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Neuer Trend Logfile-Marketing?

Jeder Webmaster interessiert sich für seine Besucher. Welche Seiten besuchen sie? Wo kommen sie her? Aufschluss darüber geben die sogenannten Logfiles, die der Server automatisch erstellt. Die Manipulation dieser Daten machen sich clevere Marketing-Leute zu nutze.

Ein alter Hut?
Die Strategen der Suchmaschinen haben diese Möglichkeit der Eigenwerbung schon früh entdeckt und nutzen verschiedene Felder der sogenannten Logfiles. Der Server protokolliert jeden Zugriff auf Ihre Website in den sogenannten Logfiles. Dabei werden die IP-Adresse, die Uhrzeit, der Browser (bzw. User) sowie die aufgerufene URL und die ursprüngliche Adresse (engl. Referrer) anzeigt. Der Referrer ist die Seite über die der Nutzer zu der jeweiligen Seite kam, falls er sie nicht direkt aufgerufen hat.
Die sogenannten Robots oder Spider, die im Auftrag der Suchmaschinen und Kataloge Seiten im Internet aufspüren, hinterlassen seit eh und je Ihre Spuren in den Logfiles. Sie nutzen zum Beispiel die Angabe des Users für eigene Bezeichnungen, wie “Google-Bot” oder ähnliches.

Manipulation vermarkten
Viele Tools, die das “anoyme” Surfen im Internet versprechen, “blocken” die Referrer-Angabe und nutzen dieses Feld für kurze Produktwerbung. Oftmals wird auch ein Link angegeben, unter dem weitere Informationen zum Produkt gefunden werden können.
Ein cleveres kanadisches Marketing-Unternehmen sorgte vor Kurzen für Schlagzeilen. Sie bieten Kunden an, für eine Internetadresse über das Referrer-Feld ihrer Roboter zu werben. Das sogenannte “Referrer-Broadcast” soll umgerechnet etwa 1.000 Euro kosten.
Sie können zum Beispiel auch manipulierbare Browserinformationen für die Eigenwerbung nutzen. Mit einem kurzen Eintrag in der Registry von Windows können Sie zum Beispiel die Angaben zum Browsertyp Ihres Internet Explorers um ein beliebiges Feld erweitern. Rufen Sie dazu “Start > Ausführen > regedit” auf und legen Sie unter dem dem Pfad “HKEY_LOCAL_MACHINE > Software > Microsoft > Windows > Current Version > Internet Settings > User Agent” einen neuen Schlüssel mit dem Namen “Post Platform” an. Dort können Sie dann eine neue Zeichenfolge mit einem beliebigen Namen, z.B. “all 4 homepages.de”, erstellen und Ihr den Wert “IEAK” geben. Nach dem Neustart werden diese Angaben verwendet. So können Sie für Ihre Website beim Surfen werben.
Ihr aktueller User-Agent lautet derzeit: “

Spam in den Logfiles
Jeder Webmaster interessiert sich für die Besucher seiner Webseiten. Die Logfiles verraten über diese so einiges. So ermöglicht die Analyse auch die Verbesserung der eigenen Seiten.
Falsche Referrer verfälschen die Statistiken und sorgen bei Websiteinhabern für Verärgerung. Ob dies also der richtige Ort für zusätzliche Werbung ist, bleibt jedem selbst überlassen. Professionalität und Akzeptanz ist jedoch nicht gerade der Anspruch des “neuen” Logfile-Marketing. Falls Sie zusätzliches “Spamming” in den Logfiles selbst stört, können Sie sich denken, wie andere darauf reagieren.

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(CBS | 23.11.02)

Diskussion zum Thema:

7 Kommentare zu “Neuer Trend Logfile-Marketing?”
  • amauf 23.11.02, 17:17

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Art der Werbung, falls man das überhaupt so nennen kann, wirklich effektiv ist.
    Diese Möglichkeiten der Manipulation gefallen mir nicht wirklich… :-8

  • cbs 23.11.02, 18:56

    Ja, auch wir sind ja auf diese Daten angewiesen, um unsere Website den Nutzern besser anzupassen. Wenn dann immer einer dazwischen kommt, der die Daten manipuliert hat oder z.B. den Referrer – warum auch immer – unterdrücken lässt, ist das ärgerlich! :-(

  • hpfans 24.11.02, 15:40

    Zum Thema Logfiles: auch ich werte Logfiles, zumindest die grafischen Statistiken aus, damit ich weiß, woher die Leute kommen. Ich möchte nämlich teilweise auch informiert sein, wenn Leute Bilder von unserer Page klauen … ich denke, dieser Aspekt ist bei Logfiles auch zu beachten.

    Aber daraus Marketing zu schlagen, ist nicht jedermanns Sache, da habt ihr recht. Aber das muss jeder Webmaster mit sich selbst ausmachen!

    Jonas

  • cbs 25.11.02, 16:32

    Das ist eine der vielen “innovativen” Werbeformen wie z.B. PopUps, die sich vielleicht ganz nett anhören, aber im Endeffekt nur ärgerlich sind, wenn der Referrer genutzt wird. :-|

  • wilklein 19.08.03, 07:13

    Hallo zusammen,

    noch sinnvoller für die inhaltliche ”Anpassung” der Website als Logfiles sind Statistiken, die wiedergeben, welche Beiträge wie oft aufgerufen wurden.

    Beispiel:

    http://www.gruene-mittelhessen.de/plug.php?p=toppages

    Grüsse aus Mittelhessen
    Wilfried

  • cbs 19.08.03, 10:00

    Wo ist jetzt der Zusammenhang zum eigentlichen Thema? ;D

  • wilklein 19.08.03, 10:07

    Ich denke das Marketing ausschliesslich auf seichten Logfile-Daten aufzubauen, ist sehr gewagt.

    Aussagen, die auf den konkreten Inhalten basieren, lassen m.E. Rückschlüsse auf einen Trend zu.


 
 
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Geschichte
Launch 1998
Christian Boris Schmidt startet als damals 16-Jähriger eine Website bei Geocities mit 5 MB Webspace, um Andere bei der Gestaltung eigener Websites zu unterstützen. Mit Hilfe des Weiterleitungsdienst home.pages.de wird die Seite auch erreichbar unter all.4.home.pages.de.

Eigene Domain 2000
Die Website ist erstmals unter all4homepages.de beim Webhoster Puretec (heute 1&1) erreichbar. Zuvor war die Reservierung einer eigenen Domain für den Schüler kaum bezahlbar.

Relaunch 2001
all4homepages.de bekommt nach mehreren Relaunchs das heutige Gesicht als Magazin. Blau wird zur Hausfarbe. Es folgen regelmäßige Newsberichte.

Homepage-Tools 2002
Andreas Mauf unterstützt ab sofort den Technik-Bereich. Nach einem Hosterwechsel werden für Mitglieder die ersten Homepage-Tools angeboten. Diese sind besonders beliebt, weil sie kostenlos und werbefrei sind. Es folgen die wöchentliche Kolumne und Gewinnaktionen für Mitglieder in Kooperation u.a. mit Canon und diversen Webhostern. Ende 2002 wird der erste, eigene Webserver in Betrieb genommen.

Neuer Name 2003
Zum 5. Geburtstag wurde MeinWebworker als neuer Name bekannt gegeben. Zu diesem Zeitpunkt nutzen mehr als 4.000 Mitglieder aktiv unsere Dienste. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer IT-Ausbildung Mitte 2003 kann das Team die Arbeit am Projekt aus finanziellen Gründen nur noch teilweise fortgesetzen.

Übergangsphase 2004
Christian arbeitete seit dem Abschluss zunächst bei Zanox und Andreas machte sich mit der Idee zu Ecato als Einzelunternehmer selbstständig.

Ecato-Gründung 2005
Im Mai gründen Andreas und Christian mit Investoren Ecato, um Websitebetreiber beim Geld verdienen zu unterstützen. Kurz später müssen die Homepage-Tools von MeinWebworker leider aus organisatorischen Gründen eingestellt werden. Seit Ende 2005 können Websitebetreiber bei Ecato kostenlos in wenigen Schritten einen eigenen Marktplatz mit Preisvergleich einrichten und damit verdienen.

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