sogenanntes Keyword, enthalten – in unserem Fall “homepages”. Internetverzeichnisse oder Surfkataloge, wie Kostenlos.de oder auch ciao!com, sortieren Ihre Einträge in den verschiedenen Kategorien i.d.R. alphabetisch. Daher sind Namen die mit “A” anfangen bevorteilt gegenüber später im Alphabet vorkommenden Anfangsbuchstaben.
Einer der wichtigsten Gesichtspunkte bei der Wahl eines Projektnamens ist der rechtliche. Wenn Ihr Domainname im Konflikt mit rechten Dritter (z.B. bestehenden Marken) oder generell dem deutschen Recht steht, ist es schnell vorbei mit dem neuen Glück. Markeninhaber oder Prominete zögern oft nicht Abmahnungen mit hohen Zahlungsforderungen zu verschicken. Versuchen Sie also zuvor auszuschließen, dass Ihr Name schon in anderem Zusammenhang verwendet wird. Eine Suche in bekannten Suchmaschinen, wie Google, nach Ihrem Namen sollte Ihnen einen ersten Überblick geben. Eine kostenlose Markenrecherche ermöglicht das Deutsche Patent- und Markenamt nach Anmeldung auf seinem Webangebot. Wirklich absichern können Sie sich schwer ohne große finanzielle Investitionen für eine umfangreiche Recherche, die sich jedoch im Einzelfall bezahlt machen kann.
Links zum Thema:
Deutsches Patent- und Markenamt – kostenlose Markensuche
domainGuard24 – internationale Markenrecherche
domain-recht.de – Die sieben goldenen Domain-Regeln
(CBS | 11.10.02)



Ihrem Artikel ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Ich möchte lediglich noch etwas zum Deutschen Patent- und Markenamt selbst hinzufügen.
Dieses Amt (im Web unter http://www.dpma.de erreichbar) wirbt mit seinem System “DPINFO”, wo man Informationen zu Markeninhabern und ähnlichem abrufen können soll – dass man dafür einen Zugang mit Usernamen und Passwort braucht, wird vorab nirgends erwähnt.
Des Weiteren ist dieses DPINFO-System mit einigen Einschränkungen verbunden. So können nur Marken aus verschiedenen Nationen (eigentlich nur aus Deutschland) abgefragt werden. Für internationale Marken solle man andere Sites anwählen.
Jonas
Generell ist wie gesagt bei größeren Projekten eine professionelle Markenrecherche zu empfehlen. Die kann jedoch teuer werden. Allerdings sollte sich halt jeder bewusst darüber sein, dass wenn er bekannte Marken verwendet, Probleme mit den Markeninhabern bekommen kann. Daher fällt eine Masse an Kombinationen schon aus der Auswahl. Auch bei Abkürzungen kann es Ärger geben.
Letzte Änderung von Christian Boris Schmidt am 13.10.02, 17:55.
Seit neustem helfe ich nebenbei kleinen bis mittleren Unternehmen, Lokalmarketing zu planen und auszuführen.
Heute trudelte eine Mail bei mir ein:
“Hallo Herr Hahn,
Ihr Namensvorschlag war sehr gut. Ich werde ihn heute in der Besprechung vorlegen. Allerdings frag ich mich oft, weshalb man einen solchen Firmennamen-fremden Namen braucht.”
Es ist eben doch so, dass sich ein Name wie “XF30343-b” nicht soo gut verkauft, auch wenn er eigentlich das wiedergibt, was die Firma reingesteckt hat.
Einen Vorteil hat ein solcher Name: man braucht ganz sicher keine Markenrecherche anstellen ;D
Jonas
… und das die wichtig ist (auch für private Sites) zeigt der Fall Hewlett-Packard (kurz auch “HP” genannt) gegen “HP-World”. :-|
Gut, wobei HP-World ein ganz anderes Thema ist, so denke ich. Aber wer hätte ahnen können, … na, wie gesagt, anderes Thema.
Jedoch gibt es immer wieder Chancen und Möglichkeiten.
Jonas
Heutzutage gibt es kaum noch freie domainnamen…
deshalb sollte man kombinationen machen wie z.b.:footballwinners oder so etwas in der richtung…
man sollte aber auch den sinn der page treffen…
es ist echt schwer heute noch eine ordentliche domain zu bekommen.
Eugen