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Wo sind Affiliates am besten aufgehoben?

Das Prinzip der Affiliate-Netzwerke ist einfach. Viele Partner stellen Ihre Websites als Werbeflächen für mehrere Programmbetreiber zur Verfügung. Die sogenannten Merchants vergüten dem Affiliate entweder Klicks, Anmeldungen oder Verkäufe. Die Auszahlung erfolgt anhand der gesammelten Beträge. Doch welches Partnerprogramm-Netzwerk ist das passende für Sie?

Adbutler.de – der Neuling
Das Tochter-Projekt von Geizkragen.de ist im Vergleich noch recht jung und zeichnet sich durch ein ansprechendes Design aus. Jedes Neumitglied erhält fünf Euro Startguthaben, so dass man auf die erste Auszahlung nicht lange warten muss. Erstmal angemeldet kann man sich mit seinen Websites einzeln bei mehr als 250 Partnerprogrammen aus allen Lebensbereichen bewerben.
Die Auszahlung findet, wie gewöhnlich, monatlich ab 25 Euro statt. Leider ist die Auswahl der Werbemittel meist auf einige Standard-Banner und eine handvoll Werbetexte für die Homepage oder einen Newsletter beschränkt. Die Statistik über aktive Partnerprogramme ist übersichtlich, aber nicht besonsers detailiert.
Positiv ist, dass man gleich einige Einbaubeispiele nach Annahme für ein Partnerprogramm per Email zugesandt bekommt. So spart man sich das Einloggen auf der Homepage. Insgesamt hebt sich Adbutler (auch unter partnerprogramm.de erreichbar) kaum von den bekannten Affiliate-Netzwerken ab und kann außer mit dem Startguthaben nur wenig außergewöhnliches bieten.

Affilinet – der Branchenprimus
Affilinet ist der Branchenprimus in Deutschland und bietet Zugang zu über 450 Programmen. Allerdings kommt es dadurch auch des öfteren dazu, dass man alle Werbemittel eines Programms in mühsamer Kleinarbeit wieder von der Homepage entfernen muss, weil es storniert wurde. Dafür bietet Affilinet für nahezu jede noch zu themenspezifische Zielgruppe die passende Programmpalette.
Leider ist es nicht möglich verschiedene Websites über einen Partner-Account zu verwalten. Jedoch können diese zur gemeinsamen Auszahlung zusammengezogen werden, indem man die gleiche Emailadresse und Paswort bei mehreren Logins angibt. Die Auszahlung der gesammelten Provisionen erfolgt auch monatlich ab 25 Euro.
Bei Affilinet erhalten Sie meistens auch HTML-Werbemittel, die höhere Klickraten erzielen, als “einfache” Banner. Generell ist die Anzahl der verschiedenen Werbemittel-Formate hoch. Spitzenreiter ist wahrscheinlich der Vorzeige-Merchant eBay. Hier findet man mehrere Seiten voll mit themenspezifischen Bild-, Text-, und Formular-Werbemitteln.
Eine Anmeldung bei Affilinet lohnt sich, da man durch die Vielzahl der angebotenen Programme zu (fast) jedem Thema attraktive Partnerprogramme auch auf Klickbasis finden kann.

TradeDoubler – der Multilinguale
TradeDoubler ist in zahlreichen europäischen Ländern vertreten. In Deutschland macht diese Partnerprogramm-Plattform mit exklusiven Programmen von namhaften Computerfirmen wie DELL oder Apple sowie international mehr als 300 renomierten Firmen auf sich aufmerksam. Zudem überrascht das Nutzerportal durch eine Vielzahl nützlicher Helferlein und Tipps zum effektiven Einsatz der Tradedoubler-Programme. So kann man zum Beispiel mit dem Bannerpool eine Auswahl an Bannern von verschiedenen Betreibern auf der Homepage rotieren lassen. So spart man sich eine Menge Aufwand bei der Auswahl und Platzierung der Banner. Regelmäßige Kolumnen der Affiliate-Manager aus den verschiedenen europäischen Filialen zeigen nützliche Features bei Tradedoubler anhand von Beispielen.
Leider ist die Auszahlung entgegen den gewohnten Formalitäten etwas umständlich geregelt. So wird erst ab 50 Euro ausgezahlt, was für kleine Affiliates bei den nicht gerade hohen Verdiensten kaum in absehbarer Zeit erreichbar ist. Zudem ist die Auszahlung von der Zahlungsmoral der Merchants abhängig. Erst wenn diese ihre fälligen Gebühren an Tradedoubler überwiesen haben, erhalten die Affiliates ihre Auszahlungen.
Zudem scheinen die Merchants in diesem Partnerprogramm-Netzwerk ungewöhnlich wählerisch zu sein. So verlangt Apple, dass man nach der Online-Bewerbung noch ein Excel-Formular ausfüllt, in das zum größten Teil die gleichen Daten eingetragen werden müssen, die Tradedoubler eigentlich bereits vorliegen (z.B. Name, Website…) und dieses gesondert per Email einreicht. Auch die Annahme zu einem Partnerprogramm ist trotz fachlich passender und qualitativ hochwertiger Website zum Teil ein Glücksspiel.
Einerseits bietet Tradedoubler durch smarte und nützliche Features gerade Anfängern viele Vorteile, andererseits demotiviert man diese durch wählerische Merchants und unverständlich hohe Auszahlungsgrenzen und mit unter unregelmäßige Auszahlungsperioden.

Zanox – der Produktriese
Die Berliner Affliate-Plattform Zanox kann mit attraktiven und z.T. exklusiven Merchants überzeugen. Der Affiliate profitiert durch die Bekanntheit starker Marken wie Esprit, Conrad oder Lycos. Diese Programme sind auf längere Laufzeiten angelegt, wodurch Stornierungen, die bei anderen ständig vorkommen, hier nur selten für Enttäuschung sorgen.
Zudem überzeugt Zanox vor allem mit der vielfältigen Produktwerbung. Während bei anderen Partnerprogramm-Netzwerken nur auf die Startseite verlinkt wird, setzt man hier auf den direkten Link (Deeplink) zum beworbenen Produkt. Wöchentliche von den Merchants eingestellte Produkttipps müssen dank Script-Technologie nur einmalig eingebaut werden und aktualisieren sich automatisch. Zudem ist oftmals eine Produktsuche für Ihre Homepage verfügbar, die Ihren Besuchern die Produkte eines Merchants liefert, die sie gern kaufen möchten. Bei Zanox zählt man auf Sale-basierte Partnerprogramme. Dementsprechend werden die genannten Produkt-Werbemittel bei sozusagen jedem Programm zur Verfügung gestellt und Verkäufe zum Teil ungewöhnlich hoch vergütet. Die Statistiken sind sehr ausführlich. So kann man alle Klicks, Leads und Sales für jedes Programm nachvollziehen.
Zudem bietet Zanox Ihnen die Möglichkeit über einen eigens redaktionell gepflegten Shop ohne nennenswerten Eigenaufwand sprichwörtlich “im Schlaf” am boomenden eCommerce mitzuverdienen. Die monatliche Auszahlung erfolgt wie gewöhlich ab 25 Euro.
Das Programm-Portfolio von Zanox ist besonders für den “General Interest”-Bereich geeignet. Wer Technik, Mode, Kosmetik, Haushaltswaren usw. verkaufen möchte und eine kaufstarke Zielgruppe hat, ist hier bestens aufgehoben.

Der Rest
Auch Affiliate-Netzwerke gibt es wie Sand am Meer. Allerdings trennt sich hier klar die Spreu vom Weizen. Je kleiner der Anbieter, desto “unsicherer” sind erfahrungsgemäß die Partnerprogramme. Zwar gibt es auch einige interessante kleine Partnerprogramme, jedoch lässt sich hier i.d.R. nicht langfristig Geld verdienen. Auch eine Umfrage bei all 4 homepages.de im Dezember letzten Jahres bescheinigt, dass vor allem zwei Anbieter von subjektiver Bedeutung für Affiliates sind. Viele Webmaster sind auch bei allen größeren Partnerprogramm-Plattformen angemeldet.
Welches Affiliate-Netzwerk nutzen Sie primär?
Adbutler 20%
Affilinet 23%
Tradedoubler 5%
Zanox 2%
anderes 8%
keines 42%
Stand: Dezember 2002

Dies lohnt jedoch nur, wenn man auch in jedem entsprechende Erträge erzielt, sonst lässt die Auszahlung länger auf sich warten. Einige wichtige und große Merchants betreiben auch unter allen oben genannten Netzwerken Programme. Bei der recht großen Auswahl sollte also jeder das passende Netzwerk für seine Bedürfnisse finden.

Links zum Thema:
Adbutler.de – der Neuling
Affilinet – der Branchenprimus
Tradedoubler – der Multilinguale
Zanox – der Produktriese

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(CBS | 15.01.03)

Diskussion zum Thema:

7 Kommentare zu “Wo sind Affiliates am besten aufgehoben?”
  • magistix 16.01.03, 08:23

    Zunächst einmal habe ich einen kleinen Vertipper gerfunden: ” So kann man zum Beispeil mit dem…”

    Übrigens Kompliment, wie oft, wie gut und wie fehlerfrei Euch im Allgemeinen die Inhalte gelingen.

  • amauf 16.01.03, 09:50

    Danke für den Hinweis, Fehler korrigiert. Wir geben uns Mühe! (L)

  • hpfans 30.03.03, 10:58

    Irgendwie finde ich es schade, dass sich Affili.net so hervorstechend in der Branche hält, es ist nämlich so, dass dort für Leute, die schnell Geld mit ihrer Site verdienen wollen, kein Platz ist – und trotzdem sind die meisten bei Affili.net

  • hpfans 22.06.03, 12:44

    Hoho, am 30.03.03 habe ich diese Meinung gepostet und bin mittlerweile doch schon wieder anderer Meinung. Besonders die gut bezahlten klick-programme, mit hohen lead- und sale-raten ausgestatteten PPL und PPS-Programme überzeugen mich jetzt doch. Besonders überzeugt hat mich aber das Spezialprogramm im Mai von eBay und united-Domains, wovon mans ich dann doch schon eine Auszahlung erlauben konnte.

    Gruß

    Jonas

  • hpfans 22.06.03, 12:48

    Äm, zum Artikel möchte ich noch sagen, dass ich Angaben über die Mindest-Beträge vermisse, die man zusammen haben muss, damit man die Auszahlung bekomen kann etc.

    Ich wähle nämlich folgendermaßen aus:

    1. Mindestauszahlungssumme (maximal 25,00€!)
    2. Bearbeitungsgebühr für Auszahlung (maximal 00,00€!)
    3. Pay-Per-Click überhaupt möglich? Gut bezahlt?
    4. Textlinks möglich?
    5. Namhafte / Seriöse Anbieter

    Gruß

    Jonas

  • cbs 22.06.03, 14:14

    Also die Mindestauszahlgrenzen sind im Text genannt. Deine Auswahlkriterien entsprechen meinen von vor einem halben Jahr. Mittlerweile habe ich noch ganz andere Aspekte kennen und lieben gelernt. ;D

  • hpfans 22.06.03, 20:40

    Und die da wären? Das würde mich jetzt schon mal interessieren … doch wohl nicht Bannerformate oder? Naja, ihr könnt da groß auswählen, ohne dass man euch köpft von wegen “Werbung auf der Seite”.

    Gruß

    Jonas


 
 
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Geschichte
Launch 1998
Christian Boris Schmidt startet als damals 16-Jähriger eine Website bei Geocities mit 5 MB Webspace, um Andere bei der Gestaltung eigener Websites zu unterstützen. Mit Hilfe des Weiterleitungsdienst home.pages.de wird die Seite auch erreichbar unter all.4.home.pages.de.

Eigene Domain 2000
Die Website ist erstmals unter all4homepages.de beim Webhoster Puretec (heute 1&1) erreichbar. Zuvor war die Reservierung einer eigenen Domain für den Schüler kaum bezahlbar.

Relaunch 2001
all4homepages.de bekommt nach mehreren Relaunchs das heutige Gesicht als Magazin. Blau wird zur Hausfarbe. Es folgen regelmäßige Newsberichte.

Homepage-Tools 2002
Andreas Mauf unterstützt ab sofort den Technik-Bereich. Nach einem Hosterwechsel werden für Mitglieder die ersten Homepage-Tools angeboten. Diese sind besonders beliebt, weil sie kostenlos und werbefrei sind. Es folgen die wöchentliche Kolumne und Gewinnaktionen für Mitglieder in Kooperation u.a. mit Canon und diversen Webhostern. Ende 2002 wird der erste, eigene Webserver in Betrieb genommen.

Neuer Name 2003
Zum 5. Geburtstag wurde MeinWebworker als neuer Name bekannt gegeben. Zu diesem Zeitpunkt nutzen mehr als 4.000 Mitglieder aktiv unsere Dienste. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer IT-Ausbildung Mitte 2003 kann das Team die Arbeit am Projekt aus finanziellen Gründen nur noch teilweise fortgesetzen.

Übergangsphase 2004
Christian arbeitete seit dem Abschluss zunächst bei Zanox und Andreas machte sich mit der Idee zu Ecato als Einzelunternehmer selbstständig.

Ecato-Gründung 2005
Im Mai gründen Andreas und Christian mit Investoren Ecato, um Websitebetreiber beim Geld verdienen zu unterstützen. Kurz später müssen die Homepage-Tools von MeinWebworker leider aus organisatorischen Gründen eingestellt werden. Seit Ende 2005 können Websitebetreiber bei Ecato kostenlos in wenigen Schritten einen eigenen Marktplatz mit Preisvergleich einrichten und damit verdienen.

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