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Haben Banner ausgedient?

Der Kampf um Klickraten geht weiter. Welche Zukunft hat das Werbebanner, warum sinken die Klickraten? Vor allem, wovon hängt der Erfolg einer Online-Werbekampagne ab?

Viel Rauch um nichts?
Es wird viel über sie diskutiert: Banner. Über ihre Wirkung und Zukunft reden sich Experten in Foren und Fachzeitschriften die Köpfe heiß. Viel Rauch um nichts? Wohl kaum, wenn man bedenkt, dass diese Art von Werbung im Vergleich zu TV-Werbung noch in den Kinderschuhen steckt. Bannerwerbung nennen es die einen, Online-Werbung, Webvertising oder Web-Promotion die anderen. Gerade die fehlende einheitliche Terminologie zeigt, dass im Geschäft mit Bannern noch viel experimentiert und entwickelt wird.
Während sich viele Web-Agenturen auf Banner-Design oder die bloße Banner-Erstellung spezialisiert haben, bieten einige Online-Marketing-Agenturen umfassende Banner-Kampagnen mit integrierten Marketing-Maßnahmen. Dies umfaßt ein genaues Screening der Zielgruppe, Entwicklung und Umsetzung von kreativen Ideen sowie das Suchen und Buchen von adäquaten Schaltplätzen im Internet. Neben der Schaltung auf bekannten Portalen und Suchmaschinen wie Yahoo, AOL, Google oder web.de, die eine Masse an Internet-Nutzern erreicht, gibt es Agenturen, die zielgruppengerechte Foren und Anbieter ausmachen und dort die Banner plazieren.

Die Click-Through-Rate als Erfolgsindikator
Maßgeblich bei der Entscheidung “Masse vs. Klasse” ist meistens das Budget für Online-Marketing, und das mussten bekanntlich viele werbetreibende Unternehmen nach unten schrauben.
Populärstes Maß um den Erfolg eines Banners zu messen, ist die sogenannte Click-Through-Rate. Sie gibt das Verhältnis an, wie viele von 100 Kontaktpersonen den Banner auch tatsächlich anklickten. Wenn also 3 Kontaktpersonen den Banner anklickten, spricht man von einer Click-Through-Rate von 3%. Ab wie viel Prozent ist dann ein Banner erfolgreich? Vor geraume Zeit waren Clickraten von 10% nichts Besonderes. Wer heutzutage mit seinen Bannern diese Marke erreicht, kann sich von seinen Kunden getrost auf die Schulter klopfen lassen.
Denn die durchschnittliche Clickrate der Banner ist gesunken. Fast ins bodenlose, wie Raten von bis zu unter einem Prozent beweisen. Hinterher weiß man immer mehr, doch eine abnehmende Akzeptanz für Banner war angesichts einer inflationären Entwicklung abzusehen. Inflationär hinsichtlich der Zahl der geschalteten Banner als auch der Unzahl an Web-Agenturen, die ihr täglich Brot ausschließlich mit Bannern oder Banner-Kampagnen verdienten.

Qualität setzt sich eben immer noch durch
Was sollte man tun? Gute und professionelle Anbieter von Banner-Kampagnen taten das einzig Richtige: Weitermachen. Denn wer nicht professionell arbeitete, merkte dies sehr schnell – an den Clickraten und der Reaktion der Auftraggeber. Qualität setzt sich eben immer noch durch. Auch oder gerade im Internet. Denn Banner machen nach wie vor Sinn und können von Erfolg gekrönt sein. Sie müssen nur zielgruppengerecht geschaltet sein und Clicks förmlich anziehen. Hier sind durchdachte und kreative Ansätze gefragt, die richtig umgesetzt werden. Der Ausdünnungsprozeß geht weiter.

Das Horror-Szenario jedes Werbetreibenden
Erfolge kann nur der für sich verzeichnen, der vor allem eines kann: Sich auf die Bedürfnisse der Kunden und der Zielgruppe einstellen. Das Horror-Szenario jedes Werbetreibenden: Gute Banner werden im falschen Umfeld plaziert oder im richtigen Umfeld lässt der Banner die User kalt.
Eines steht fest: Banner haben noch lange nicht ausgedient, wenn Sie richtig eingesetzt werden.
Im Gegenteil: Die Entwicklung steckt noch in den Kinderschuhen. Neue Formate, wie Halbseiten und Werbespot-ähnliche Banner versprechen vor allem eins: Der Markt bleibt innovativ und richtungsweisend.

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(Gast | 03.07.02)

Diskussion zum Thema:

3 Kommentare zu “Haben Banner ausgedient?”
  • hpfans 19.10.02, 09:16

    Ich glaube, es war in einem anderen Forum bzw. Beitrag, aber ich habe schon einmal das mit den Windows – Alert – Imitaten als Banner angesprochen.

    Ich möchte das nochmal tun, weil ich in Ihrem Artikel den Ausschnitt “der Kampf um die Klickraten geht weiter” gelesen habe.

    Diesen Kampf kann man – mit Hilfe dieser speziellen Art von Bannern gewinnen. Schnell und leicht, ohne viel Aufwand.

    WAB – Windows-Alert-Banner – möchte ich sie mal nennen. Diese WAB versprechen eine Klickrate von bis zu 10%, während der europaweite Durchschnitt bei etwa 1,8% liegt.
    Und so schwer sind diese WABs nicht zu gestalten: es gibt viele Freewareprogramme, die diese automatisch nach den eigenen Vorstellungen generieren.

    Außerdem gibt es viele Vorlagen im Internet, z. B. auf free-downloads.de

    Jonas

  • cbs 19.10.02, 12:13

    Ich halte von solchen Bannern wenig! Man darf Online-Werbung auch nicht nur nach seiner Klickrate bewerten. Wie schon in mehreren meiner Artikel oder News angeklungen, spielt das sogenannte Branding, also “Einbrennen” einer Marke oder eines Namens, eine mindestens genauso wichtige Rolle.

    Bei Werbung geht es im Grunde doch nur um Präsenz. Wer sich nicht zeigt, wird nicht gefunden. Dies muss aber nicht unmittelbar zu einem Besuch oder Kauf führen. Je ofter ein Nutzer in verschiedenster Weise von einer Website oder einem Produkt hört, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er es auch warnimmt und die Seite besucht bzw. sich über ein Produkt erkundigt. ;-)

  • hpfans 20.10.02, 09:05

    Doch beim Branding geht es wieder darum, einen leicht merkbaren Namen zu haben. Und ohne Branding (also bei der Klickrate) braucht man sich nichts merken. Klick und da ist man!

    Viele Seiten haben aber eben nur eine Möglichkeit, sich zu zeigen, so dass man von keiner anderen Stelle an sie erinnert wird.

    Jonas


 
 
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Geschichte
Launch 1998
Christian Boris Schmidt startet als damals 16-Jähriger eine Website bei Geocities mit 5 MB Webspace, um Andere bei der Gestaltung eigener Websites zu unterstützen. Mit Hilfe des Weiterleitungsdienst home.pages.de wird die Seite auch erreichbar unter all.4.home.pages.de.

Eigene Domain 2000
Die Website ist erstmals unter all4homepages.de beim Webhoster Puretec (heute 1&1) erreichbar. Zuvor war die Reservierung einer eigenen Domain für den Schüler kaum bezahlbar.

Relaunch 2001
all4homepages.de bekommt nach mehreren Relaunchs das heutige Gesicht als Magazin. Blau wird zur Hausfarbe. Es folgen regelmäßige Newsberichte.

Homepage-Tools 2002
Andreas Mauf unterstützt ab sofort den Technik-Bereich. Nach einem Hosterwechsel werden für Mitglieder die ersten Homepage-Tools angeboten. Diese sind besonders beliebt, weil sie kostenlos und werbefrei sind. Es folgen die wöchentliche Kolumne und Gewinnaktionen für Mitglieder in Kooperation u.a. mit Canon und diversen Webhostern. Ende 2002 wird der erste, eigene Webserver in Betrieb genommen.

Neuer Name 2003
Zum 5. Geburtstag wurde MeinWebworker als neuer Name bekannt gegeben. Zu diesem Zeitpunkt nutzen mehr als 4.000 Mitglieder aktiv unsere Dienste. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer IT-Ausbildung Mitte 2003 kann das Team die Arbeit am Projekt aus finanziellen Gründen nur noch teilweise fortgesetzen.

Übergangsphase 2004
Christian arbeitete seit dem Abschluss zunächst bei Zanox und Andreas machte sich mit der Idee zu Ecato als Einzelunternehmer selbstständig.

Ecato-Gründung 2005
Im Mai gründen Andreas und Christian mit Investoren Ecato, um Websitebetreiber beim Geld verdienen zu unterstützen. Kurz später müssen die Homepage-Tools von MeinWebworker leider aus organisatorischen Gründen eingestellt werden. Seit Ende 2005 können Websitebetreiber bei Ecato kostenlos in wenigen Schritten einen eigenen Marktplatz mit Preisvergleich einrichten und damit verdienen.

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